Erstattung Arzneimittel bis 12 Jahre mit Behinderung bis 18?

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

Moderator: Moderatorengruppe

Benutzeravatar
Sandra_mit_Rasselbande
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1979
Registriert: 29.11.2008, 01:48
Kontaktdaten:

Erstattung Arzneimittel bis 12 Jahre mit Behinderung bis 18?

Beitragvon Sandra_mit_Rasselbande » 03.12.2018, 07:35

Hallo,

ich hatte das Vergnügen einer kleinen Lausplage. :roll: Natürlich auf einen Samstag.

Ich habe mir dann für alle vier Kinder das Mittel Nyda aus der Apotheke besorgt.

Auf der Seite des Herstellers steht:

Erstattungsfähig bis 12 Jahre, oder bis 18, wenn eine Entwicklungsverzögerung vorliegt.

Ich muss nun ein Rezept vom Kinderarzt besorgen, das der Apotheke vorlegen und erhalte dann das Geld zurück (immerhin 100€)

Aber ich frage mich gerade wie das überhaupt läuft. Der Älteste ist 13?

Entscheidet über diese "Entwicklungsverzögerung" der Arzt und schreibt das Mittel auf ein rosa Rezept und der Apotheke ist es egal?

Oder muss ich der Apotheke noch etwas nachweisen? Sohn hat PG4 und 70 GdB + B+ H?

Generell ist es spannend. Denn so viele Sachen brauchen wir nie auf Rezept (ausser Dauermedis, aber eben nichts was unter diese 12 Jahre Grenze fällt)
Sandra mit Zirkusfamilie
Sondervorstellung 84.5

Sohn (13) massiv 84.5 + leicht ausgeprägt 90.1+ leicht ausgeprägt 81.1 (PG4 nach Klage) 70GdB, B+H
Sohn (12) massiv 84.5 + massiv ausgeprägt 90.1, massiv ausgeprägt 81.0 (PG4)80GdB (nach Klage) B+H
Tochter (10)
Sohn (8) massiv 84.5 + massiv ausgeprägt 90.1 (PG4) 100GdB, B+G+H ab Geburt

Werbung
 
Benutzeravatar
Sandra_mit_Rasselbande
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1979
Registriert: 29.11.2008, 01:48
Kontaktdaten:

Beitragvon Sandra_mit_Rasselbande » 03.12.2018, 08:00

Nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel werden nicht von der GKV erstattet. Ausgenommen sind jedoch Kinder unter zwölf Jahren sowie Jugendliche mit Entwicklungsstörungen bis zum 18. Lebensjahr, denen nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel ärztlich verordnet werden.


https://www.bundesgesundheitsministeriu ... ittel.html

darauf beziehe ich mich
Sandra mit Zirkusfamilie

Sondervorstellung 84.5



Sohn (13) massiv 84.5 + leicht ausgeprägt 90.1+ leicht ausgeprägt 81.1 (PG4 nach Klage) 70GdB, B+H

Sohn (12) massiv 84.5 + massiv ausgeprägt 90.1, massiv ausgeprägt 81.0 (PG4)80GdB (nach Klage) B+H

Tochter (10)

Sohn (8) massiv 84.5 + massiv ausgeprägt 90.1 (PG4) 100GdB, B+G+H ab Geburt

Annileinchen
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 768
Registriert: 16.07.2017, 15:31

Beitragvon Annileinchen » 03.12.2018, 09:06

https://www.deutsche-apotheker-zeitung. ... kostenfrei

Unter dem Abschnitt "Jugendliche mit Entwicklungsstörungen" findest Du alles.

kati543
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 3992
Registriert: 12.05.2009, 17:48

Beitragvon kati543 » 03.12.2018, 09:47

Hallo Sandra,
grundsätzlich hast du recht. Da es aber mit der GKV nicht selten arge Probleme gibt deswegen, verordnet unser Kinderarzt eigentlich bei Läusen ein verschreibungspflichtiges Medikament. Das bietet praktisch jeder Hersteller auch noch mit an.
Da ihr nun aber einmal Nyda genommen habt, ja es sollte so funktionieren.
Viel Erfolg.
LG
Katrin
Katrin (Epilepsie)
O. (Frühk. Autismus (HFA), Sprachentwicklungsstörung, Ptosis, Hypotonie, AVWS, LRS, Vd. Valproatembryopathie)
D. (geistige Behinderung, Frühk. Autismus, Epilepsie, Esstörung, Trigonoceph., Hypertonie, Opticushypoplasie, Amblyopie, Mikrodeletion 3p26.3, Vd. Valproatembryopathie, Z.n. Schädelbasisfraktur)

GabySP
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 932
Registriert: 12.01.2013, 17:32
Wohnort: NRW

Beitragvon GabySP » 03.12.2018, 12:48

Hallo Sandra,

der Arzt muss für ein entwicklungsverzögertes Kind en normales Rezept ohne Zuzahlung ausstellen und die Apo5heke gibt das Medikament dann kostenlos ab.

Zum Nachweis der Entwicklungsverzögerung hatte ich immer eine Bescheinigung des KJP dabei und eine Kopie des Gesetzestextes. Es gab allerdings in den Arztpraxen immer wieder Diskussionen, weil die Ärzte diese Regelung häufig nicht kennen und Angst haben, in Regress genommen zu werden.

LG Gaby
Asperger-Sohn, 01/2000


Zurück zu „Rechtliches (Krankenvers., Pflegegeld etc.)“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste