Wieder Probleme Abrechnung anteiliges Pflegegeld

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

Moderator: Moderatorengruppe

Andrea
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1075
Registriert: 16.08.2004, 19:24

Wieder Probleme Abrechnung anteiliges Pflegegeld

Beitragvon Andrea » 02.12.2018, 20:17

Guten abend ,

heute habe ich der Stationsleitung im Wohnheim unseres Kindes wieder die Aufstellung der Anwesenheitstage bei uns zu Hause wegen Auszahlung des Pflegegeldes zum unterschreiben übergeben .

Wieder fing eine Diskussion an ich solle aufpassen das ich keine Probleme mit dem Sozialamt bekomme wegen eben dieser Aufstellung zur Abrechnung des Pflegegeldes.

Laut Sozialamt darf unser Kind im Jahr nur 60 Tage zuhause sein .
bis zu 3 Tage darf sie abwesend sein ohne das etwas von den 60Tagen abgezogen wird.

Unsere Tochter ist immer von Freitag nachmittag bzw. abends bis Sonntag nachmittag 16/17Uhr bei uns zuhause.
für das Sozialamt ist unser Kind demnach nur immer 2 Tage abwesend .
Freitag zählt als anwesend nur Samstag und Sonntag zählen dann als Abwesend.

Die Pflegekasse aber rechnet doch anders wir bekommen ja Pflegegeld für Freitag Samstag und Sonntag also 3 Tage .
Und so kommen einige Tage zusammen jetzt habe ich aktuell die Abrechnung hin gegeben für 45 Tage die letzte Abrechnung belief sich auf 32 Tage beides zusammen gerechnet sind 77 Tage .

Und die Stationsleitung denkt jetzt aufgrund der abgerechneten 77 Tage bekomme ich eben jetzt Ärger mit dem Sozialamt .

Deshalb meine Frage an euch stimmt das so was die Stationsleitung gesagt hat?
Ich verstehe gar nichts mehr und ich hoffe ich konnte mich halbwegs ausdrücken damit ihr mein Problem versteht .

LG Andrea

Werbung
 
Benutzeravatar
KerstinM.
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 7437
Registriert: 17.08.2009, 21:09
Wohnort: Thüringen

Beitragvon KerstinM. » 02.12.2018, 22:31

Hallo,
ist das nicht ähnlich wie bei der Kita? Die "Probleme" bekommt dann die Einrichtung und nicht du. Das Wohnheim bekommt dann ab Tag X eben die Gelder nicht mehr ?
Jeder Sachbearbeiter sollte doch froh sein, wenn dein Kind Wochenenden zu Hause verbringt.

LG Kerstin
Kerstin mit Markus(*97), Hydrocephalus mit schwerem Verlauf,Epilepsie
PK (*14)spastische Tetraparese, gesetzl. blind, Entwicklungsverzögerung, Epilepsie, kleiner Sonnenschein
Ein behindertes Kind ist wie ein krummer Baum - du kannst ihn nicht gerade biegen, aber du kannst ihm helfen, Früchte zu tragen.

IlonaN
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 2339
Registriert: 07.01.2015, 10:52
Wohnort: Land Brandenburg

Beitragvon IlonaN » 03.12.2018, 07:16

Hallo Andrea,
1. du bekommst keinen Ärger.
und
2. selbst wenn, geht das die Einrichtung Garnichts an
Hier geht es ganz allein um Geld und um Halbwissen, denn die hat Angst der Einrichtung wird Geld gekürzt. Dabei sind das wie du es selbst geschrieben hast, "zwei Paar ganz verschiedene Schuh."
Lass dich nicht verunsichern
Ich 1961 Ösophagusatresie
Großfamilie mit leibl.Kindern/Ado-Kind und Pflegekindern mit FASD, ADHS, Autismus, Bindungsstörung mit Enthemmung ,Asthma, Neurodermitis u.v.m.

Benutzeravatar
Sandra_mit_Rasselbande
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1979
Registriert: 29.11.2008, 01:48
Kontaktdaten:

Beitragvon Sandra_mit_Rasselbande » 03.12.2018, 07:51

KerstinM. hat geschrieben:Hallo,
ist das nicht ähnlich wie bei der Kita? Die "Probleme" bekommt dann die Einrichtung und nicht du. Das Wohnheim bekommt dann ab Tag X eben die Gelder nicht mehr ?
Jeder Sachbearbeiter sollte doch froh sein, wenn dein Kind Wochenenden zu Hause verbringt.

LG Kerstin


Vermutlich ist es genau so.

Was wäre denn, wenn das Kind krank ist?

Ich habe mich davon auch immer unter Druck setzen lassen im Sprachheilkindergarten (der HP KiGa war da ganz entspannt, Familienzeit sei wichtig)

Ich würde wohl ein Gespräch mit dem Kostenträger suchen.

Soweit ich rechtlich im Bilde bin, kommt es auf die Leistungsvereinbarung zwischen öffentlichen Träger und dem privaten Träger an. Sie könnten sich auch auf etwas anderes als die 60 Tage verständigen.

Das ist das spannende in der Sozialen Arbeit:

Soziale Arbeit bewegt sich im Spannungsfeld. Sie soll Initiator und für Änderungen sein, wenn sie feststellt, das die gesetzliche Regelung für den Adressaten (also dein Kind) nicht mehr ausreichend ist.

Dh, wenn ihr euer Kind jedes Wochenende mit nach Hause nehmt, sind das 3x52 Tage?

Dh eigentlich müsste dann der Träger der Einrichtung so fair sein und bei der nächsten Verhandlungsrunde zum Kostenträger sagen:

Wir haben hier Familie X, die nehmen ihr Kind immer am WE mit nach Hause. Das ist ja auch positiv für Familie X und auch für Kind X. Wir denken das wir uns den Bedürfnissen dieser Familie anpassen müssen und sollten unsere Vereinbarung anpassen.

Das ist eigenlich die Idealvorstellung von den meisten Menschen die in diesen Bereichen arbeiten!

Es soll nicht so gemacht werden, weil man das eben so macht. Sondern man soll immer schauen, ob die bestehenden Regelungen sich noch an dem Adressaten orientieren.

Und das tun sie in eurem Fall ja gar nicht.

Die bestehende Regelung mit 60 Tagen und eurem Bedarf... das geht doch total aneinander vorbei!

Wenn ihr jetzt 65 Tage benötigt, ok. Aber ihr braucht doch mehr als das Doppelte.

Und wenn diese Regelung gelockert wird, ist es evtl auch so, das mehr Eltern ihre Kinder am WE nach Hause nehmen.



Ich würde auf die Leistungsvereinbarung hinweisen. Und das es immer um die Bedürfnisse das Adressaten geht (als um euer Kind) und sich die Einrichtung eben hier auch anpassen muss.

Dieses blöde Argument: Das ist so, weil das so ist...

Würde ich mit meinem heutigen Wissen so nicht mehr gelten lassen.
Sandra mit Zirkusfamilie
Sondervorstellung 84.5

Sohn (13) massiv 84.5 + leicht ausgeprägt 90.1+ leicht ausgeprägt 81.1 (PG4 nach Klage) 70GdB, B+H
Sohn (12) massiv 84.5 + massiv ausgeprägt 90.1, massiv ausgeprägt 81.0 (PG4)80GdB (nach Klage) B+H
Tochter (10)
Sohn (8) massiv 84.5 + massiv ausgeprägt 90.1 (PG4) 100GdB, B+G+H ab Geburt

Andrea
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1075
Registriert: 16.08.2004, 19:24

Beitragvon Andrea » 03.12.2018, 11:26

Hallo Sandra

Von Kostenträger also der Sozialagentur sachsen anhalt darf unser Kind bis zu 3 Tage zu Hause sein ohne das es von den 60 Tagen abgezogen wird.
Unser Kind wird immer erst Freitag Nachmittag geholt so zählt der Freitag als anwesend im Heim nur der Samstag und Sonntag zählt als abwesend somit ist sie 2tage abwesend.

Da ja aber von der Sozialagentur das Kind bis zu 3 Tage nach Hause darf bewegen wir uns doch im rechtlichen Rahmen oder irre ich da ?
Die Heimleitung versteht ja nur nicht das die Pflegekasse eine andere Rechnung macht da kommen natürlich mehr Tage zusammen deshalb denken die ich komme über die 60Tage .

LG Andrea

Benutzeravatar
Sandra_mit_Rasselbande
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1979
Registriert: 29.11.2008, 01:48
Kontaktdaten:

Beitragvon Sandra_mit_Rasselbande » 03.12.2018, 11:32

Aber wie es ist: das ist nicht dein Problem, sondern das Problem des Heimes, das eben diesen Leistungsvertrag mit dem Sozialamt hat.

Das Heim könnte ihn auch bei der nächstens Verhandlung anpassen lassen.

Letztlich gibt es doch gar kein problem, aber das Heim versucht ein Fass aufzumachen mit einem möglichen Problem, das gar nicht deines ist ;)

Zieh dir den Schuh nicht an :)
Sandra mit Zirkusfamilie

Sondervorstellung 84.5



Sohn (13) massiv 84.5 + leicht ausgeprägt 90.1+ leicht ausgeprägt 81.1 (PG4 nach Klage) 70GdB, B+H

Sohn (12) massiv 84.5 + massiv ausgeprägt 90.1, massiv ausgeprägt 81.0 (PG4)80GdB (nach Klage) B+H

Tochter (10)

Sohn (8) massiv 84.5 + massiv ausgeprägt 90.1 (PG4) 100GdB, B+G+H ab Geburt

Andrea
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1075
Registriert: 16.08.2004, 19:24

Beitragvon Andrea » 03.12.2018, 12:22

Ich wollte halt nur wissen ob ich mit meiner Denkweise richtig oder falsch liege.

Was könnte den passieren sollte ich über die 60tage Abwesenheit kommen?

Dann bekommt das heim doch nicht mehr den vollen Betrag für das Kind.
Und dann müssen wir das dann zahlen ?

Werbung
 
Benutzeravatar
Sandra_mit_Rasselbande
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1979
Registriert: 29.11.2008, 01:48
Kontaktdaten:

Beitragvon Sandra_mit_Rasselbande » 03.12.2018, 12:26

Das Heim bekommt dann vermutlich weniger Geld.

Aber ganz ehrlich. Sie haben ja auch weniger Aufwand. Dein Kind ist ja nicht da.


Sie können euch gar nichts.

Das Heim hat einen Vertrag mit dem Sozialamt. Und du hast damit nichts zu tun! Das ist keine rechtliche Regelung mit den 60 tagen. Sondern das Heim hat das mit Sozialamt so ausgerechnet. Das ist nicht dein Problem.
Sandra mit Zirkusfamilie

Sondervorstellung 84.5



Sohn (13) massiv 84.5 + leicht ausgeprägt 90.1+ leicht ausgeprägt 81.1 (PG4 nach Klage) 70GdB, B+H

Sohn (12) massiv 84.5 + massiv ausgeprägt 90.1, massiv ausgeprägt 81.0 (PG4)80GdB (nach Klage) B+H

Tochter (10)

Sohn (8) massiv 84.5 + massiv ausgeprägt 90.1 (PG4) 100GdB, B+G+H ab Geburt


Zurück zu „Rechtliches (Krankenvers., Pflegegeld etc.)“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste