Warum Wechsel Spezialinteresse?

Hier könnt ihr euch rund ums Thema Autismus austauschen.

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Ronja-und-Mini
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Beitragvon Ronja-und-Mini » 04.12.2018, 15:15

Ich denke auch, dass die Schule ihm da erstmal zu schaffen machen.
Ich glaube, dass das weniger mit dem Wechsel der Spezialinteressen zu tun hat sondern generell die typischen "Rückschritte", die autistische Menschen immer wieder durchmachen, also phasenweise.

Was du z.B. mit Lego beschreibst, kenne ich auch von unserem. Er hat lange nur Videos auf Youtube geschaut, in denen nicht gesprochen wird und die sehr abstrakt sind, von Kugelbahnen mit Murmeln zum Beispiel. Dann hat er dieses Jahr endlich angefangen, richtige Kinder-Zeichentrickserien zu schauen, in denen auch gesprochen wird (was er vorher nicht mochte) z.B. Peppa Wutz, Biene Maja usw. Jetzt gerade ist er wieder zurück zu Kugelbahnen und anderen Videos, wo nichts gesprochen wird und die einen sehr geringen Inhalt haben, z.B. diese sogenannten "Let's play"s, wo jemand ein Computerspiel zockt und das filmt und auf youtube hochläd. Ich mag das auch nicht, weil wie gesagt... null Mehrwert für Mini meiner Meinung nach... aber lasse ihn gewähren, da ich erst warten will ob es wieder nur ne "Phase" ist und auch weil er das gerade braucht. Bei uns war es der Umzug, der ihn etwas aus der Bahn gehauen hat, da bin ich etwas nachsichtiger im Moment.
Mama (39) mit Mini-Asperger (6, Vorschulkind)

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MamaMonika0912
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Beitragvon MamaMonika0912 » 05.12.2018, 12:38

Ich habe hier auch so einen Spezialisten. Manchmal machen Spezialinteressen aus unserer Sicht überhaupt keinen Sinn. Für die Kinder vermutlich schon, sonst hätten sie die ja nicht. Beim meinem Sohn (9J.) sind es gerade Fußballkarten. Er ist total besessen davon und gibt sein ganzes Taschengeld dafür aus (er kriegt noch nicht soo viel  8) ). Er kann sich stundenlang damit beschäftigen. So lange es nicht absolut das Einzige ist was er tut und in Schule und Umfeld weiterhin zurechtkommt, lasse ich ihn gewähren.
Er hatte in der Vergangenheit auch schon Automarken, Cars, Lego Chima, Star Wars, schnellste Autos der Welt und Hochhäuser als Spezialinteressen. In dieser Reihenfolge seit er 3 Jahre alt war.
Praktischerweise sind die Themen bei meinem Sohn bisher immer Peer-Group-verträglich. Falls das so bleibt, ist das für ihn sicher von Vorteil.
Uns steht der Schulwechsel Ende des Jahres bevor und ich bin auch gespannt wie lange er zur Eingewöhnung braucht. In der Grundschule waren es 1,5 Jahre bis er angekommen war (im Gegensatz zu seiner SChwester, die jetzt schon eine routinierte Erstklässlerin ist und organisatorisch genauso fit wie ihr Bruder in der 4. Klasse :wink: )

SimoneChristian
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Beitragvon SimoneChristian » 06.12.2018, 11:34

Hallo Ronja,
anderen Videos, wo nichts gesprochen wird und die einen sehr geringen Inhalt haben, z.B. diese sogenannten "Let's play"s, wo jemand ein Computerspiel zockt und das filmt und auf youtube hochläd. Ich mag das auch nicht, weil wie gesagt... null Mehrwert für Mini meiner Meinung nach... aber lasse ihn gewähren, da ich erst warten will ob es wieder nur ne "Phase" ist und auch weil er das gerade braucht.
Das, mit dem null Mehrwert, denke ich auch öfter. Hier dürfen es aber "let's play" Videos mit einem bestimmte Kommentator und seiner Tochter sein, die zusammen spielen.
Früher waren es Lego Aufbau-Videos. Damit hat er dann irgendwann angefangen, Lego nach Anleitung zu bauen.
Also irgendeinen Wert haben wohl auch die "let's play" Videos haben.
Und wenn es nur bei der visuellen Wahrnehmung von Spielwelten hilft. :wink:

Ein Auslöser ist hier auf jeden Fall das völlig chaotische Weihnachtsgedöne in der Klasse. :roll:
Es sind ja nur noch 3 Wochen....

Danke auch euch anderen für eure Erfahrungen. Das hilft mir schon mal sehr, dass wir nicht alleine sind, und es vor allem auch nicht immer so extrem einschneidende Ereignisse sind.

LG
Simone
C. (*9/11) Sprachentwicklungsverzögerung, Regulationsstörungen des Kindesalters
atypischer Autismus (Diagnose 07/15)


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