Klage Versorgungsamt über Rechtsschutz oder VDK?

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

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Michaela44
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Klage Versorgungsamt über Rechtsschutz oder VDK?

Beitragvon Michaela44 » 28.11.2018, 14:38

Hallo,

das Versorgungsamt hat meinen Widerspruch zurückgewiesen und jetzt bleibt mir nur die Klage vor dem Sozialgericht. Ich habe eine Rechtsschutzversicherung, die ich noch nie in Anspruch genommen habe (Selbstbeteiligung 200€ oder 300€, müsste ich nachlesen). Alternativ könnte ich dem VDK beitreten (das kostet dann 72€ im Jahr + 120€ für die Klage + evtl. Fahrtkosten zum Gericht).

Womit habt ihr bessere Erfahrung gemacht? Mit einem "normalen " Anwalt und ggfs. Rechtsschutzversicherung oder VDK? Ich bin unschlüssig. Könnt ihr mir einen Tipp geben?

LG Michaela

PS: Es geht um einen Verschlechtetungsantrag, ehemals GDB 30, jetzt 40 und ich möchte auf 50. Es geht um Autismus und Depression und letztere wollte ich eigentlich in 2-3 Jahren (so lange dauert das Verfahren) nicht mehr haben. Vielleicht lohnt es sich auch gar nicht? Auch hier wäre ein Tipp schön.
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IlonaN
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Beitragvon IlonaN » 28.11.2018, 14:42

Hallo Michaela44,
Sind Klagen vorm Sozialgericht nicht Kostenfrei?
Ich 1961 Ösophagusatresie
Großfamilie mit leibl.Kindern/Ado-Kind und Pflegekindern mit FASD, ADHS, Autismus, Bindungsstörung mit Enthemmung ,Asthma, Neurodermitis u.v.m.

Chantal-Marie
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Beitragvon Chantal-Marie » 28.11.2018, 14:48

Klagen vor der Sozialgericht sind Kostenfrei und man braucht eigentlich keine Anwalt. Aber wir hätten die Klage ohne Anwalt nie gewonnen. Uns hat der VDK vertreten und seine Sache gut gemacht. Allerdings haben wir damals nur 40 € bezahlt, den Jahresbeitrag nehm ich da raus denn der fällt ja immer an.

Ob es ein normaler Anwalt besser ist? Keine Ahnung. Aber was mich bei der für uns zuständigen VDK Stelle verdammt wütend gemacht hat war, dass ich keinerlei Nachricht erhielt wo wir gerade standen. Und deshalb würde ich bei einer weiteren Klage eine "normalen" Anwalt nehmen denn da weiß ich dass ich über alles informiert werde. Es kann aber auch durchaus sein dass es bei eurem VDK anders läuft.

Viel Glück und Erfolg!
Liebe Grüße von Chantal-Marie und Mama

monerl
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Beitragvon monerl » 28.11.2018, 15:59

Hallo,

wir haben uns einmal vom VDK vertreten lassen in Bezug auf eine Rollstuhlschale. Leider muss ich sagen, das die Sache nicht so gut gelaufen ist. Wir sind mittlerweile wieder ausgetreten.
Es mag sein, das sich der VDK mit Problemen älterer Menschen auskennt und mit Schwerbehinderung nicht so.

VG Monika
Ein Weg entsteht indem man ihn geht
(chinesisches Sprichwort)

Helena*
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Beitragvon Helena* » 28.11.2018, 16:33

Hallo Michaela,
wir haben schon über den VDK geklagt und ich möchte dir nur mitteilen, dass hier in Berlin der VDK bei den Formalitäten zur Klage ausdrücklich fragt, ob eine Rechtsschutzversicherung vorliegt.
Hatten wir nicht, traf für uns also nicht zu. Aber hätten wir eine gehabt, hätten die nach meinem Verständnis auch Kosten darüber abgerechnet.

Da aber die VDK-Verbände keine bundeseinheitlichen Satzungen haben kann das in einem anderen Verband anders sein. Ich würde da auf jeden Fall konkret dazu nachfragen.

Erfolg hängt auch immer mit dem Engagement der einzelnen Anwälte ab, wir haben unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Zugearbeitet , also Argumente und Urteile geliefert habe ich bei allen Angelegenheiten, oft waren es die gleichen, die ich selber schon erfolglos vorgebracht hatte.
Mit anwaltlicher Vertretung wurden sie dann aber dann auch beachtet bzw. anders gewertet.

Ergänzung: einmal hat mir ein Anwalt des VDK ausdrücklich abgeraten Zinszahlung zu beantragen, weil die Bearbeitung des Grundsicherungsantrages ganze elf Monate gedauert hatte und in der Zeit keinerlei Leistungen gezahlt wurden. Da gäbe es Urteile dazu und das würde nie im Leben gezahlt. Ich habe das trotzdem alleine beantragt und immerhin über 100 Euro Zinsen zugesprochen bekommen.

LG, helena

Petra62
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Beitragvon Petra62 » 28.11.2018, 19:13

Hallo
Wir stecken seit einem Jahr im Klageverfahren über die Rechtschutz, mit Anwalt. Mein Sohn hatte 50 ohne Merkzeichen. Mittlerweile hat das VErsorgungsamt ein Teilanerkenntniss abgegeben. Ergebnis: 70 mit G und B.
Das H wird nach dem 18. Geb. aberkannt. Dieses Ergebnis hätten wor sicher anders nicht erreicht. Allerdings wollte ich für die Vergangenheit noch das H anerkannt haben. Geht aber so nicht durch. Also weitermachen. Viel Glück euch. Richtet euch auf eine lage Wartezeit ein.
P.S. Mein Sohn ist Asperger Autist.
Viele Grüße
Petra
Wenn jeder Tag mit einem Lächeln beginnt
ist es ein guter Tag.
Petra ( 1962 )
Sohn (1998) Asperger ( Diagnose 2016 ), ADS Träumer, Scoliose, Rechtsschenkelblock, fehlender Brustmuskel.
Sohn (2002) Fit
Sohn (2004) Fit

Michaela44
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Beitragvon Michaela44 » 28.11.2018, 21:18

Danke für eure Rückmeldungen. Anscheinend steht oder fällt es mit der jeweiligen Person, die einen rechtlich unterstützt, und wie die ist, weiß man weder beim VdK noch beim RA vorher. :?

Die Rechtsschutz würde ich mir eigentlich gerne offen lassen (die SB steigt mit jedem Fall und irgendwann wird man womöglich gekündigt). Andererseits bringt mir VdK gar nichts, wenn die sich ihre Kosten über meine Rechtsschutz wiederholen. Dann brauch ich den VdK nicht auch noch zu bezahlen. Ist das denn immer so, dass ich dem VdK meine Rechtsschutz mitteilen muss?
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Beitragvon Chantal-Marie » 28.11.2018, 21:27

Als ich den VDK kontaktiert habe wegen der Klage wurde ich NICHT gefragt ob ich eine RS habe. Aber die rechtliche Seite würde mich auch interessieren.
Liebe Grüße von Chantal-Marie und Mama

Anton09
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Beitragvon Anton09 » 28.11.2018, 21:36

Hallo,
wir klagen gerade mit dem VdK.
Müssen nur den jährlichen Beitrag entrichten und sonst nix.
RS wird nicht verlangt.
Sind sehr zufrieden.

Schöne Grüße
Frauke
Anton 30.01.2009, Therapie-refraktäre Epilepsie, fokal kortikale Dysplasie - epilepsiechirurgische Resektion, Shunt, Button, schwere psychomotorische Entwicklungsretardierung, zentrale Bewegungsstörung, interstitielle Duplikation im Xq-21.1 Gen, VNS-Implantation, PG 5 - ein Sonnenschein zum Verlieben

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konik
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Beitragvon konik » 29.11.2018, 06:19

Hallo Michaela ,

VDK ist wirklich schwierig zu sagen meine Erfahrungen sind da sehr zurückhaltend. Allerdings ging es um Kinder . In unserer Gegend sind sie ausschließlich erfahren bei Erwachsenen. Sollte in deinem Fall dann ja passen. Was aber ganz sicher ist , wenn eine Rechtschutz vorhanden ist werden die nicht tätig.

Dir wird vermutlich nur der Rechtschutz bleiben .

30 % oder 50% ist ja schon deutlich unterschiedlich .

Ich denke dein Antrag wird gute Gründe haben .
Deswegen würde ich an deiner Stelle es auf jeden Fall mit einem guten Sozialrechtler versuchen.

Ich wünsche dir Erfolg !

Konik


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