Wie/woran habt ihr erkannt, dass euer Kind besonders ist?

Hier könnt ihr euch rund ums Thema Autismus austauschen.

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JennyK
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Beitragvon JennyK » 15.11.2018, 12:05

Bei uns passt die Beschreibung von Lisaneaus Großem zu unserem Aspie... auch er hat noch eine weitere Diagnose, nämlich ADS. Der Verdacht kam im Rahmen einer Diagnose wegen massiven Schulproblemen im 5. Schuljahr auf, wir waren uns sicher, dass es bei der Autismusdiagnostik dann ausgeschlossen wird... tja, Fehlanzeige, Asperger im Vollbild...
Auffällig war er schon im Kindergarten, da hat er vieles verweigert, hatte erhebliche Probleme mit den anderen Kindern etc. Im ersten Schuljahr haben wir eine Diagnostik machen lassen, da kam nur der Verdacht auf ADS auf, im 3. Schuljahr waren wir im SPZ, dort wurde festgestellt, dass wir überfordert sind... erst die dritte Diagnostik brachte dann die Diagnose ADS und die vierte dann ASS...
bei uns ist ADS das vordergründige Problem, ASS erklärt dann noch die einen oder anderen special effects :lol:
Sohn 1 (06), ADS und Asperger Autismus; PG 3; SBA 50 mit B, G, H
Sohn 2 (13), Asperger Autismus, leicht ausgeprägt

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Lisaneu
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Beitragvon Lisaneu » 15.11.2018, 15:32

Auffällig war er schon im Kindergarten, da hat er vieles verweigert, hatte erhebliche Probleme mit den anderen Kindern etc. Im ersten Schuljahr haben wir eine Diagnostik machen lassen, da kam nur der Verdacht auf ADS auf, im 3. Schuljahr waren wir im SPZ, dort wurde festgestellt, dass wir überfordert sind... erst die dritte Diagnostik brachte dann die Diagnose ADS und die vierte dann ASS...
bei uns ist ADS das vordergründige Problem, ASS erklärt dann noch die einen oder anderen special effects :lol:
Ist bei uns genau dasselbe! Ich kann auch relativ gut unterscheiden, welche Besondernheiten auf Grund der ADHS sind und welche auf Grund des Autistmus, weil ich selbst ADHS habe, aber NICHT autistisch bin. Bei meinem Mann bin ich mir sicher, dass er KEIN AD(H)S hat, aber ich habe eine Vermutung in Richtung gut kompensierten Autismus.
Sohn 3/2010 hochfunktionaler Asperger-Autist + ADHS
Sohn 7/2012, gehörlos + kurzsichtig + frühkindlicher Autist
Mama und Papa stark kurzsichtig (Kommentar eines Optikers: Wie habt ihr euch überhaupt gefunden?)

Samaya1210
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Beitragvon Samaya1210 » 19.11.2018, 06:37

Guten Morgen,ihr lieben.
Tut mir leid,dass ich erst heute antworte. Hatte eine op.
Danke für die zahlreichen antworten von euch. Ich bin verwirrt, seitdem ich irgendwann (als meine Tochter ca 1 Jahr 8 Monate war) gelesen habe, dass Kleinkinder in dem Alter längst auf Dinge zeigen mit dem Zeigefinger.

Ich weiß, man sollte sowas nicht googeln, aber ich tat es und überall gingen auf den Seiten die Alarmglocken an... Autismus stand es gleich auf jeder Homepage. Ich war ziemlich durcheinander.

Meine Tochter hört schon lange auf ihren Namen. Schon seitdem sie einige Monate alt war. Vlt 3 Monate ungefähr... Motorisch ist sie etwas langsam (das war ich auch als Baby, da ich Übergewicht hatte und meine Tochter damals auch :lol: ). Sie saß mit ca 8 Monaten richtig frei, krabbelte mit 10 Monaten und lief mit 18 Monaten.

Sie ist sehr kompliziert, was essen angeht: ich führe es etwas auf uns selbst zurück,aber wer weiß?! Sie will vieles zermatscht haben... Eigentlich fast alles, obwohl sie kauen kann. Sie kaut Kekse, Salzstangen,kuchen, etc wie ein Weltmeister. Wenn ich so rückblickend schaue, muss ich ehrlich gestehen,dass wir sie in ihrer Selbständigkeit schon behindert haben. Wir haben sie viel zu lange gefüttert und ihr alles zermatscht :cry: :oops: wir merken die Problematik daraus erst jetzt... Ich wünschte, ich wäre anders gewesen.... Sie ist übrigens unser erstes und einziges Kind.

Die Kita sagt sie hätte null Interesse an Kindern. Sie geht seit ca 2,5 Monaten hin. Und sie ist übrigens 31 Monate alt. Eine einzige Erzieherin erzählt mir aber, dass sie gerne teilt und auch Mal was mit anderen Kindern tauscht... Daher weiß ich nicht was stimmt. Mit älteren Kindern spielt sie super gern. Das sehe ich in der Familie. Generell hätte sie nie wirklich Kontakt zu Altersgenossen.

Sie spricht bestimmt über 200 Wörter, aber benutzen so richtig tut sie nicht viele. Sie sagt zb

Wir gehen raus (auswendig gelernt) aber setzt es richtig ein
Ich esse
Trinken
Tschüss
Bye Bye
Wo ist....Xy?
Nein

Und noch paar andere..... Aber nicht super viel. Sie wiederholt sehr vieles. Und sie singt 24h :? Melodien lernt sie unglaublich schnell und summt gerne......

Sie zeigt nicht auf etwas, wenn sie es will. Wenn sie das Wort kennt benutzt sie das Wort ..... Ansonsten jammert sie nur.

Wenn sie etwas interessantes sieht, zeigt sie auch nicht. Sie ist dann aber aufgeregt, lacht und schaut uns an..... Selten sagt sie Mal dann zb katze oder iah (Esel im Streichelzoo) :lol:

Wenn wir ihr etwas zeigen, guckt sie definitiv drauf..... Sie zeigt nur in Büchern oder Bildern mit dem Finger und sagt was dazu. Wenn es etwas ist, was sie kennt und wir fragen sie, zeigt sie auch manchmal drauf.

Alles in allem, kann sie viel weniger als andere in ihrem Alter.....

Kommt das jmd bekannt vor?

Tut mir leid für die vielen Fehler. Mein Handy treibt mich in den wahnsinn :x :oops:

Danke fürs lesen :oops: :oops: :oops:

Ich hatte schon Mal etwas geschrieben..... Wisst ihr, meine Freundin sagt, wenn ich wirklich beunruhigt wäre, hätte ich längst etwas unternommen..... Aber ich weiß nicht..... Ich bin sehr beunruhigt und schlafe schon kaum.... Bin nur am googeln :cry: :cry: habe den m Chat Test 1000000x gemacht..... Aber ich bin einfach verwirrt. Ach ja, Befehle befolgt sie noch nicht bzw versteht sie nicht Mal. Sie versteht nur einfache Sachen..... Zb komm Pampers wechseln oder komm baden..... Lass uns raus gehen..... Setzt dich hin.....

Das war's.

Merci ihr lieben :idea:

Samaya1210
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Beitragvon Samaya1210 » 19.11.2018, 06:50

Hallo Samaya,
dass mein Sohn anders ist als andere, habe ich vermutet, als er mit knapp 3 in den Kindergarten kam und sich dort überhaupt nicht an die Gruppe anpassen konnte und auch die Kontaktaufnahme zu anderen sehr auffällig wurde. Durch seine Hyperaktivität hatten wir zuerst den Verdacht und mit 5 die Diagnose ADHS (nachdem wir inzwischen in einen sehr guten Kiga gewechselt waren). Die Anzeichen für Autismus kamen aber bei ihm immer deutlicher zum Vorschein (keine Akzeptanz von Veränderungen, kein Blickkontakt, kein Interesse an Gleichaltrigen, Aufreihen von Gegenständen etc). Auf den Autismus bin aber nicht ich selbst, sondern die Kinderärztin bei der Einschulungsuntersuchung, aufmerksam geworden, die mir zu einer Abklärung riet. Später hat die KjP in der Tagesklinik den Verdacht bestätigt. Die ASS Diagnose hatten wir dann mit 6 1/2.
LG
Svenja
Kamen diese Anzeichen erst später also nach 5 Jahren erst?
Meine Tochter hat auch Probleme sich an die Gruppe anzupassen. Sie hat dort Regeln, die sie vorher nie hatte...... Aber Routinen müssen bei ihr nicht sein....sie ist ziemlich flexibel.

Kann sowas später kommen? ;-(

Samaya1210
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Beitragvon Samaya1210 » 19.11.2018, 06:56

Als Säugling war sie ziemlich normal entwickelt. Ich weiß, dass das kein Ausschlusskriterium ist... Wollte es nur erwähnen :icon_albino:

Sie lächelt auch fast immer zurück. Versteht wenn wir sauer sind.... Wobei Trauer versteht sie wahrscheinlich noch nicht. Sie tröstet uns zb nicht. Wenn sie aber weiß wir sind sauer auf sie, will sie das wieder gut machen, bzw will in den Arm oder ähnliches. Wenn ich sie in der Kita abgebe, rennt sie drauf los..... Nur einmal hat sie sich verabschiedet :-( wenn ich sie abhole freut sie sich und gibt mir einen kuss.

Sie flattert mit den Händen wenn sie sich extrem freut. Es wird weniger.sie hat es früher extrem gemacht,jetzt kaum.

Auch wenn alles so normal aussieht in meinem Beitrag...... Irgendwie ist es das trotzdem nicht...... Vlt versteht ihr mich?

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Regina Regenbogen
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Beitragvon Regina Regenbogen » 19.11.2018, 10:07

Die Kita sagt sie hätte null Interesse an Kindern. Sie geht seit ca 2,5 Monaten hin. Und sie ist übrigens 31 Monate alt.
Dein Kind ist erst 2,5 Jahre alt und geht erst seit kurzem in die Kita. Nur, weil sie nicht mit dem Finger auf etwas zeigt, siehst du Probleme? Was du schilderst, klingt alles absolut normal für ein (verwöhntes, sorry) Einzelkind. Die wenigsten Kinder zeigen Interesse an anderen Kindern vor dem 4 Lebensjahr. Von deiner Tochter wurde doch bis jetzt gar nicht gefordert, Sachen zu benennen oder Interesse zu bekunden, ihr habt ihr (so wie es sich liest) alle Gefühle und Wünsche von den Augen abgelesen. Gib ihr im Kiga jetzt erstmal die Gelegenheit, zu lernen, was sie bisher nicht brauchte.

Entspann dich mal etwas und hör auf, dein Kind permanent mit anderen Kindern zu vergleichen.
Wenn es einen Glauben gibt, der Berge versetzen kann, so ist es der Glaube an die eigene Kraft. (Marie von Ebner-Eschenbach)

Sohn * 01/2003 - Frühkindlicher Autismus mit komorbider ADHS
Sohn * 09/2001 - ADS
Tochter * 04/1998 - nix
Tochter * 08/1989 - Peronaeusparese

rena99
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Beitragvon rena99 » 19.11.2018, 10:33

Hallo Samaya,

nun mach dich mal nicht verrückt. Ich fnde, das was du beschreibst, auch völlig normal. Die Fähigkeit, mit anderen Kindern wirklich zu spielen, kann man bei 2,5 Jährigen noch wirklich nicht erwarten. Und warum sollte das Kind auf etwas zeigen, wenn es das bereits bennen kann bzw. mit jammern ebenso das Ziel erreicht?

Also: weniger im Internet lesen und mehr Vertrauen in die Entwicklung deiner Tochter haben :-)

Gruß

Rena
Rena mit Tochter (V.a. Autismusspektrumsstörung, Zwangsstörung)
"Jeder Zwang ist Gift für die Seele." (Ludwig Börne)

Lisaneu
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Beitragvon Lisaneu » 19.11.2018, 13:53

Hallo Samaya1210,

du schreibst, deine Freundin sagt, wenn du wirklich beunruhigt wärst, hättest du längst was unternommen. Was meint sie damit? Oder was meinst du selbst, was du "unternehmen" könntest (außer eben googen)?

Ich merke, dass du massive Ängst hast, dass "irgend etwas" mit deiner Tochter nicht stimmen könnte. Die kann ich Dir leider nicht nehmen. Ich war lange Zeit der Meinung, mit meinen Jungs (beide diagnsotizierte Autisten) sei alles in Ordnung (bis auf die Gehörlosigkeit des Kleinen, die da schon bekannt war). So macht sich einer zu viele Sorge und der andere zu wenig :wink: .

Meine Jungs wurden mit 4 bzw. 7 1/2 Jahren diagnostiziert. Beim jüngeren Sohn hieß es mit 4 Jahren aber im Befund noch "VERDACHT auf ASS", obwohl der Arzt in der Befundbesprechung schon meinte, es sei sehr wahrscheinlich. Er entspricht aber auch wirklich vielen Klischees: fehlender Blickkontakt, Spezialintesse an Zahlen und Beschlägen, Tics wie Kopfzucken, ständige sprachliche Wiederholungen (in seinem Fall in Gebärdensprache), Kommunikation nur zu bestimmten Zwecken (wenn amn was will), keinerlei Interesse an anderen Kindern, kein Rollenspiele, keine WARUM-Fragen...(ich spreche von einem Alter von 4 Jahren, nicht 2 1/2!).

In dem Alter wollen viele Ärzte noch keine fixe Diagnose stellen. Die Bestätigung hatten wir erst mit 5,6 Jahren.

Beim älteren Sohn war es viel schwerer zu erkennen, weil der den gängigen Klischees nicht entsprach. Sprachlich war er immer extrem fit. Rollenspiele hat er geliebt (und liebt sie immer noch), mit WARUM-Fragen hat er mich ständig gelöchert, andere Kinder wollte er immer wieder mal zu sich einladen, Blickkontakt war nie ein Problem, Tics hatte er auch keine,...

...bei ihm merkt man es wirklich erst beim genauen hinsehen, wenn man weiß, worauf man achten muß. Seine Probleme sind hauptsächlich sozial-emotionaler Natur. Er kann ganz normale, soziale Situationen oft nicht verstehen. Außerdem hat er eine sehr geringe Frustrationsschwelle und bezieht alles auf sich (anderes Kind lacht - mein Sohn glaubt, ER würde ausgelacht).

Autismus ist eine Wahrnehmungsstörung, die man nicht "heilen" kann, man kann aber lernen, damit umzugehen. Sowohl als Eltern als auch als Kind. Es gibt viele Tipps für den Umgang mit autistischen Kindern, die auch bei gesunden, neurotypischen Kindern keinen Schaden anrichten. Zum Beispiel visualisieren (vor allem wenn sprachliche Defizite da sind) mit Fotos und Bildkarten, genaue (Tages-)Pläne, um mehr Struktur zu geben (das lieben auch die meisten gesunden Kinder), Aufforderungen in Einzelschritte zerlegen, z.B. statt "Zieh dich an!" erst mal sagen "Zieh die Unterhose an!" und wenn das passiert ist dann erst die nächste Einzel-Anweisung.

"Therapie" für Autismus gibt es im Kleinkind- und Kindergartenalter noch nicht. Man kann aber in einzelnen Bereichen, wo Defizite da sind, natürlich unterstützen (unabhängig von einer Autismus-Diagnose)

Dazu muss ein (Kinder-)Arzt die Bestätigung geben, sonst muß man das alles selbst finanzieren. Der schreibt dann z.B. auf die Überweisung SEINE Diagnose; z.B. "Störung der sensorischen Integration" bei Ergo oder "Sprachentwicklungsstörung" bei Logo oder z.B. "Entwicklungsverzögerung" bei Frühförderung.

Spezifische Autismustherapieen, z.B. Sozialkompetenzgruppen oder Kommunikationstraining richten sich meistens an Kinder ab 6 Jahre.

Spezielle Medikation für Autisten gibt es auch nicht, jedenfalls nicht pauschal. Viele Autisten kommen ganz ohne Medikamente aus. Und wenn sie welche brauchen, dann meisten, um den Alltag oder spezielle Situationen besser bewältigen zu können. Das kann z.B. bei aggressivem oder autoagressivem Verhalten der Fall sein, oder wenn das Kind ständig auf Hochtouren "läuft" und nicht zur Ruhe kommt. Aber auch Medikation ist nicht von einer Autismus-Diagnose selbst abhängig, sondern vielmehr von den spezifischen Problemen des Kinder und seiner Umwelt.

Was ich damit sagen will: du versäumst gar nichts, wenn du jetzt mal NICHTS tust. Die Verhaltenstipps für Autisten kannst du auch ohne Diagnose schadlos anwenden.

Und noch was: googeln ist eine große Gefahr. Du schreibst hier in einem Forum, wo alle Mütter (und natürlich auch Väter) zusammen sind, die auch mal ähnliche Ängste hatten wie du, und deren Befürchtungen sich bestätigt haben. Diejenigen, die diese Ängst auch mal hatten, wo sich die Kinder dann aber ganz normal weiter entwickelt haben, sind längst nicht mehr hier. Somit siehst du nur "Ach, das trifft bei uns auch zu!" und "Ja, das macht meine Tochter auch!" wenn du Beiträge von Eltern liest, deren Kinder betroffen sind, ohne dabei eine Ahnung zu haben, wie viele komplett gesunde Kinder in dem Alter das gleiche Verhalten gezeigt haben.

Als mein älterer Sohn 4 Monate alt war, hatte er einen Nabelbruch. Sah schlimm aus und hat mir große Angst gemacht. Ich habe dann gegoogelt und alles mögliche von schweren Operationen und Komplikationen gefunden. Bin dann ziemlich panisch mit ihm ins Krankenhaus, wo ihn ein Arzt angeschaut hat, der nur lässig meinte "Kommen wie wieder, wenn das noch so aussieht, wenn er ein Jahr alt ist!".

Ich war völlig verständnislos für so eine beschwichtigende Reaktion und sah mein Kind schon vor meinem geistigen Auge auf dem OP-Tisch. Naja, und nicht mal 3 Monate später hatte sich alles verwachsen. Tut es angeblich in über 90% der Fälle. Nur ICH hatte ja beim googlen nur die knapp 10% gefunden, wo das nicht der Fall gewesen war!

Ich hoffe, du weißt, worauf ich hinaus will :wink: ! Alles Gute!
Sohn 3/2010 hochfunktionaler Asperger-Autist + ADHS
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Lisaneu
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Beitragvon Lisaneu » 19.11.2018, 14:11

Hallo Samaya1210,

einen Buchtipp habe ich noch für dich: "Babyjahre" von Remo H. Largo. Da wird die GANZ NORMALE Entwicklung vom Baby zum Kleinkind detailliert beschrieben. Es gibt in dem Buch keine Pauschal-Angaben, in welchem Alter ein Kind was können oder machen "sollte". Statt dessen wird auf die ganze Vielfalt in der Entwicklung gesunder Kinder eingegangen. Das Buch ist sehr detailreich und deckt alle Bereiche der Entwicklung ab: Bindungsverhalten, Sprachentwicklung, Sozialverhalten, motorische Entwicklung, Schlafenverhalten, essen, Sauberkeitsentwicklung,... :D
Sohn 3/2010 hochfunktionaler Asperger-Autist + ADHS
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Beitragvon HeikeLeo » 19.11.2018, 14:30

Sie zeigt nicht auf etwas, wenn sie es will. Wenn sie das Wort kennt benutzt sie das Wort
Das kenne ich von meinen autisten anders. Auch wenn sie einem total viel erzählen können, das Zeigen gewinnt tendenziell. Gegebenenfalls auch mit meinem Arm. Dann bin ich das Werkzeug. Das nennt man dann auch Werkzeugbeziehung.

Und ich muss meinen Vorschreiberinnen Recht geben. Mit 31 Monaten wird autismustypisch praktisch nichts angeboten. Ich hatte diese Sorge auch, auch beim ersten Kind. Und ich wollte nichts verpassen. - Die fertigen Angeboten, die man einkaufen kann, existieren praktisch nicht. Was möglich ist, ist das, was man auch sonst mit kleinen Kindern machen kann. Und da kannst Du das ganze Register ziehen: Bilderbücher, Lieder, Spielplatz, Sporteln, Basteln, Malen, Baden, Fingerfarben, Seifenblasen....

Liebe Grüße
Heike


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