Können wird nicht gezeigt - zu sehr behütet?

Hier könnt ihr euch rund ums Thema Autismus austauschen.

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HeikeLeo
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Beitragvon HeikeLeo » 14.11.2018, 16:12

Liebe MammavonSarah,

Zu Beginn der 4. Klasse hat die komplette Lehrerschaft gewechselt. Damit kommt sie gut klar.


Du gibst doch die Antwort schon selbst, warum es klemmt.

Bei so einem riesigen Wechsel muss ich bei meinem immer von Null neu aufbauen. Das geht zwar schneller als beim ersten Mal. Aber es heißt trotzdem in winzigen kleinen Schnritten neu starten.

vermutlich auch auf Grund des unpassenden Montessori Systems schwer gefallen.


Du hast offenbar schon immer die Mängel von anderen kompensieren müssen. Das Montessori System ist für meine Autisten auch vollkommen ungeeignet. Da gehen sie mit Pauken und Trompeten unter. Leider können hartgesottene Montessori-Pädagogen nichts anderes, als die Kinder die Welt selbst erforschen lassen. Das funktioniert bei Kinder, die das Rad nicht neu erfinden wollen, einfach gar nicht. Deshalb hast Du ja schon so vieles gemacht.

Nun hat sie durch liebevolle Unterstützung von zuhause glücklicher Weise aufgeholt. Das bedeutet, dass sie tatsächlich Lesen, schreiben und rechnen gelernt hat. Sie beherrscht den Stoff tatsächlich.



Ergo und Physio reichen uns noch heute weiter wie eine heiße Kartoffel.
Warum glaubst Du, dass es in der Schule anders läuft? Nur, weil Dir mit salbungsvollen Worten begegnet wird. Deshalb sind die noch lange nicht richtig.

sie kann es leider nicht begründen.
Sie weiß auch nicht, warum sie in Mathe nicht einfach das gemacht hat, was da stand. (obwohl sie es verstanden hat und konnte)
Verstanden hat sie den Arbeitsauftrag jedes Mal.

Die Erklärung wäre jetzt hier Aufgabe von Therapeuten oder Therapeutinnen. Die reichen Euch offenbar weiter. Da hilft erstmal nichts, als selber machen. Die Angelegenheiten wieder in winzige Schritte zerlegen und neu anstarten. Wenn Du die Tasks mal drauf hast, kannst Du sie gegebenenfalls auch mal delegieren, um Dir selber Luft zu machen.

ob der Weg der liebevollen, konsequenten Erziehung die auf gegenseitige Wertschätzung und Annahme des anderen so wie er ist, für eine autistisches Kind überhaupt zielführend sein kann.

Das ist der einzige Weg und er führt eben so weit, wie das Schicksal Autismus es zulässt. Autismus ist nun mal nicht ein Pappenstiel. Autismus ist eine ernsthafte Angelegenheit. Daran ist das Kind aber nicht Schuld, sondern daran leidet sie ja noch mehr. Sie kann noch nicht einmal raus aus ihrer Haut. Da kannst zur Not auch mal jemand anderen abstellen, sie aber nicht.

Und dann spielst Du tatsächlich mit dem Gedanken, ihr à la Elternschule auch noch einen drauf zu setzen. Du hast es bisher sicher richtig gemacht.

Jetzt ist eben ein Lehrerwechsel da. Da musst Du offenbar das ganze Lehrerteam wieder schulen oder jemanden finden, der das für Dich macht. Autismusbeauftragte? Ist es eine private Montessori-Schule? Sind die Autismusbeauftragten auch für Privatschulen zuständig? Ihr habt offenbar eine Diagnose. Wer hat die ausgestellt? - Kann dieserjenige eventuell helfen?

Kleine liebevolle Schritte ist mit Sicherheit der EINZIGE Weg. Aber gerade ist es schwer.

Liebe Grüße
Heike


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