Diagnostikergebnis in Anlehnung an DSM 5

Hier könnt ihr euch rund ums Thema Autismus austauschen.

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Juli2014
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Beitragvon Juli2014 » 30.11.2018, 15:58

Hallo Alex,

ich meine eigentlich (meistens) genau das, was ich schreibe :wink:

Was ich bei meinem Post gemeint habe, ist manchmal die Schwierigkeit bei Ämtern, etwas bewilligt zu bekommen. Bei uns hat dann bei SBA und PG erstmal die Verdachtsdiagnose ausgereicht, um beides mehr oder weniger befriedigend zu bekommen. Wenn aber das Schulgedöns bei uns ansteht, bin ich wahrscheinlich auf mehr Unterstützung angewiesen bzw. auf eindeutigere Berichte. Aber vor diesem Abschnitt steht jetzt erstmal die Therapie bei der Diagnostikstelle (KJP) und ein erneuter Test an und das ist 2019/20 der Fall.
Bis dahin kann noch vieles passieren - ich hoffe, nicht so viel Negatives!

Zum Thema ex. Sprachentwicklungsstörung: Hast Du da die Geburtsakte eingesehen oder weißt Du das selber noch? Würde mich nämlich in unserem Fall auch interessieren :wink:

Gruß Stephy
Stephanie (1976), Autistin und Julian (2014),Autist, ADHS; PG 4, SBA 80 mit B, G und H; Vorschulkind mit großer Zahnlücke...ein begnadeter Sänger und ein süßes Riesenkind mit einem tollen Lachen!

Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar. (Antoine de Saint-Exupéry)

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Alexandra2014
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Beitragvon Alexandra2014 » 01.12.2018, 08:35

Da sich aber im Laufe der Zeit viel verändern kann, insbesondere an den intellektuellen Fähigkeiten, ist es möglich, dass er in eine andere Unterschublade rutscht. So wie viele andere autistische Kinder auch, die halt einfach älter weerden und sich der IQ verändert bzw. besser messbar wird. Verstehe ich das so richtig, Alex?
Hallo Juli,

ich bezog mich mit meiner Antwort auf deine obige Frage. Also mit „ich weiß nicht, ob es so gedacht ist, wie du schreibst...“ bezog ich mich auf die neuen Diagnoseunterteilungen im ICD 11. :lol:
Du fragtest ja, ob du das so richtig verstehst und das kann ich dir nicht beantworten. Vielleicht ist es so, wie du es beschrieben hast... fänd ich auch gut!

Die Geburtsakte habe ich eingesehen, ja. Warum fragst Du?

Gruß
Alex
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral

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Beitragvon Dani+Feli » 01.12.2018, 21:23

Hallo Zusammen,

Der MBAS hatte nur 72 bei Feli ergeben.
Über Cut Off 103 wäre Asperger?

Der ADOS wird wiederholt, wegen zu großen Ängsten beim ersten Versuch.
Was ist, wenn beim ADOS auch wieder zu niedrige Cut Off rauskommen?

Kann man die Diagnose ASS trotzdem bekommen, weil die Verhaltensweisen
in fremden Situationen bei Feli so aussehen?

Ich weiß nicht, ob die Dyspraxie oder der Autismus zu erst da war?

Ist das vielleicht egal, weil die sozialen Probleme jetzt stärker werden?

Jetzt steht im alten Bericht MAKS nach ICD 10:
F 93.8 / F 80 / F 81 / F 82 / G 40 / P94

Gute Therrapien laufen schon an.

Ob er nun die Diagnose ASS bekommt, kann ich nur hoffen.

LG Dani
Sohn 14J alt: Epilepsie, Dyspraxie, ASS
Mama 46J alt: Psoriasis-Arthritis, Arthrose
Tochter 16J alt: Migräne, chron. Sinusitis

Juli2014
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Beitragvon Juli2014 » 02.12.2018, 07:02

Hallo,

@Alex: Dann habe ich Dich wahrscheinlich missverstanden oder wir haben aneinander vorbei geschrieben :lol: So habe ich es gemeint, ja!
Ich stelle immer wieder fest, dass Julian sich immer mehr auf einen anderen ICD-Code zubewegt - natürlich völlig unabsichtlich :wink: und dass er damit aber fast schwieriger im Umgang wird! Gestern hat er mir z.B. "verboten" in den Keller zur Waschküche zu gehen, um Wäsche zu waschen. Er wollte alleine zu seinem Vater runter, der etwas am Auto gemacht hat und hat mich schon an der Wohnungstür (8-Parteien-Haus) zurückgedrängt und gesagt: Nein, Mama, Du darfst nicht in den Keller!
Das hat er vor 1 Jahr noch nicht gemacht, da er auch sprachlich nicht so weit war. Doch jetzt kommen immer mehr solcher Sätze und Verbote seinerseits :cry: , meistens mir gegenüber und manchmal weiß ich nicht, was ich machen soll?! Er wird dann auch körperlich und er ist jetzt schon sehr groß und hat Kraft! Mir graut´s vor der Pubertät -was kommt dann da?!

@Dani: Vielleicht hat er ja auch kein Asperger? Der MBAS ist doch ein anderer Test als der ADOS, oder? Beim ADOS kann ja noch allgemein ASS herauskommen (wie bei meinem Sohn) und dann wird aber noch das ADI-R bzw. die ganzen anderen Fragebögen zugrunde gelegt und dann alles ausgewertet! Wenn das Ergebnis insgesamt passt, dann kommt halt ASS heraus, anstatt Asperger :wink: Oder wäre das für Dich schlimm?
Sieh mal, Alex und ich haben (also unsere Kinder) den 84.8 ICD-Code, aber unsere Kinder könnten auch den Einen oder Anderen Code haben bzw. bekommen, da es sich verändert!
Was das neue ICD 11 alles mit sich bringt, wird wohl noch alles eine ganze Weile dauern. Aber unsere Kinder sind schon jetzt im Autismusspektrum und da bin ich einfach gespannt, wie das in Zukunft abläuft; ob eine total andere Diagnose gestellt wird oder ob sie nur angepasst wird. Bei uns käme es 2020 evtl. dazu, da Julian da wieder getestet werden soll (vor Schulbeginn)!

Gruß Stephy
Stephanie (1976), Autistin und Julian (2014),Autist, ADHS; PG 4, SBA 80 mit B, G und H; Vorschulkind mit großer Zahnlücke...ein begnadeter Sänger und ein süßes Riesenkind mit einem tollen Lachen!

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Beitragvon Alexandra2014 » 02.12.2018, 11:47

Hallo Zusammen,

Der MBAS hatte nur 72 bei Feli ergeben.
Über Cut Off 103 wäre Asperger?

Der ADOS wird wiederholt, wegen zu großen Ängsten beim ersten Versuch.
Was ist, wenn beim ADOS auch wieder zu niedrige Cut Off rauskommen?

Kann man die Diagnose ASS trotzdem bekommen, weil die Verhaltensweisen
in fremden Situationen bei Feli so aussehen?

Ich weiß nicht, ob die Dyspraxie oder der Autismus zu erst da war?

Ist das vielleicht egal, weil die sozialen Probleme jetzt stärker werden?

Jetzt steht im alten Bericht MAKS nach ICD 10:
F 93.8 / F 80 / F 81 / F 82 / G 40 / P94

Gute Therrapien laufen schon an.

Ob er nun die Diagnose ASS bekommt, kann ich nur hoffen.

LG Dani
Hallo!

Beim MBAS hatte mein Kind einen Wert von 134. Durch die Sprachprobleme ist Asperger fraglich, aber nicht ausgeschlossen. Denn die Sprachprobleme können auch durch die Epilepsie verursacht worden sein und müssen nicht zwingend einer Asperger Diagnose entgegenstehen.
Das wird sich aber nicht sicher aufdröseln lassen und ich denke, deswegen geht man weg von der Unterteilung von Asperger, frühkindlich und atypisch...

Ob der MBAS zwingend für eine ASS Diagnose über dem Cut off sein muss, kann ich dir leider nicht beantworten...

Gruß
Alex
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Beitragvon Alexandra2014 » 02.12.2018, 12:14

Habe gerade folgendes im Ärzteblatt gefunden, was den ICD Schlüssel 84.8 erklärt! :wink:

Die wichtigsten tiefgreifenden Entwicklungsstörungen nach ICD-10 sind in Kasten 1 (gif ppt) aufgeführt. Unter Autismus-Spektrum-Störungen werden insbesondere der frühkindliche Autismus (F84.0), das Asperger-Syndrom (F84.5) und der atypische Autismus (F84.0) zusammengefasst. In einer weiteren Definition werden alle tiefgreifenden Entwicklungsstörungen (F84.8) darunter subsumiert. Bei diesem Konzept wird davon ausgegangen, dass verschiedene autistische Störungen sich nicht kategorial voneinander unterscheiden lassen, sondern auf einer Dimension anzuordnen sind. Das heißt, sie unterscheiden sich lediglich quantitativ, nicht jedoch qualitativ voneinander. In Tabelle 1 (gif ppt) sind die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der verschiedenen Autismus-Spektrum-Störungen aufgeführt.
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral

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Beitragvon Alexandra2014 » 02.12.2018, 12:22

Dies hier erklärt wiederum, warum Autismus auch in Folge von Komplikationen bei der Geburt vorkommt, bei fehlender genetischer Vorbelastung...

„Die bislang vorliegenden Ergebnisse sprechen jedoch für die Beteiligung folgender Faktoren an der Entstehung von Autismus-Spektrum-Störungen: Genetische Faktoren, Hinschädigungen oder Hirnfunktionsstörungen, biochemische Anomalien, assoziierte körperliche Erkrankungen, neuropsychologische Defizite sowie die Wechselwirkung dieser Faktoren (5–7).“

Zitat Ärzteblatt

Dazu gibt es ja auch einen Thread hier im Forum.
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral

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Verhaltensauffälligkeiten

Beitragvon Dani+Feli » 13.12.2018, 19:33

Hallo Zusammen,

Im aktuellen ADOS, ist Feli über den Cut OFF gekommen und würde nun endlich auch die Diagnose ASS bekommen.

Wir haben ja schon eine Autismustherapie, aber ich bin trotzdem erleichtert, Felix Probleme besser einordnen zu können.

Somit bekommt er doch später vielleicht mehr Hilfen oder Unterstützung mit dieser Diagnose ASS bei der Eingliederungshilfe, oder?

Kann mir jemand vielleicht sagen, ob die Tagträumerrei eher zu Autismus oder eher zum ADS gehört?

Und sind zusätzliche Armbewegungen gleich Tics?

Dake euch!

LG Dani
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