Wohin mit dem Kind?

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

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Rita2
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Beitragvon Rita2 » 13.11.2018, 20:43

Hallo Melsch,

zum Thema I-Kraft paßt sehr gut der angehängte Artikel von diesem Thread https://www.REHAkids.de/phpBB2/viewtopi ... highlight=

Ich kann auch verstehen, daß der Kiga Unterstützung braucht. Aber die braucht er doch eigentlich jetzt und nicht erst im nächsten Kiga-Jahr.

Ein I-Helfer könnte wahrscheinlich wirklich die Lösung sein. Rede doch mal mit der neuen Leitung, wenn diese so gut ist.

Viel Erfolg
Rita
Rita mit Sohn *Dezember 1995, ohne Diagnose,
cerebrale Koordinations- und Tonusregulationsstörung mit Zehenspitzengang, kognitive und sprachliche Entwicklungsstörung, süßer Bengel

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MelSch
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Beitragvon MelSch » 14.11.2018, 17:38

IsaVincent hat geschrieben:Hallo MelSch
ich habe das sehr aufmerksam gelesen und ich schreibe mit folgendem Verständnis: mir scheint, es ist nur der Wunsch des KiGas, dass dein Kind woanders hingehen soll?
Wenn es nicht Dein und nicht der Wunsch deines Kindes ist, den KiGa zu wechseln, dann ist nach den Inklusionsgesetzen und der UN-Behindertenrechtskonvention kein Grund gegeben, deinen Sohn an eine andere Kita zu verweisen und ihm zuzumuten, dass er aufgrund seines Seins ein anderes Umfeld, andere Kinder, andere Erzieher, andere Räume bewältigen sollte. ASS braucht doch Beständigkeit, oder? Jedes Kind braucht Beständigkeit und wenig Betreuungswechsel. Es ist das Recht deines Kindes in der Bildungseinrichtung zu sein, die ihm gut tut. Wenn er mehr Betreuung braucht, als der WaldKiga leisten kann, dann wäre es eine gute Idee, wenn der WaldKiga das gegenüber dem Sozialamt erläutert (und nicht die Mutter des "zuuuuuu" komplizierten Kindes)


Hallo!

Der KiGa und der Fachdienst (1 mal pro Woche für eine Stunde) sind der Meinung, daß er wechseln soll. Die neue Leitung ( seit September) ist nicht ganz dieser Meinung, kennt mein Kind aber erst seit 2 Monaten...

WIR ELTERN und UNSER KIND wollen weiter den WaldKiGa.

Ah, ich dachte, ich müßte schon wieder betteln und den Antrag auf I-Kraft stellen. Dann sollen das gern die Erzieherinnen übernehmen! 👍

Danke dir und viele Grüße,
MelSch

MelSch
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Beitragvon MelSch » 14.11.2018, 17:41

Rita2 hat geschrieben:Hallo Melsch,

zum Thema I-Kraft paßt sehr gut der angehängte Artikel von diesem Thread https://www.REHAkids.de/phpBB2/viewtopi ... highlight=

Ich kann auch verstehen, daß der Kiga Unterstützung braucht. Aber die braucht er doch eigentlich jetzt und nicht erst im nächsten KiGajahr


Hallo!

Stimmt eigentlich! Soooo schlimm kann es dann ja nicht sein, oder?😉

Ich werde es ansprechen!

Danke und liebe Grüße!
MelSch

svennie
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Beitragvon svennie » 14.11.2018, 19:36

Hallo Mel,
mein Sohn hatte ähnliche Probleme, im Kiga klarzukommen und hat auch Deimem Sohn sehr ähnliche Verhaltensweisen in dem Alter gezeigt. Oft war er nur schwer zu bändigen etc. Das Beste, was wir machen konnten, war einen Antrag auf eine I-Kraft zu stellen. Bis diese dann kam, hat es 6 Monate gedauert. Sie hat dies Erzieherinnen entlastet und viel mit Finn in Kleingruppen gemacht. In Stresssituationen hat sie ihn aus der Gruppe genommen. Wir hatten das Glück, dass sie auch ausgebildete Ergotherapeutin war. Ich würde Dir empfehlen, diesen Weg zu gehen. Ein Wechsel in einem anderen Kiga bringt Deinem Sohn wahrscheinlich keinen Vorteil. Da die I-Kraft eine Form der Eingliederungshilfe ist, müsst Ihr als Eltern sie selbst beantragen!
LG
Svenja
Sohn 10/2011: Asperger, hyperkinetische Störung, umschriebene Entwicklungsstörung der motorischen Funktionen, PG 2

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Beitragvon Engrid » 14.11.2018, 22:12

Stimmt eigentlich! Soooo schlimm kann es dann ja nicht sein, oder?😉

Ich werde es ansprechen!
Ich würde andersherum ansetzen. Es wäre sinnvoll und hilfreich, die I-Kraft nicht erst zum neuen Kiga-Jahr zu beantragen, sondern gleich.

Grüße
Engrid
mit Sohn vom anderen Stern (frühkindlich autistisch)
"Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind, wir sehen sie wie wir sind." (Anais Nin)

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Beitragvon Anja68S » 15.11.2018, 16:16

Hallo,

also unser frühkindlicher Autist ging in den Waldkiga, nachdem er im
normalen rausgeflogen ist. Zuerst war es eine kleine Gruppe, ca. 7 Kinder.
Zur Unterstützung bekam er stundenweise eine Heilpädagogin, die ihn
in die Gruppe integriert hat. Zusätzlich hatte das Amt auch noch eine
Integrationskraft bewilligt (was wir gar nicht wollten), sie hat dann wie
eine normale Erzieherin fungiert.
Gerade die reizarme Umgebung war für ihn perfekt.
Ich muss aber auch sagen, daß die Erzieherinnen sehr engagiert waren.

GLG
Anja
Wir sind so gerne in der freien Natur, weil diese keine Meinung über uns hat.
Nietzsche
___________
*68
*2003 Tochter, Zicke
*2007 Sohn, partielle Tetrasomie 15, frühkindlicher Autismus
*2010 Sohn, Trotzphase

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Beitragvon MelSch » 16.11.2018, 07:21

Hallo!

Dann werden wir mal eine I- Kraft ins Auge fassen! Ich bespreche das natürlich mit dem KiGa und dem SPZ. Aber unser Wunsch, und sicher auch der unseres Sohnes!, ist es, daß er im Wald bleibt.

Eben auch wegen den Rückzugsmöglichkeiten und der Umgebung.

Vielen Dank für eure Hilfe!
Liebe Grüße,
MelSch

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Beitragvon TimsMama2009 » 16.11.2018, 09:47

Hallo MelSch,
ich bin davon ausgegangen, dass das Thema I-Helfer schon durch ist - daher hab ich es nicht erwähnt, denn ich sehe darin auch die Möglichkeit das ganze zu lösen. Die Erzieherinnen stehen nicht mehr so unter Druck und ein guter I-Helfer/in bekommt vielleicht einen guten Draht zu eurem Sohn und kann ihn auch emotional unterstützen.

Einen Versuch ist es wert und das würde ich auch direkt angehen..

Lieben Gruß und viel Erfolg!
Nicole
Grüße von Nicole (*72) und Tim (*09), Lissenzephalie, Balkenagenesie, Erweiterung der Seitenventrikel, seit Febr. 2010 West-Syndrom (nicht anfallsfrei mit auffälligem EEG) und seit Nov. 2013 PEG - kann nicht sprechen, nicht laufen, nicht sitzen, nicht krabbeln - ABER unser Li-La-Launebär
unsere Vorstellung: http://www.REHAkids.de/phpBB2/viewtopic ... 66#1229866
- Wer Schmetterlinge lachen hört, der weiss wie Wolken schmecken -

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Beitragvon _Marta » 16.11.2018, 11:39

Hallo Mel,

ich konnte aus Zeitgründen jetzt nicht alles lesen, trotzdem hätte ich auch noch einen Vorschlag:

MelSch hat geschrieben:Hallo!
Der KiGa meint, daß unser Kind sozial-emotional besser gefördert werden muß und sie das in einer Gruppe mit 17 Kindern nicht können. 17 ist eh eine kleine Gruppe, aber sie halten eine Gruppe von 6-8 Kindern für optimal.


Wir mussten nach einem Umzug den ersten KiGa wechseln, und haben erst da gemerkt, WIE gut der erste war. Obwohl ich immer mit offenen Karten gespielt habe, waren die 2 folgenden wirklich nicht gut fürs Kind. Und zumindest beim einen war vor allem der schlechte Betreuungsschlüssel ein Problem - da kommen die Erzieher halt nicht gegenan. Deshalb: Wenn er dort glücklich ist und die Erzieher sonst OK, würde ich einfach bleiben.

Bei uns ist und war das Thema sozial-emotional ein Riesenthema. Auch für meinen Sohn wären Gruppen mit 6-8 Kindern optimal - so was gibt es bloß nicht. Zumindest nicht in unserem Umfeld. Dass sich die Erzieher Unterstützung wünschen, ist verständlich. Und außer einer KiGa-Begleitung gibt es noch die Möglichkeit, dass eine Ergotherapeutin vor Ort SKT (Soziales Kompetenztraining) einige Stunden die Woche macht. Das wird vom Kinderarzt oder SPZ verschrieben. Das wäre vielleicht auch noch eine Möglichkeit, die Erzieher etwas zu entlasten.

Gruß von Marta
Sohn *09/10, Frühgeburt
F90.0G, F84.1V, Entwicklungsverzögerung Feinmotorik, HB, Funktionsniveau: 3 - 4

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MelSch
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Beitragvon MelSch » 19.11.2018, 14:27

Hallo!

Danke euch!
Das hilft mir alles sehr!

Noch eine Frage:
Gehört es bei einem I- Kind nicht auch dazu, extra zu schauen, ob es genügend trinkt und ihm auch die Handschuhe anzuziehen, bevor die Finger abfrieren?🤔
Das sind seine bekannten Baustellen - es liegt eine Temperaturregulationsstörung und eine gestörte Körperwahrnehmung vor.

Danke und liebe Grüße!
MelSch


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