Rechtslage zum Angurten im Bett?

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

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Jörg75
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Beitragvon Jörg75 » 14.11.2018, 19:56

Moin Torben,
Torben.Z hat geschrieben: Ich habe mir im Internet jetzt mal diese Kayserbetten angesehen und das könnte wirklich die Lösung sein. Was kostet denn so ein ausbruchsicheres Bett? Leider fand ich keine Preise dazu auf der Seite.

das sind Pflegebetten, die in der Regel auf ärztliche Verordnung von der Krankenkasse übernommen werden.

Als Preise kannst Du bei "Privatanschaffung" mal so ganz grob über den Daumen 5.000,- Euro plus/minus kalkulieren - je nach Ausführung und Ausstattung auch noch mehr.

Gruß
Jörg
K., *2013, Extremfrühchen (27. +3 SSW), ICP, GdB 100 G aG H B, PS II+/ PG 4
J., *2016, aktuell keine Besonderheiten

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lisa schrenk
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Beitragvon lisa schrenk » 15.11.2018, 06:14

Moin Torben,

die Betten kosten so um 5.000 Euro. Deine Freundin sollte versuchen über die Kk das bezahlt zu bekommen. Ein Attest vom Kinderarzt oder Kinderpsychologen ist da hilfreich. Kayerbetten berät auch.

LG Lisa
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Sie ist stark entwicklungsverzögert und hat Pseudo Lennox. Sonst ist sie ein liebes, fröhliches Kind, das uns viel Freude macht.

konik
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Beitragvon konik » 15.11.2018, 07:45

Hallo Torben ,


Bei den Betten kommt es sehr drauf an hat das Kind einen Pflegegrad ? Wenn nicht sollte sie das unbedingt beantragen .
Denn die Hilfen die man hat sind wenig und wenn man ein Kind hat das so viel Probleme hat steht einem das zu.
Der Alltag ist schwierig , die Nächte genauso . Als Mutter braucht man dringend Entlastung . Hat das Kind einen Grad kann die Mutter Geld abrufen für Betreuung .
Aber eben auch viele Andere Dinge können dann besser geregelt werden.
Falls die Mama Hilfe braucht hier findet sie sie .

Die Pflegebetten können verordnet werden .
Das Sanitätshaus kommt dann und wird es so aussuchen wie es für den Jungen perfekt passt.

Es gibt die Betten auch im Sonderbau ratsam ist auf jedenfalls gleich die größte Größe zu nehmen denn das Ganze ist etwas Kampf unsehr letztes Bett über die KK ( größte Größe ) kam auf 14000 Euro! Ein Wahnsinn . Aber Hilfsmittel sind immer sehr teuer.
Wer privat so ein Bett kauft hat andere Preise.
U d da Ei fällt mir noch was ein, essen ist oft auch schwierig , dabei können Therapiestühle helfen .

Viel Spaß bei der Übernachtung

LG

Konik

SusanneX2
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Beitragvon SusanneX2 » 15.11.2018, 08:27

Hallo Torben,

da hast Du Dir wirklich sehr viele Gedanken gemacht und die Lösungsansätze, die hier aufgezeigt worden sind, helfen hoffentlich mit der Zeit weiter.
Ich möchte hier nur noch eine Alternative zu den Kayserbetten nennen und zwar die von Savi. Ein solches Bett ist sicher schöner als die Gurtlösung.
Hierzu möchte ich noch auf einen mehrfach von Dir genannten Punkt hinweisen. Auch wenn der Junge dann statt eines Gurtes ein "Pflegebett" hat, muss er dennoch nachts nach seiner Mutter rufen, wenn er auf die Toilette muss. Es mag sein, dass es bei deinem Kind dann vielleicht "zu spät" wäre. Aber das wird sich wohl auch in Zukunft in dieser Situation kaum verhindern lassen. Denn wenn man hier ein Bett nimmt, wo er selber nachts zur Toilette gehen kann, ist es ja nicht "ausbruchsicher". Worauf ich hinaus will, ist, dass es vermutlich noch eine Weile eine Einschränkung sein wird. Zumindest so lange, wie das Schlafwandeln und die Agressivität beim Wecken anhält. Wenn auch eine deutlich Bessere als Vorher.

Ich wünsche Dir viel Erfolg bei Deinem Unterfangen.

Viele Grüße

SusanneX2
S. mit E. (2010) Rolli-Kind mit Epilepsie (Lennox-Gastaut-Syndrom) und globaler Entwicklungsverzögerung --> bilaterale Cerebralparese, ausgeprägte dystone Komponente (Ataxie + Athetose)

Michaela44
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Beitragvon Michaela44 » 15.11.2018, 08:42

Vielleicht wäre es sinnvoll, zunächst wenige hundert Euro in eine Sensormatte oder in einen Bewegungsmelder zu investieren, um zu gucken, ob es reicht, anstatt das Kind gleich über Nacht einzusperren. So einen Sensor kann man auch mit in den Urlaub nehmen. Es geht dabei ja nicht darum, der Mutter die Angst zu nehmen, sondern dem Jungen größtmögliche Teilhabe und Selbstbestimmung zu geben und nur soweit medizinisch notwendig einzugreifen.

Stellt euch mal vor, so eine Matte reicht, und "nur" weil die Mutter zu viel Angst hat und der Junge daran gewöhnt ist, muss er in so einem Bett schlafen und glaubt, er benötigt es.

Er ist morgens beim Wecken aggressiv? Das hatte ich überlesen. Woher kommen diese Aggressionen? Ist er vielleicht übermüdet, weil er nachts nicht richtig schläft? Wurde mal ein Schlaf-EEG gemacht (so heißt das glaube ich)? Es wird doch sonst so oft in den Threads empfohlen.
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Beitragvon Engrid » 15.11.2018, 10:07

Hallo,

bin hier ganz bei Michaela. Ich hoffe, die Mutter ist einigermaßen eingebunden, sie und das Kind haben Hilfen, Pflegegrad, Diagnostik, Therapien, wo nötig, und involviert ist nicht bloß der KiA, der vor Jahren zu einem Gurt im Bett riet.
Der Weg muss immer sein: möglichst viel Teilhabe, möglichst viel Selbständigkeit.
Aggressionen sollten möglichst verhaltensmässig bearbeitet werden, nicht mit Fixierung „gelöst“. (Auch juristisch ist ja die Fixierung die „Ultima Ratio“)

Konkretes kann man von hier aus gar nicht beurteilen, und wir wollen ja auch nicht über Dritte spekulieren.

Grüße
Engrid
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Beitragvon Torben.Z » 15.11.2018, 19:32

Hallo,

Vielen Dank für alle Nachrichten.
Die Preise schocken mich erst mal. Von 5k – 14k hätte ich jetzt nicht erwartet.
Das Kind hat keinen Pflegegrad und ich fürchte es gibt hier auch einige Missverständnisse.
Der Junge ist zwar etwas Entwicklungsverzögert, jedoch kein Autist. Ob man trotzdem einen Pflegegrad beantragen kann, weiß ich nicht. Das Kind hat ja nun nicht so viele Probleme, außer dem schlafwandeln und der verzögerten Entwicklung. Vielleicht sollte man wirklich erst diese Sensormatte testen, da diese wohl leichter zu erhalten ist und weniger Kostenintensiv.
Der Alarm würde aber immer losgehen, auch wenn der Junge nur zur Toilette will und nicht schlafwandelt? Ich würde so ein Bett auch nicht begrüßen, liebe Michaela, um der Mutter irgendeine Angst zu nehmen, sondern um dem Jungen auch weiterhin das Gefühl zu vermitteln, dass er sicher ist und nicht unbewusst weglaufen kann. Die Ängste der Mutter spielen in meinen Überlegungen nur eine geringe Rolle. Auch hier gibt es noch ein Missverständnis. Der Junge ist nicht morgens Aggressiv, wenn man ihn weckt. Er ist dann Aggressiv, wenn er schlafwandelt und man ihn aufhalten will, so zumindest hab ich seine Mutter verstanden. Sie meinte auch, dass er einen Schock erleidet, wenn man ihn dann aufweckt, während er schlafwandelt. Von einem Schlaf- EEG ist mir nichts bekannt.

Lg Torben

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Beitragvon Engrid » 15.11.2018, 20:03

Lieber Torben,

ich finde das super, wie Du Dich kümmerst.

Ganz klare Sache: Wenn das Kind keine wesentliche Beeiträchtigung hat, dann ist eine nächtliche Fixierung nicht in Ordnung, und langfristig schon gar nicht. Da gibt es nichts zu deuteln.

Grüße
Engrid
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Beitragvon grace » 15.11.2018, 21:39

Hallo Torben,

Ich finde es gut das du dich informiert hast und kann deine Bedenken verstehen, ABER, du solltest jetzt aufhören weiter über diese Mutter und ihren Sohn zu schreiben und andere User zum Spekulieren anregen.

Nichts dagegen wenn hier mal kurz über Dritte diskutiert wird, aber ich finde das geht jetzt zu weit, die Mutter ist hier nicht angemeldet und du bist auch schon mehrfach missverstanden worden (nicht deine Schuld) da wird dann schnell noch was dazugedichtet und am Ende kommt ein ganz falsches Ergebnis dabei raus.

Nicht falsch verstehen, ich weis du meinst es gut, aber REHAkids ist ein großes öffentliches Forum und ich würde es gar nicht mögen wenn andere hier ohne mein Wissen über mich und meinen Sohn schreiben würden, du und alle anderen User bestimmt auch nicht.

L G

Grace

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Beitragvon itsy » 16.11.2018, 06:35

Hi

https://www.bett1.de/infoportal/glossar ... -die-nacht

ich denke, dies ist ein sehr aufschlussreicher Artikel darüber.

lg
ines


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