Fahrtkostenerstattung

Mit einem besonderen Kind sind Eltern oft Dauergäste beim Kinderarzt. Hinzu kommen Krankenhausaufenthalte und Besuche bei Spezialisten und im Sozialpädiatrischen Zentrum.
Welche Untersuchungen machen Sinn? Wo ist mein Kind in guten Händen? Zahlt die Krankenkasse alle Behandlungen? Fragen über Fragen...

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sandra8374
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Beitragvon sandra8374 » 25.11.2018, 22:40

Hat der Jüngste mit ADHS einen SBA?
LG Sandra

S+F mit PT(*00 FAS, Microdelitation 16p11.2, ADHS, GB, Z.n.Absencen?, Sehfehler, Lordierung LWS, Skoliose 17,8%, Beckenschiefstand, Hüftkontraktur, Korsettversorgung, mit SBA 90 HBG) u. PS (*01 ADS, GB, Sehfehler, Knick-Senk-Füße, Z.n.Epilepsie, mit SBA 60)

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Gesa
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Beitragvon Gesa » 25.11.2018, 23:24

nein, es ist noch zu frisch diagnostiziert.

Dirsan
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Beitragvon Dirsan » 26.11.2018, 08:58

Kaja hat geschrieben:Hallo,

die Regelung dazu findet sich in § 60 SGB V und in der Krankenfahrtenrichtlinie.

https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__60.html
https://www.g-ba.de/downloads/62-492-14 ... -12-23.pdf

Fahrten zur stationären Behandlung werden grundsätzlich übernommen, Fahrten zur ambulanten Behandlung bei Personen mit "aG, "H", oder "Bl" bzw. Pflegegrad 3, 4 oder 5.

Viele Grüße Kaja


Bitte nur einmal für mein eigenes Verständnis:

- Es geht ausschließlich um ambulante Fahrten zum Krankenhaus?
- Oder sind es auch Fahrten zum Kinderarzt, etc.?
- Wie sieht es aus mit Fahrten zu Therapien (Ergo, KG, usw.)?

Gibt es nicht die Regelung, dass (ich glaube es waren) 10 % des Einkommens erst überschritten werden müssen, bevor diese Kosten von der Krankenkausse übernommen werden?

... ich freue mich ja immer wieder, etwas hinzuzulernen ... :lol:

Kaja
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Beitragvon Kaja » 26.11.2018, 11:14

Hallo Dirsan,

die Fahrtkosten werden - sofern die o. g. Voraussetzungen vorliegen - auch zu Fahrten zu Ärzten und Therapien übernommen. Es ist eine Zuzahlung von 5,00 € pro Fahrt zu leisten. Wenn man von den Zuzahlungen befreit ist, entfällt auch diese.

Viele Grüße Kaja

Kaja
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Beitragvon Kaja » 26.11.2018, 11:23

Hallo Gesa,

Gesa hat geschrieben:Folgende Konstellation: Mutter psychisch krank und MS, SBA mit MZ G

jüngster Sohn mit ADHS, soll regelmäßig Ergotherapie machen, die Mutter kann aufgrund sehr schwankenden Befindens nicht regelmäßig mit dem Auto dahin fahren. Andere Möglichkeiten gibt es nicht, dorthin zu kommen.

Gibt es da irgendwelche MÖglichkeiten der Unterstützung?

vielleicht darüber:

https://www.g-ba.de/downloads/62-492-14 ... -12-23.pdf

Die Krankenkassen genehmigen verordnete Fahrten zur ambulanten Behandlung von Versicherten, die keinen Nachweis nach Satz 1 besitzen, wenn diese von einer der Kriterien von Satz 1 vergleichbaren Beeinträchtigung der Mobilität betroffen sind und einer ambulanten Behandlung über einen längeren Zeitraum bedürfen.

Ansonsten könnte man auch einen Antrag auf Eingliederungshilfe nach § 35a SGB VIII stellen:

https://openjur.de/u/317809.html

Der Anspruch von Kindern und Jugendlichen auf Gewährung von Jugendhilfe bei drohender oder bestehender seelischer Behinderung kann nicht nur eine ambulante Psychotherapie umfassen, sondern auch ergänzende Leistungen, die die tatsächliche Durchführung der sonst von der gesetzlichen Krankenversicherung oder anderweitig finanzierten eigentlichen Leistung erst ermöglichen - hier: Kosten für die Fahrten zu den psychotherapeutischen Behandlungsterminen.

Niedersächsisches OVG, Urteil vom 27.04.2005 - 4 LC 343/04

Viele Grüße Kaja

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Beitragvon Gesa » 26.11.2018, 11:44

Liebe Kaja,

du bist einfach super, danke! Es war eher so ein Versuch nach dem Motto, wahrscheinlich geht eh nix, und Du hast wieder mal eine Lösung, danke ;)

Lg Gesa
Rollstuhlfahrerin mit unklarer Diagnose, vor vielen Jahren Unfall mit Kopf- und Beinverletzungen, über die Jahre Verschlechterung, seit mittlerweile 15 Jahren Rollifahrerin; Erfahrungen in Rollisport, Rollstuhlversorgung sowie behindertengerechtem Autoumbau

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Beitragvon cindyracoon » 07.12.2018, 13:48

Kaja hat geschrieben:Hallo Gesa,

Gesa hat geschrieben:Folgende Konstellation: Mutter psychisch krank und MS, SBA mit MZ G

jüngster Sohn mit click ADHS , soll regelmäßig Ergotherapie machen, die Mutter kann aufgrund sehr schwankenden Befindens nicht regelmäßig mit dem Auto dahin fahren. Andere Möglichkeiten gibt es nicht, dorthin zu kommen.

Gibt es da irgendwelche MÖglichkeiten der Unterstützung?

vielleicht darüber:

https://www.g-ba.de/downloads/62-492-14 ... -12-23.pdf

Die Krankenkassen genehmigen verordnete Fahrten zur ambulanten Behandlung von Versicherten, die keinen Nachweis nach Satz 1 besitzen, wenn diese von einer der Kriterien von Satz 1 vergleichbaren Beeinträchtigung der Mobilität betroffen sind und einer ambulanten Behandlung über einen längeren Zeitraum bedürfen.

Ansonsten könnte man auch einen Antrag auf Eingliederungshilfe nach § 35a SGB VIII stellen:

https://openjur.de/u/317809.html

Der Anspruch von Kindern und Jugendlichen auf Gewährung von Jugendhilfe bei drohender oder bestehender seelischer Behinderung kann nicht nur eine ambulante Psychotherapie umfassen, sondern auch ergänzende Leistungen, die die tatsächliche Durchführung der sonst von der gesetzlichen Krankenversicherung oder anderweitig finanzierten eigentlichen Leistung erst ermöglichen - hier: Kosten für die Fahrten zu den psychotherapeutischen Behandlungsterminen.

Niedersächsisches OVG, Urteil vom 27.04.2005 - 4 LC 343/04

Viele Grüße Kaja


Danke für die Verbindungen, sehr informativ


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