Überprüfung GDB, nun soll Merkzeichen wegfallen

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

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ChristineMH
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Überprüfung GDB, nun soll Merkzeichen wegfallen

Beitragvon ChristineMH » 04.11.2018, 18:23

Hallo zusammen,

unsere Tochter hat GDB 50 Merkzeichen G und H. Nun ist sie 16 geworden und das Versorgungsamt möchte das H einkassieren.
Ich bin damit nicht einverstanden, seit Sommer besucht sie ein Internat für Körperbehinderte um ihr Abitur zu erlangen. Die Regelschulen vor Ort waren nicht in der Lage eine Beschulung darzustellen, da scheiterte es schon an der Barrierefreiheit. Dort wird sie angeleitet einen eigenverantwortlichen Umgang mit ihrer Erkrankung zu erlernen. Ihr Gesundheitszustand ist so, dass sie zeitweise auf einen Rolli angewiesen ist, den sie nicht alleine anschieben kann. In meinen Augen ist alleine dadurch schon ein H bedingt.

Das reicht sicher nicht als Argument gegenüber dem Versorgungsamt, deshalb benötige ich hier eure Hilfe, Tipps und Erfahrungen.

Grüße
Christine
Wer nicht kämpft, hat schon verloren!

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kati543
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Beitragvon kati543 » 04.11.2018, 19:31

Hallo Christine,
welche Behinderung hat denn deine Tochter und wie genau schränkt sie das ein? Das, was du hier geschrieben hast wird nicht reichen, da hast du recht...allerdings bezweifle ich, dass das alles ist.
Wiesbaden will bei meinem Großen jedesmal den SBA kürzen. Typisch Schreibtischtäter :roll: . Genaugenommen bekomme ich ein Schreiben von denen, in dem sie vorschlagen den GdB zu kürzen oder Merkzeichen zu streichen (oder beides) und dann bitten Sie mich um eine Stellungnahme dazu. Ich antworte dann immer, dass ich mit der Kürzung/Streichung nicht einverstanden bin, da die Behinderung das Kind noch immer einschränkt. Dann zähle ich mindestens 1-2 DIN A4 Seiten an Beispielen aus dem Alltag auf und lege noch aktuelle Gutachten bei. Das allerwichtigste bei uns ist immer das Gutachten des MdK für den Pflegegrad (wirklich das Gutachten selbst, nicht den Bescheid der Pflegekasse). Aussagekräftig ist auch das Protokoll des Hilfeplangesprächs mit dem Sozialamt (?) und der Förderplan der Schule. Ich vermeide es immer Zeugnisse zu verschicken.
Letztendlich hat mein Großer seinen „alten“ SBA immer behalten dürfen.
LG
Katrin
Katrin (Epilepsie)
O. (Frühk. Autismus (HFA), Sprachentwicklungsstörung, Ptosis, Hypotonie, AVWS, LRS, Vd. Valproatembryopathie)
D. (geistige Behinderung, Frühk. Autismus, Epilepsie, Esstörung, Trigonoceph., Hypertonie, Opticushypoplasie, Amblyopie, Mikrodeletion 3p26.3, Vd. Valproatembryopathie, Z.n. Schädelbasisfraktur)

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Jakob05
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Beitragvon Jakob05 » 05.11.2018, 09:21

Ich kann Kati nur Beipflichten. Auch uns passierte das regelmässig alle paar Jahre und immer blieb alles beim ALten.
Halte Dich an deine Signatur und beachte dbei die Widerspruchsfristen !
Cordula (65) mit I. (86), M. (88 mehrfachbehindert, HF-Autist), J. (†28.07.05,*02.08.05,37.SSW) + K. 10/07 (GS, HD, Rachenfehlbildung,Tracheostoma)

monika61
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Beitragvon monika61 » 05.11.2018, 12:42

Hallo Christine,

schau mal hier unter:

…"3. Besonderheiten Merkzeichen H bei Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen

…"Wegen der Besonderheiten des Kindesalters (Kinder müssen das "Handwerkszeug" zum adäquaten Umgang mit ihrer Behinderung erst im Laufe ihrer Entwicklung erwerben) kann auch schon bei einem niedrigeren GdB/GdS Hilflosigkeit vorliegen. Im Einzelnen gilt dies bei:....

Komplette Info:
https://www.betanet.de/merkzeichen-h.html

LG
Monika


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