IQ Test, Förderschule

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

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Simonemama2108
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IQ Test, Förderschule

Beitragvon Simonemama2108 » 03.11.2018, 08:58

Hallo zusammen,

Ich weiß gar nicht wir ich anfangen soll. Unsere Tochter besucht seit der 2. Klasse eine Förderschule Schwerpunkt Lernen. Damals dachte wir noch die holt irgendwie noch Stoff auf, da sie sehr viele Fehlzeiten wegen Krankheit hatte. Schon damals wurde im Rahmen der Voruntersuchung einer größeren Gehirnoperation ein IQ Test gemacht der nicht so gut war. Dies schon ich damals noch auf die Umstände vor der Op. Allerdings bestätigte sich das Testergebnis in den folgenden 2 Jahren immer wieder. Nun haben wir im Sommer nochmal einen Test machen lassen mit dem Ergebnis IQ73. Leider saß meine Tochter direkt neben mir so dass ich auch nicht ins Detail fragen könnte was dies fürs erwachsen werden und irgendwann selbständig leben bedeutet. Es belastet mich im Moment sehr, da wir auch nicht genau wissen , woher es kommt. Da in den üblichen Genetik Bluttest nichts gefunden wurde steht Anfang nächsten Jahres ein Termin beim Humangenetiker direkt an. Irgendwie belastet mich das ganze im Moment sehr, da ich auch nicht richtig weiß, ob ich was speziell fördern soll ect. Tw bin ich mir auch nicht sicher in wie weit sie Dinge versteht und begreift, denke ich tue ihr manchmal unrecht, weil ich denke sie muss es vom Alter her doch verstehen.

Nachdenkliche Grüße

Simonemama

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Ainslie2009
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Beitragvon Ainslie2009 » 03.11.2018, 09:22

IQ Tests sind für mich Schall und Rauch. Ainslie hat das 2. mal hintereinander im IQ Test mit einem IQ von 74 abgeschnitten. Wenn man Ainslie kennt, weiß man aber, dass das nicht ihr wahrer kognitiver Stand ist. Es kommt auch sehr auf die Wahrnehmungsfähigkeit des Kindes an.

Mach dir nicht so einen Kopf.
Arlett 8/78 starke Störung der Grob- und Feinmotorik, Sehstörung (GdB 50) mit Marc Fabian 7/07 ADHS, GdB 50, PG 3 und Ainslie Lucy 5/09 Kombinierte Entwicklungsstörung, ADHS, Atypischer Autismus, AVWS, Sprachentwicklungsstörung, Epilespie, GdB 60 mit Mz. H, B, PG 3

konik
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Beitragvon konik » 03.11.2018, 10:49

Hallo Simone ,

Deine Gedanken , Gefühle kann ich gut verstehen.
Eine reine Aussage zwecks IQ ist na ja ...
Bei euch ist es ja aber so das der erste Test und der Zweite Test gleiches Spiegeln wie du erlebst!
Umso älter sie werden umso deutlicher wird es sichtbar.
Die Schere wird immer weiter auseinander gehen.

Es ist hart aber so ist es.

Natürlich kann man viel tun . Es hängt natürlich auch sehr davon ab was denn die Ursache ist , bzw. welche Probleme denn noch da sind!
Es macht schon einen großen Unterschied ob man eine reine Körper Behinderung hat , oder ob da noch eine Wahrnehmungsproblematik vorhanden ist oder eine Mischung aus Allem .

Das soll natürlich nicht heißen das man dann nichts tun kann , aber es wird mehr nötig sein .
Andere Ansätze usw .
Ich würde an deiner Stelle mich auf meinen Mütter Instinkt verlassen . Wenn es so ist wie du schreibst würde ich tief in mich gehen . Ich würde reflektieren wie mein Kind in der Schule klar kommt , wie es zu Hause ist . Dann würde ich schauen ob das Alles so passt wie es jetzt ist.
Je nach dem würde ich dann einen Fahrplan entwickeln : wenn alles gut ist wie es im Moment ist , zb extra Übungen um sie da zu stärken wo es klemmt.
Wenn’s nicht so gut passt würde ich mich erkundigen ob eine andere Art der Schule besser passen würde.
Im Grunde kann ich ja nur spekulieren weil ich natürlich nicht weiß wie dein Kind ist. Eine Aussage rein auf den IQ bezogen finde ich ganz doll schwierig . Aber fast immer gibt es eben auch andere Probleme.
Der IQ ist dann eher ein kleiner Baustein.

LG

Konik

Elke35
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Beitragvon Elke35 » 03.11.2018, 12:53

Ich schicke Dir eine PN.

melly210
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Beitragvon melly210 » 03.11.2018, 14:32

Ich würde auch sagen: ein einmaliger IQ Test sagt für sich genommen nicht so viel aus. Aber wenn es mehrere, verschieden Tests waren und das auch mit der Leistung zusammenpasst die man in der Schule sieht (dh überfordert mit dem Regelschulstoff), dann ist es normalerweise schon richtig. Was sie bezüglich Schulabschluß etc erreichen kann müsst ihr sehen. Ihr tut ohnehin alles was geht, nämlich zu ihr halten, an sie glauben und sie gut fördern.

Simonemama2108
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Beitragvon Simonemama2108 » 04.11.2018, 21:36

Hallo ihr alle,

Danke für eure Antworten. Ja ich denke wir müssen sehen was die zeit bringt und ob evtl der Termin im Feb noch etwas Klarheit bringt .

Liebe Grüße

Simone

Beate139
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Beitragvon Beate139 » 04.11.2018, 21:59

Hallo Simone,
ich kann deine Sorgen und Ängste nur allzu gut nachvollziehen. Bei meinem Sohn wurde in der 2. Klasse ein IQ Test gemacht, der zum damaligen Zeitpunkt einen IQ von 80 zeigte. Damals dachte ich auch noch, das schafft er schon, das kann er halten. Er hatte auch Schwerpunkt lernen.
Nun ist er 16. Er hat den Abschluß der Förderschule nicht geschafft. Sein jetziger IQ ist auf 68 geschrumpft und - wohl auch durch mein ewiges Drängen, der ewige Streit wegen der Schule, mein ständiges Gemecker, weil ich das Gefühl hatte, das er sich einfach nicht genug Mühe gibt, um den Abschluß zu machen - hat er nun auch noch Depressionen und Angstzustände.

Was ich dir ans Herz legen kann : Mache nicht den gleichen Fehler wie ich damals. Lass sie selbst versuchen, etwas zu schaffen und setz sie nicht unter Druck. Und wenn du merkst, das sie überfordert ist in der Schule, dann suche das Gespräch zu den Lehrern und gebe ihr einfach das Gefühl, das du für sie da bist.

Ayden
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Beitragvon Ayden » 06.11.2018, 16:06

Liebe Simonesmama,

ein IQ Test kann aussagekräftig sein- oder halt auch nicht.

1) War der gewählte Test für Deine Tochter geeignet? Du schreibst von einer Hirn OP. Wurden bestimmte Sinne dabei geschädigt (Z.B. optische Wahrnehmung, wenn im occipital Hirn R operiert wurde?

2) Wurde er richtig durchgeführt und die Aufgaben erst angefangen, wenn Deine Tochter die Beispielufgabe wirklich richtig verstanden hatte?

3) Wusste Deine Tochter, dass sie sich anstrengen muss? Hat sie sich angestrengt? (steht zumeist im Protokoll)

4) Ist der Test homogen ausgefallen oder ist 73 der Mittelwert aus 100 in einer Aufgabe und 40 in zwei anderen Aufgaben und zeigt so z.B. Teilleistungsschwächen auf?

5) Hatte der Testdurchführer ein Interesse an einem bestimmten Ergebnis oder war es ein unabhängiger Gutachter?

6) Kannte der Gutachter evtl. Diagnosen Deiner Tochter und war in der Erwartungshaltung voreingenommen?

7) Hast Du das Gefühl, dass der Test zu den kognitiven Leistungen Deiner Tochter passt?

Wenn nicht, dann besprich die Ergebnisse doch ggf. mit einem unabhängigen Fachmann/-frau, z.B. einem Neuopädiater mit Testerfahrung!


Viel Glück!

LG, Ayden

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Tanja2014
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Beitragvon Tanja2014 » 06.11.2018, 16:51

Hallo Ayden,

Wie meinst Du denn das:

Ayden hat geschrieben:2) Wurde er richtig durchgeführt und die Aufgaben erst angefangen, wenn Deine Tochter die Beispielufgabe wirklich richtig verstanden hatte?


Wenn der Tester die Aufgabenstellung erst auf drei verschiedene Arten erklärt (überspitzt formuliert), dann ist es doch eigentlich kein standardisierter Test mehr?!
Viele Grüße
Tanja
mit B. (*2012) - Extremfrühchen, spastische ICP beinbetont GMFCS Level 1
und Wirbelwind (*2013)

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Beitragvon Elke35 » 06.11.2018, 17:20

Wenn ein Kind z.B. eine Wahrnehmungsstörung hat, vor allem auditiv, dann MUSS so ein Test doch aktiv genau erklärt werden, sonst ist er ja nicht barrierefrei.


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