Rolando-Epilepsie und Polymikrogyrie

Hier geht es um Epilepsie und die Behandlung verschiedener Epilepsie-Formen mit Medikamenten.

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Vater von Julie
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Rolando-Epilepsie und Polymikrogyrie

Beitragvon Vater von Julie » 02.11.2018, 21:46

Hallo,

mich würde es interessieren, ob es hier Fälle gibt oder gegeben hat, in denen zwar eine Polymikrogyrie vorliegt, es sich aber um eine gutartige Form der Epilepsie (z. B. Rolando-Epilepsie) handelt. Also im Grunde die Epilepsie und die Polymikrogyrie unabhängig voneinander vorkommen.

Danke vorab und viele Grüße
Mike

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Alexandra2014
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Beitragvon Alexandra2014 » 03.11.2018, 10:06

Hallo Mike,

grundsätzlich kann man ja Flöhe und Läuse haben. Das eine schließt das andere nicht aus.
Man geht ärztlicherseits meist zunächst vom wahrscheinlicheren aus, also einer Epilepsie als Folge der Polymikrogyrie.
Das heißt aber nicht, dass das auch so sein muss.

Gruß
Alex
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral

Sinahali
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Beitragvon Sinahali » 03.11.2018, 23:27

Lieber Mike, bei unserem Sohn sagt die Neurologin auch regelmäßig, dass man wenn man nur sein EEG-Muster betrachtet auch von einem Panadoupulus Syndrom (sorry, weiß nicht genau wie man es schreibt) ausgehen könnte. Aber es wohl auf Grund der Fehlbildung nicht von ausgegangen wird. So dann einfach ein Teil seiner Epilepsie sei. Auch sind seine Anfälle, ganz allgemein, denen der Panadoupuls extrem ähnlich.
Wer weiß, viellleicht ist es das auch aber ändert vorerst an der Therapie nichts. Alles andere wird die Zeit zeigen. :) Schönes Wochenende an alle.
5.Mose 31,8

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Beitragvon Anna-Nina » 11.11.2018, 16:10

Hallo Mike,

naheliegender ist leider, dass deine Tochter Aufgrund der Fehlbildung die Epilepsie hat. Im ersten Moment sprechen die Ärzte glaub gerne von Rolando, weil sie die größten Chancen haben richtig zu liegen, weil diese Epi am häufigsten ist. Wurde bei uns auch so gemacht.

Ich habe dann nachgelesen aber nichts passte zu Rolando Epilepsie - die Anfälle sehen dann ganz anders aus. Also habe ich darauf bestanden, dass man genauer nachschaut was meine Tochter hat. So hat man dann eine Fehlbildung - aber erst im zweiten MRT (hochauflösendes) gefunden. Aufgrund dessen sind die Prognosen natürlich jetzt schlechter -aber die Behandlungsmöglichkeiten (OP) auch andere.

Darum ist es schon wichtig zu wissen, was nun wirklch Sache ist. Das kann aber nur ein richtiges Epilepsiezentrum zuverlässig sagen. Unsere Neuropädiater vor Ort sind damit alle überfordert.

LG

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Beitragvon Alexandra2014 » 11.11.2018, 19:35

Hallo Anna-Nina,

bei uns war es genau umgekehrt. Da Kind einen Sauerstoffmangel hatte, ging man pauschal davon aus, dass es sich um eine symptomatische Epilepsie handeln muss.
Die Symptome sprachen aber eher für das Panayiotopoulos Syndrom mit rolandischen Anteilen.
Die medikamentöse Therapie ist vorerst sowieso die gleiche, deswegen war es mir erstmal egal.
Ich habe aber alle Optionen (auch OP) im Hinterkopf...

Gruß
Alex
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral

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Beitragvon lisa08 » 13.11.2018, 18:51

Hallo Mike,

“Passen" denn das MRT und das EEG zusammen? Ich habe die Diagnose strukturelle/symptomatische Epilepsie bekommen nach einem MRT-Befund (Fehlbildung), der zum EEG-Befund passte, man konnte sehen, wo der Fokus sitzt und das ist laut MRT dort, wo die Fehlbildung ist. Von daher sehen die Ärzte im Epilepsiezentrum definitiv einen kausalen Zusammenhang.

LG,
Lisa
Selbstbetroffen: Faktor VII-Mangel, heterozygote Faktor V-Leiden-Mutation, von-Willebrand-Syndrom (Typ 1), strukturelle Epilepsie, Autismus, SBA 80 GdB


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