IQ Test

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SimoneD.
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IQ Test

Beitragvon SimoneD. » 30.10.2018, 22:34

Zuerst einmal, N. geht es immer noch gut in der Tagesklinik. Er geht nach wie vor gerne. Zeigt Interesse an Kindern, weiß aber nicht wie er auf sie zugehen soll. Er hätte ganz viele (soziale) Komptenzen, die man gut ausbauen kann.

Vorgeschlagen wurde uns nun die Förderklasse (C-Klasse) einer Waldorfschule, da ihm das setting in der anthroposophischen Tagesklinik gut täte...

Heute wurde uns allerdings das Ergebnis des IQ Test mitgeteilt.....leider weiß ich nicht, welcher Test gemacht wurde. Nur das ich damit nicht gerechnet hätte :-/

Gesamt IQ Wert liegt bei 86 !

Wobei es an der Arbeitsgeschwindigkeit lag, was das testergebnis hat so absinken lassen...
Die restlichen Werte waren alle im Durchschnitt. Bis auf die erste Kategorie Sprachverständnis, da war er überdurchschnittlich zu anderen Gleichaltrigen...

Trotzdem ist es ein komisches Gefühl. Mein Sohn ist so ein pfiffiges Kerlchen und überhaupt nicht dumm!
Aber dieser Wert haut mich irgendwie um.

Man versicherte uns zwar im Gespräch, dass bei N. keine Lernbehinderung vorliegt, er jedoch Schwierigkeiten in Bereichen hätte (z.bsp Hand Auge Koordination, Verständnis von Aufgabenstellungen). Es würde nur an der Verarbeitungsgeschwindigkeit liegen, dass der Wert so niedrig sei..
Liebe Grüße von Mönchen :-)
Sohn (9 Jahre) Asperger Autist

SandyErgo
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Beitragvon SandyErgo » 30.10.2018, 23:05

Das Problem mit diesen komplexen Test ist - das wenn das Kind/die Person irgendwelche Defizite hat, es den Test "verfälschen" kann.
Habe das bei meinem Sohn mitgemacht.
Er hat massive Probleme im sprachlichen Bereich > in den Untertests natürlich, wo die Sprache und Sprachverständnis eine Rolle spielten, waren die Ergebnisse dann auch entsprechend schlechter. In anderen Untertests dagegen durch- bzw. leicht überdurchschnittlich. Die Psychologin hat dann noch mal einen fast nonverbalen Test gemacht > der natürlich besser ausfiel.
Deshalb kam auch die Empfehlung Sprachheilschule. Die haben ihn ja leider nicht genommen, wegen seinem Verhalten und dem laut ihren Tests doch grenzwertigem IQ.
Also ist er auf die L-Schule und erst nach einem Jahr war der Wechsel auf FS Sozio-Emotional. Hätten wir gleich zur FS Sozio-Emotional gewechselt, wäre uns vielleicht einiges erspart geblieben.
Das jetzt evtl. noch eine LRS dazukommt, macht das ganze auch nicht leichter.

Also, was ich sagen kann, dass es wirklich stark von dem jeweiligen Test abhängt > wie also evtl. Defizite des Kindes bei der Auswahl des Tests mit beachtet werden. Und auch das Setting und die Motivation des Kindes spielt eine große Rolle.
Mama 12/77
mit Tochter 11/06 FG 30+6 (nach HELLP-Syndrom) Kombinierte umschriebene Entwicklungsstörung mit noch leichter Sprachentwicklungsstörung, Hämochromatose (homozygot C282T im HFE-Gen)
und Sohn 08/09 FG 34+1 ADHS und kombinierte umschriebene Entwicklungsstörung mit starker Betonung der aktiven Sprache

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Sia
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Beitragvon Sia » 30.10.2018, 23:06

Hallo Simone

Das kann sich ändern. Diese Tests sind Tagesform abhängig.
Meine Tochter ist auch 8 Jahre und sie hat bei den Tests, bei denen man die Intelligenz ohne IQ bewertet, überdurchschnittlich abgeschnitten. Sie hat wohl in einigen Bereichen besser abgeschnitten als der Durchschnitt der Kinder in ihrem Alter. Es hiess sie denke bei ihren Handlungen "über den Tellerrand hinaus".
Als man zum Abschluss einen IQ Test gemacht hat, war das Ergebnis auch "nur" unterer Bereich des Durchschnitts mit dem Hinweis, dass sie sich nicht bis zum Schluss konzentrieren konnte. Es war klar zu erkennen, ab wann sie nicht mehr anwesend war mit ihren Gedanken. Ausserdem hat sie bei einige Aufgaben einfach "irgendetwas gemacht", weil ihr der Sinn dieses Testes nicht bewusst war und sie nicht gelesen hat, was sie machen soll!
Uns hat man gesagt, dass 80 bis 110 "normaler Durchschnitt" sei und dass das, was sie in den praktischen Tests gezeigt hat nicht mit dem übereinstimmt, was der IQ Test aussagt.

Ich durfte bei den Test's nicht dabei sein, damit ich das Kind nicht "manipulieren" konnte. Ich habe danach nur die Videoaufnahmen gesehen. Ich konnte selber immer sofort erkennen, ob sie "bei der Sache war" oder "am Träumen".
Wir haben später noch einen anderen IQ Test mit ihr gemacht und bei dem hat sie besser abgeschnitten.
Ich denke in diesem Alter müsste man über eine gewissen Zeit mehrere Test's machen und den Durchschnittswert nehmen.

Der Wert sollte dich nicht umhauen … der Wert ist gut!

Mich hat zwar damals der Wert meines ältesten Sohnes auch schockiert. Er hatte nur 58! Definitiv geistige Behinderung! Was sich dann mit der Diagnose auch bestätigt hat!
Eine schöne Zeit wünscht
Sia (aus der Schweiz :wink:)
Stell' dich täglich dem Wind, dann trotzt du dem Sturm. Geh' lachend durch den Regen und du überwindest die Flut
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Anna-Alice
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Beitragvon Anna-Alice » 31.10.2018, 06:16

Hallo Simone,
Gesamt IQ Wert liegt bei 86 !

Wobei es an der Arbeitsgeschwindigkeit lag, was das testergebnis hat so absinken lassen...
Die restlichen Werte waren alle im Durchschnitt. Bis auf die erste Kategorie Sprachverständnis, da war er überdurchschnittlich zu anderen Gleichaltrigen...

Trotzdem ist es ein komisches Gefühl. Mein Sohn ist so ein pfiffiges Kerlchen und überhaupt nicht dumm!
Aber dieser Wert haut mich irgendwie um.

Man versicherte uns zwar im Gespräch, dass bei N. keine Lernbehinderung vorliegt, er jedoch Schwierigkeiten in Bereichen hätte (z.bsp Hand Auge Koordination, Verständnis von Aufgabenstellungen). Es würde nur an der Verarbeitungsgeschwindigkeit liegen, dass der Wert so niedrig sei..
_________________

Vom Grundprinzip her schreibst Du es ja selbst - die unterdurchschnittliche Arbeitsgeschwindigkeit drückt den Gesamtwert, weil bei einer IQ-Testung in der Regel Einzelkomponenten gemessen werden, deren Werte dann eben in einem bestimmten Verhältnis zueinander kombiniert werden. Sprich: Es bedeutet, dass Dein Sohn einen heterogenen IQ hat und dass man bei künftiger Förderung beachten sollte, dass er eben langsamer verarbeitet als man es bei den ansonsten durchschnittlichen bzw. überdurchschnittlichen Werten erwarten würde. Es kann aber z.B. auch sein, dass er die Problematik gut kompensiert und das im Alltag gar nicht so sehr auffällt wie man es rein vom Zahlenwert her erwarten würde.
Solche heterogenen Ergebnisse sind gar nicht so selten, in meiner Familie haben z.B. alle getesteten Personen recht heterogene Werte.
Dazu kommt, dass das Ergebnis von IQ-Tests auch tages-/form-/testabhängig ist bzw. sein kann, die Ergebnisse also keinesfalls in Stein gemeißelt sind. IQ-Werte sind deswegen niemals absolut, sondern immer relativ zu sehen - und: sie ändern an Deinem Sohn überhaupt nix.

"Dumm" ist er deswegen noch lange nicht, denn "dumm" hat mit dem IQ-Wert wirklich gar nichts zu tun, egal wie hoch oder niedrig der ist. Ich kann mir vorstellen, dass Du das im Eifer des Gefechts und in emotionaler Betroffenheit geschrieben hast... "Dumm" ist leider eine sehr negativ wertende Bezeichnung, die Menschen klassifiziert und abwertet, sprich: Von solchen Bezeichnungen können sich Menschen durchaus verletzt fühlen. Du siehst und schreibst das ja bei Deinem Sohn selbst, auch der ist ein pfiffiges Kerlchen, IQ-Wert hin oder her - auch hier ist "dumm" eine unpassende und abwerte Bezeichnung, die überhaupt nicht auf den Menschen "dahinter" zutrifft.

Viele Grüße
Anna

rena99
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Beitragvon rena99 » 31.10.2018, 09:28

Hallo Simone,

ich verstehe deinen Schock, aber die folgenden Punkte helfen dir vielleicht das einzuordnen.

1. Die allermeisten Menschen haben einen IQ zwischen 85 und 115. Das ist also in dieser Spanne "normal". Auch wenn man gemeinhin sagt: 100 ist das Mittel, ist das zwar als Zahl richtig. Wichtiger aber ist, sich klar zu machen, dass alles zwischen 85 und 115 normal ist.

2. Solche Werte haben immer auch Messfehler (Konfidenzintervall).

3. Ein IQ-Test kann - abhängig von der Tagesform - zu schlecht ausfallen.

4. Eigentlich beschreiben die Testdetails deinen Sohn doch ganz gut: sprachlich ziemlich fit, in der (Ver)Arbeitsgeschwindigkeit etwas langsamer und ansonsten völlig im normalen Durschschnitt. So hast du deinen Sohn eigentlich auch immer beschrieben. Keineswegs beschreiben diese Details ein "dummes Kind".

5. Das schöne an den Detials ist jetzt, dass man die Baustellen sehr genau sieht. Und das kann den Umgang mit ihm und seinen Alltag sehr erleichtern.

Was den Rest deines Postings angeht: wie schön, dass es ihm in der TK gefällt. Dann hat er endlich mal positiv besetzte Tage. Die Kleinklasse (das ist es doch vermutlich, oder?) würde ich mir mal anschauen. Vielleicht ist es wirklich das richtig für ihn. Wenn ich es richtig gelesen habe, stehen ihm damit immer noch alle Schulabschlüsse offen.

Ich drücke euch die Daumen für eine gute Lösung und: sei stolz auf deinen "Kleinen", wie gut er gerade unterwegs ist. Und er ist definitiv nicht dumm!.

LG
Rena
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"Jeder Zwang ist Gift für die Seele." (Ludwig Börne)

Kaati
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Beitragvon Kaati » 31.10.2018, 10:49

Hallo, das mit so einem Test kennen wir auch. Bei uns lag er sogar bei 74.
aber wie bei deinem Sohn auch wahrscheinlich gleiche oder ähnliche Schwierigkeiten. Was das Hören und die Verarbeitung und das Tempo angeht. Denn auch unsere Sohn ist pfiffig und hat sich das lesen selbst beigebracht.
Wir warten mal die nechsten Tests ab.

Das mit der C Waldorfschule finde ich eine tolle Idee.
Wir würden so eine Möglickeit sofort annehmen für unseren Sohn. Aber leider gigt es so einAngebot hier nur 80 Kilometer entfernt :roll:

Ich drücke euch die Dsumrn das es so gut weiterläuft
Lg kaati
L. 2.4.13 Autismus Spektrum
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Nicht alle Kinder lernen das Gleiche zur gleichen Zeit auf die gleiche Weise
(Kath Walter)

Bika
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Beitragvon Bika » 31.10.2018, 10:59

Hallo Simone,

Weißt du denn, welcher Test gemacht wurde?
Schon der HAWIK 5 vielleicht?
Der bietet nämlich neben dem GesamtIQ und den primären Indexwerten wie Sprachverständnis, visuell-räumliche Verarbeitung, fluides Schlussolgern, Arbeitsgedächtnis u. Verarbeitungsgeschwindigkeit noch
5 weitere sekundäre Indexwerte wie
quantitatives Schlussfolgern, auditives Arbeitsgedächtnis (korreliert hoch mit Schulerfolg), nonverbaler Index, allgemeiner Fähigkeitsindex und dem kognitiven Leistungsindex;

Ich habe die ganzen Indizes jetzt nur aufgeführt, um dir zu aufzuzeigen,
wie komplex die Herausforderung ist,
Denkleistung wirklich zu erfassen und mit einem Wert eindeutig festzulegen.

Der GesamtIQ versucht das allgemeine, zugrundeliegende Intelligenzniveau zu erfassen und orientiert sich dabei immer an der Vergleichsgruppe aller Altersgenossen.

Welche Aussagekraft hat das bei nichtneurotypischen Kindern?
Nehmen Testverfahren auf ihre veränderte Wahrnehmung Rücksicht?
Der Intelligenzbergriff und dessen Erfassung ist nicht nach deren Andersartigkeit hin ausgerichtet, sondern orientiert sich am Durchschnitt und misst auch nur, was der Durchschnitt leistet.
Er hat teilweise hohe Werte im Test erzielt, ist also in Teilbereichen zu überdurchschnittlicher Leistung befähigt, nur ein Teilbereich war unter dem, was als “normal“ festgelegt wurde.
Was für eine Leistung für ein nicht “normales“ Kind!!
Dein Sohn hat tolle Ressourcen, nur darauf sollte eurer Fokus liegen.

Vergiss den ausgegeben Wert!
Einige Diagnostiker geben bei sehr heterogenen Profilen, wo der Gesamtwert durch einzelne schlechte Untertestwerte derart heruntergezogen würde,
keinen Wert heraus!!
Er hat nämlich kein Aussagekraft und verunsichert die Eltern nur.
Schau auf sein individuelles Profil und seine Stärken!

Meine Tochter hatte in einem HAWIK (mit 7) ähnliche Werte, mit 12 (sie fand die Testerin supernett und sympathisch und fühlte sich während der Testung richtig wohl) lag sie insgesamt im knapp überdurchschnittlichen Bereich.
Es hätte aber auch ein ganz anderer Wert herauskommen können, hätte sie sich unwohl gefühlt oder hätte sie auch nur einen, einzigen, kleinen Blick als abschätzig interpretiert, wäre sie blockiert gewesen und hätte sich nicht auf die Testung einlassen können.

Die Aussagekraft von Begbabungsdiagnostik bei reizfilterschachen und besonders sensiblen Kindern, halte ich nicht für allzu groß.

Wenn du deinen Sohn immer als pfiffiges Kind wahrgenommen hast, wirst du das doch durch so einen Wert nicht ändern?
Er ist pfiffig, wie der hohe Wert im Sprachverständis bestätigt hat.

LG

SimoneD.
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Beitragvon SimoneD. » 31.10.2018, 13:33

Es tut mir leid, wenn ich mit meiner Ausdrucksweise "dumm" jemanden verletzt habe oder es sehr abwertend rüberkam. So war es definitiv nicht gemeint. Ich wusste es nur nicht anders auszudrücken, was bzw wie ich es meine.

Ich danke euch für die Erklärungen und sehe das Ganze etwas entspannter. Wenn es dem Zweck dient worin er seine Schwächen hat, dass er dann nicht überfordert wird ist es ja richtig so.
Liebe Grüße von Mönchen :-)
Sohn (9 Jahre) Asperger Autist

HeikeLeo
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Beitragvon HeikeLeo » 31.10.2018, 14:31

Wobei es an der Arbeitsgeschwindigkeit lag, was das testergebnis hat so absinken lassen...

Stand nicht auch einmal der Verdacht ADHS im Raum? Könnte das damit zusammenhängen?
Gesamt IQ Wert liegt bei 86 !

Damit ist er absolut im Normbereich. Wenn, dann weichen IQ-Werte gegebenenfalls nach unten ab. Nach oben sehr viel seltener. Normbereich heißt, er ist so intelligent wie andere auch.
Der IQ-Wert erzwingt keine Förderschule.
Vorgeschlagen wurde uns nun die Förderklasse (C-Klasse) einer Waldorfschule
Was für eine Förderklasse ist das? Mit dem gemessenen IQ geht sicherlich Regelschulniveau. Waldorfschule kann gut sein, hängt aber sehr stark von einzelnen Lehrkräften ab - sogar noch mehr als in gewöhnlichen Schulen. Wenn man Glück hat, ist es megagut - wenn man Pech hat, dann ist es noch schlimmer als Regelschulenpech.
Genauso wie Montessori sehr speziell ist so ist auch Waldorfschule sehr speziell aber anders speziell. Würde ich mir seeeehr genau anschauen.

Liebe Grüße
Heike

Lisaneu
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Beitragvon Lisaneu » 31.10.2018, 14:44

@SimoneD: Mein jüngerer Sohn hatte beim letzten IQ-Test einen Wert von 85. 18 Monate davor hatte er noch 101. Das lag aber daran, dass der Test dieses Mal nach 3 Stunden anderer Testungen in einem Zug stattgefunden hat. Mein Sohn war zu diesem Zeitpunkt schon müde und hungrig und genau NULL motiviert. So gesehen ist es ein Wunder, dass er überhaupt 85 erreicht hat.

Mein älterer Sohn ist bestimmt sehr klug, aber seine Baustellen (ADHS und Autismus) würden seine Testergebnisse ziemlich sicher "nach unten" verschlechtern. Das ist auch einer der Gründe, warum ich nicht testen lassen. Was hilft mir ein Ergebnis, von dem ich WEISS, dass es falsch ist? Vor allem in Sachen Arbeitsgeschwindigkeit ist er ziemlich schlecht. Das war übrigens auch immer mein schwächster Punkt bei IQ-Tests (und ich bin HB).

Waldorfschule ist noch mal eine ganz andere Sache. Hier wird sehr viel Wert auf soziales Verhalten und gemeinsames Erleben gelegt. Manche Kinder lieben das, andere braucht eher intellektuelles "Futter" (komplett unabhängig von einem IQ-Testergebnis). Und wie schon HeikeLeo geschreiben hat steht und fällt sowieso alles mit der Lehrperson. Mit dieser Überlegung würde ich unabhängig von der Schulform erst mal abzuwägen versuchen, ob die Lehrperson mit den Eigenheiten deines Sohnes umgehen kann.
Sohn 3/2010 hochfunktionaler Asperger-Autist + ADHS
Sohn 7/2012, gehörlos + kurzsichtig + frühkindlicher Autist
Mama und Papa stark kurzsichtig (Kommentar eines Optikers: Wie habt ihr euch überhaupt gefunden?)


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