IQ Test

Hier könnt ihr euch rund ums Thema Autismus austauschen.

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svennie
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Beitragvon svennie » 31.10.2018, 18:32

Hallo Simone,
ich kann Deine Verunsicherung bezüglich des IQ Tests gut verstehen, aber ich würde auch versuchen, es gelassen zu sehen. Bezüglich der Schulwahl würde ich mich genau informieren, was eine solche Waldorfförderklasse bedeutet und würde auch in der TK nach Alternativen dazu fragen. In unserer Stadt zB hat man bei der Waldorfschule gar keine Chance aufgenommen zu werden, da sie klein ist und durch Geschwisterkinder auf Dauer ausgebucht.
LG
Svenja
Sohn 10/2011: Asperger, hyperkinetische Störung, umschriebene Entwicklungsstörung der motorischen Funktionen, PG 2

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SimoneD.
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Beitragvon SimoneD. » 31.10.2018, 22:15

Wenn ich ehrlich bin, stehe ich der waldorfschule auch etwas skeptisch gegenüber.
Wenn ich mir die Homepage anschaue, die Waldorfpädagogik.....Lerninhalte etc und das jedes Kind dort eine Instrument spielen muss.....da sehe ich bei meinem Sohn schon wieder Konfliktpotenzial....Bezgl der Bildung bin ich mir auch nicht so sicher. Gerade im Förderschulbereich Erlangen die Kinder nach klasse 11 den hauptschulabschluss und wenn sie gut sind nach klasse 12 den FOR....ansonsten gibt's nen Waldorfabschluss...

Auch wenn er dort in der anthroposophischen TK im Setting gut funktioniert, ist es doch eher abgeschwächt das Programm zu dem was in der waldorfschule Ablauf ist.
Und obwohl der Fokus (laut TK) erstmal darauf liegen sollte, dass N. in einer Schule ankommt und sich wohl fühlt vor dem Lernen, macht man sich als Eltern ja doch so seine Gedanken.

Da die TK selbst Waldorf/antroposophisch ist können sie sich gut vorstellen, dass es für N. passt so wie er sich in deren Setting gibt.
Leider können sie mir keine alternative Schule vorschlagen....da sagen sie ganz klar, dass sie die Schulen in unserer Stadt nicht kennen und ich wenn das Jugendamt oder Schulamt fragen soll. Die wissen aber auch nichts, hab ich ja schon durch mit fragen. Vorallem hält die TK es für gut, wenn N. nach der Schule in einen heilpädagogischen Hort gehen würde......keine Ahnung ob und wo wir sowas bei uns in der Stadt haben?!

Somit habe ich keine großartige Auswahl bzgl Schule und weiß da auch nicht weiter.... :(
Liebe Grüße von Mönchen :-)
Sohn (9 Jahre) Asperger Autist

Bika
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Beitragvon Bika » 01.11.2018, 11:04

Die TK ist nicht objektiv und beurteilt alles durch die Brille des anthroposophischen Weltbildes.
Für Autisten ist die Waldorfpädagogik nicht klassisch geeignet.
Positiv wäre der fehlende Leistungsdruck aber der wird ja untergraben, durch den
Druck ein Instrument lernen zu müssen.

Mein Asperger wäre auf einer anthroposophischen Schule kreuzunglücklich, da er konkrete Arbeitsaufträge braucht und alles was so in den Bereich
der “schwammigen Kreativität“ fällt (schwammig, weil es sich für meinen Asperger so anfühlen würde), wäre für ihn unangenehm und verwirrend.
Er braucht einen klar strukturierten schulischen Rahmen.

HeikeLeo
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Beitragvon HeikeLeo » 01.11.2018, 12:17

Liebe Simone,

wenn ich mich richtig erinnere, war eines der wichtigsten für den Gang in die TK die Frage nach der geeigneten Schule...

Da die TK selbst Waldorf/antroposophisch ist können sie sich gut vorstellen, dass es für N. passt so wie er sich in deren Setting gibt.
Leider können sie mir keine alternative Schule vorschlagen....da sagen sie ganz klar, dass sie die Schulen in unserer Stadt nicht kennen


Da ist das Ergebnis diesbezüglich dann doch wieder sehr schwach.

N. scheint sich aber wohl zu fühlen. Insofern ist da ja wohl erst einmal Ruhe reingekommen.

Vielleicht könnt ihr diese Ruhe noch eine Weile mitnehmen, den Aufenthalt in der TK so lange verlängern, bis ihr wirklich eine geeignete Schule gefunden habt. Die Waldorfschule scheint ja zumindest bei Dir auf Skepsis zu stoßen. Und Dein Bauchgefühl hat bisher ziemlich gut getroffen - auch wenn es keine Alternative gab. Deshalb wäre es jetzt nötig, eine Alternative zu suchen. Auch wenn das dann länger dauert.

Liebe Grüße
Heike

SimoneD.
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Beitragvon SimoneD. » 01.11.2018, 13:05

Ja, Ruhe ist reingekommen....aber bei der Schulwahl stehe ich wieder am Anfang und bin doch irgendwie auf mich gestellt....es sei denn ich gebe mein Kind auf die waldorfschule, da können Sie mir dann helfen....
Liebe Grüße von Mönchen :-)
Sohn (9 Jahre) Asperger Autist

Michaela44
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Beitragvon Michaela44 » 01.11.2018, 13:18

Hallo Simone,

vielleicht ist es möglich, dass die TK anstelle einer konkreten Schule die Bedingungen für eine gelingende Beschulung empfiehlt, und zwar schriftlich. Zum Beispiel Kleingruppe, Struktur etc.

Mit dieser Empfehlung könntest du dich dann an das Schulamt wenden mit der Bitte, eine geeignete Schule für N zu benennen. Das ist deren Aufgabe - und nicht deine. Du brauchst dir den Schuh nicht anziehen (sinnbildlich).

Wenn die TK auch anthroposophisch ist, stellt sich mir die Frage, wie eng sie mit der Schule verbunden ist (wirtschaftlich) und ob sie gegenüber anderen Schulen objektiv ist. Die Ausrede, dass sie sich mit anderen Schulen nicht auskennen, finde ich schwach, denn durch ihre Patienten und die Klinikschule haben sie Kontakt zu diesen Schulen.

LG Michaela
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mit neurodiverser Familie

svennie
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Beitragvon svennie » 01.11.2018, 15:25

Hallo Simone!
Ich würde auch das Schulamt oder das JA um Unterstützung bezüglich einer geeigneten Schule bitten und würde mit diesen dann Kontakt aufnehmen bzw ggf hospitieren. Das Lernkonzept der Waldorfförderklasse hört sich eher wie FS Lernen an, oder sehe ich das falsch? Vielleicht fühlt sich N ja auch in einer anderen FS wohl- es gibt ja noch andere Förderschwerpunkte. Ich wäre da erstmal ganz offen, aber alleine ohne das Schulamt musst Du das nicht entscheiden und solltest es auch nicht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass alle Kinder aus der TK danach in die Waldorfschule gehen, deshalb müssen sie ja auch andere Schulen beurteilen können. Vielleicht sind sie da nicht ganz objektiv.
LG
Svenja
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svennie
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Beitragvon svennie » 01.11.2018, 15:28

Übrigens, den Vorschlag mit dem heilpädagogischen Hort finde ich gut. Bei uns gibt es solche Tagesgruppen in der Stadt, sie werden vom Jugendamt getragen, dort kannst Du Dich informieren.
LG
Svenja
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rena99
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Beitragvon rena99 » 01.11.2018, 16:26

Ich würde gerne noch etwas zur Beschulung sagen.

Man kann eine Einrichtung wirklich nur vor Ort beurteilen und in Simones Situation würde ich mir wirklich jeden Vorschlag auch anschauen wollen. Sicherlich mit Abstand und Kritikfähigkeit, aber ausschließen würde ich gar nichts.

Und das schreibe ich, obwohl ich mir eine Waldorf-Beschulung nie habe vorstellen können und der Montessori-Pädagogik sehr viel abgewinnen kann.

Aber ich durfte mittlerweile viele Schulen und Ansätze kennen lernen und habe auch Waldorf-Schulen erlebt, die eine wirklich sehr kind-zentrierte Arbeit leisten und leider auch Montessorischulen, die nichts von dem beinhalteten, was gute Montessori-Erzieung ausmacht.

Es kommt halt immer darauf an, wie es vor Ort umgesetzt wird.

Wichtig ist für Simones Sohn aus meiner Sicht, dass er eine kleine Lerngruppe findet, in der er erst einmal wieder Vertrauen in Schule finden kann und wenn das in einer Waldorf-Förder-Kleinklasse gehen würde, dann eben dort. Er steht ja erst am Anfang seiner Schullaufbahn und über Abschlüsse kann man sich dann immer noch Gedanken machen. Wenn ich es richtig gelesen haben, gibt es auf jeden Fall den mittleren Schulabschluss als Option.

Das soll nicht heißen, dass ich die TK nicht in die Pflicht nehmen wollen würde, deutlich für das Schulamt zu formulieren, was N. als Beschulung benötigt und daraufhin auch noch mal zu suchen, aber anschauen würde ich mir die Waldorfschule auf jeden Fall. Denn das muss ja nicht deswegen schlecht sein, weil die TK es empfiehlt. Sicher sollte man die jeweiligen Motivationen hinterfragen. Das wichtigste sollte aber sein, herauszufinen, wo N. jetzt (!) am besten aufgehoben wäre. Denn die TK ist sicher irgendwann zu Ende. Was ich von der TK unbedingt wissen wollen würde: ist es wirklich die Gruppengröße, die entscheidend ist? Oder was genau sind die Faktoren, die ihm den Aufenthalt in der TK möglich machen und den Schulaufenthalt bislang aber nicht? Was genau braucht es, damit er auf andere Kinder angemessen zugehen kann?

Simone, ich würde da den Blick ins jetzt richten und nicht so viel über die Zukunft nachdenken. Dein Sohn wird älter und reifer werden, da stehen ihm dann sicher viele Türen offen, wenn er jetzt einen guten Neustart bekommt.

LG
Rena
Rena mit Tochter (V.a. Autismusspektrumsstörung, Zwangsstörung)
"Jeder Zwang ist Gift für die Seele." (Ludwig Börne)

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AnnalenaO
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Beitragvon AnnalenaO » 01.11.2018, 17:23

Hallo Simone!
Zum IQ nochmal: das war bei meinem Sohn auch so dass die Verarbeitungsgeschwindigkeit weit unterhalb der sonstigen Fähigkeiten lag. Man sagte mir dazu dass ich mit meinem Sohn zb Spiele wie Halli Galli oder Hilfe Hai spielen kann um das zu verbessern. Ausserdem gibt es für den PC einiges womit man die Verarbeitungsgeschwindigkeit spielerisch trainieren kann.
Zum Schulthema kann ich leider nichts beitragen.
Liebe Grüsse, AnnalenaO


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