Frühkindlicher Autismus ,weiterführende Schule...MTK Hilfe

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

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kati543
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Beitragvon kati543 » 30.10.2018, 09:48

Hallo Michaela,
ein BFZ ist ein Beratungs- und Förderzentrum. Es ist immer an eine Förderschule im Schullandkreis angegliedert. Das BFZ für die Kinder mit Förderbedarf GE ist also an einer der GE Förderschulen im Schullandkreis.
Einen Kontakt zur Förderschule selbst haben die inklusiv unterrichteten Schüler bzw. deren Eltern überhaupt nicht. Ich schätze man wollte das wirklich trennen.
LG
Katrin
Katrin (Epilepsie)
O. (Frühk. Autismus (HFA), Sprachentwicklungsstörung, Ptosis, Hypotonie, AVWS, LRS, Vd. Valproatembryopathie)
D. (geistige Behinderung, Frühk. Autismus, Epilepsie, Esstörung, Trigonoceph., Hypertonie, Opticushypoplasie, Amblyopie, Mikrodeletion 3p26.3, Vd. Valproatembryopathie, Z.n. Schädelbasisfraktur)

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Nik777
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Beitragvon Nik777 » 30.10.2018, 14:20

Michaela44 hat geschrieben:
Nik777 hat geschrieben:Ist das Schulamt da der richtige Ansprechpartner? Oder das BFaz?


Ich weiß nicht, was das BFaz ist. Bei uns wäre die Förderschule der erste Ansprechpartner, aber was spricht dagegen, sich auch an das Schulamt zu wenden. Wer hat euch am meisten unterstützt, damit dein Kind auf die Regelscvule konnte? Dorthin würde ich mich wenden. Ich hab mir auch schon mal jemanden vom Ministerium zur Hilfe geholt....



Er durfte !!! In die Regelschule weil wir eine Petition im Landtag eingereicht haben.
Unterstützt hat uns niemand.
Aber ich habe mal die dame vom Schulamt angeschrieben die damals die bewilligubg unterschrorben hat.

Nik777
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Beitragvon Nik777 » 30.10.2018, 14:21

Michaela44 hat geschrieben:Dreh doch den Spieß um und frag das Schulamt, auf welche Regelschule dein Kind gehen kann und welche zu seinen Bedürfnissen passt und zudem erreichbar ist. Er hat ein Recht auf Inklusion!

Hab ich jetzt gemacht, danke

Nik777
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Beitragvon Nik777 » 30.10.2018, 14:25

kati543 hat geschrieben:Hallo,
ich bin auch aus MTK...ursprünglich. Mein Jüngster war in Eschborn in der Grundschule Süd-West inklusiv beschult mit Förderbedarf Geistige Entwicklung bis zum Ende der 4. Klasse. Mein Ältester war auch dort, danach in der 5. in einer IGS in Schwalbach mit Förderbedarf Sprachheilförderung. Die IGS hat ihn nur widerwillig aufgenommen, obwohl er lernzielgleich beschult wird. Zum Glück hat das Schulamt damals ein Machtwort gesprochen und mein Sohn durfte dahin. Aber es war ein K(r)ampf.
Beide Kinder hatten immer eine Schulbegleitung.
Dann kam die große Katastrophe. Der Kleine kam langsam aus der 4. Klasse. Naja, Dank unserer schlechten Erfahrungen haben wir uns natürlich schon frühzeitig gekümmert. Die Förderschullehrerinnen des BFZ, die das Gutachten für den Förderausschuss geschrieben haben (in der 1. und der 4. Klasse) waren beide der Meinung, er kann keinesfalls in die Förderschule Geistige Entwicklung, sondern muss inklusiv beschult werden.
Die Schule im Ort, hätte ihn inklusiv genommen - nur ein geistig behinderter Autist bei 1300 Schülern, das geht schief. Er brauchte eine relativ kleine Schule (wie sein Bruder). Nur alle kleinen Schulen verweigerten die Aufnahme eines Kindes mit Förderbedarf GE. Wir haben überall im Landkreis gefragt, keine Chance. Da Eschborn genau an der Grenze zu zwei anderen Schullandkreisen liegt, haben wir uns auch dort informiert, keine Chance. Wir haben in ganz Hessen die Schulen abgeklappert, ebenso in den in Frage kommenden anliegenden Bundesländern. Überall war die Antwort die Gleiche - sie nehmen kein GE-Kind.
Irgendwann ist uns dann die Idee gekommen, mal in einer Privatschule nachzufragen. Nach unzähligen Ablehnungen, haben wir jetzt eine inklusiv unterrichtende Privatschule in Wiesbaden gefunden. Meine Söhne besuchen diese Schule jetzt Beide. Wir zahlen das Schulgeld selbst, ich weiß aber auch von anderen Eltern, dass sie die Kostenübernahme durch das Jugendamt/Sozialamt geschafft haben. Zum ersten Mal in ihrem Leben gehen meine Kinder richtig gern in die Schule.
LG
Katrin

Nik777
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Beitragvon Nik777 » 30.10.2018, 14:50

Nik777 hat geschrieben:
kati543 hat geschrieben:Hallo,
ich bin auch aus MTK...ursprünglich. Mein Jüngster war in Eschborn in der Grundschule Süd-West inklusiv beschult mit Förderbedarf Geistige Entwicklung bis zum Ende der 4. Klasse. Mein Ältester war auch dort, danach in der 5. in einer IGS in Schwalbach mit Förderbedarf Sprachheilförderung. Die IGS hat ihn nur widerwillig aufgenommen, obwohl er lernzielgleich beschult wird. Zum Glück hat das Schulamt damals ein Machtwort gesprochen und mein Sohn durfte dahin. Aber es war ein K(r)ampf.
Beide Kinder hatten immer eine Schulbegleitung.
Dann kam die große Katastrophe. Der Kleine kam langsam aus der 4. Klasse. Naja, Dank unserer schlechten Erfahrungen haben wir uns natürlich schon frühzeitig gekümmert. Die Förderschullehrerinnen des BFZ, die das Gutachten für den Förderausschuss geschrieben haben (in der 1. und der 4. Klasse) waren beide der Meinung, er kann keinesfalls in die Förderschule Geistige Entwicklung, sondern muss inklusiv beschult werden.
Die Schule im Ort, hätte ihn inklusiv genommen - nur ein geistig behinderter Autist bei 1300 Schülern, das geht schief. Er brauchte eine relativ kleine Schule (wie sein Bruder). Nur alle kleinen Schulen verweigerten die Aufnahme eines Kindes mit Förderbedarf GE. Wir haben überall im Landkreis gefragt, keine Chance. Da Eschborn genau an der Grenze zu zwei anderen Schullandkreisen liegt, haben wir uns auch dort informiert, keine Chance. Wir haben in ganz Hessen die Schulen abgeklappert, ebenso in den in Frage kommenden anliegenden Bundesländern. Überall war die Antwort die Gleiche - sie nehmen kein GE-Kind.
Irgendwann ist uns dann die Idee gekommen, mal in einer Privatschule nachzufragen. Nach unzähligen Ablehnungen, haben wir jetzt eine inklusiv unterrichtende Privatschule in Wiesbaden gefunden. Meine Söhne besuchen diese Schule jetzt Beide. Wir zahlen das Schulgeld selbst, ich weiß aber auch von anderen Eltern, dass sie die Kostenübernahme durch das Jugendamt/Sozialamt geschafft haben. Zum ersten Mal in ihrem Leben gehen meine Kinder richtig gern in die Schule.
LG
Katrin


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