Kriterien zur Schulwahl

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

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Anvaya
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Kriterien zur Schulwahl

Beitragvon Anvaya » 28.10.2018, 23:08

Hallo ihr Lieben,

nach Unfall ist meine Tochter behindert.

Wie finde ich die passende Schule?

Die Psychologin vom SPZ schreibt "z.Z. zwischen Lernhilfe und Geistige Entwicklung" und alle anderen Menschen, die sie kennen redden von "Integration in der Regelschule- Lernhilfeschule".

Ich sehe sie nicht in der Regelschule- zu viele Kinder und zu wenig Sprache und schlechte Motorik meiner Tochter.

Am Montag werde ich alle in Frage kommenden Schulen mal anrufen und einen Hospitationstermin ausmachen. In den nächsten 20 km kommen da so einige zusammen, deshalb frage ich mich, woran ich die richtige Schule für meine Tochter erkenne.

Kurz zu meiner Tochter: Sie ist 5 Jahre alt(Einschulung 2020), spricht wenig und verwaschen, versteht sehr viel, kann es schlecht umsetzen(Motorik). Sie kam als gesundes Baby auf die Welt und hatte mit 16 Monaten einen Fastertrinkungsunfall, der zum Glück sehr, sehr gut ausging. Sie läuft, isst, trinkt, ist medikamentenfrei und ein lebensfrohes Energiebündel mit einem starken ICH.

Ich freue mich über Anregungen und Erfahrungsberichten von euch.

Viele liebe Grüße

Andrea
Ich *75
die Großen *98 *00 *07
die Kleine *13/*15 Z.n. Ertrinkungsunfall

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Ullaskids
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Beitragvon Ullaskids » 29.10.2018, 05:58

Hallo,
ihr habt ja dann noch 1,5 Jahre Zeit, das ist in dem Alter sehr viel - gibt es denn nicht die Möglichkeit, mit verschiedenen Intensivtherapien (gerade bezüglich Sprache gibt es da doch gute Möglichkeiten) die Entwicklung voranzubringen? Und dann doch die Regelgrundschule, evtl. eine mit möglichst kleinen Klassen?

Was ist mit unterstützter Kommunikation / Talker zur besseren Verständigung?

So lange im Voraus können sich ja viele Eltern ihr Kind nicht in einer ersten Klasse vorstellen :wink:
Viele Grüße,
Ulla mit Tochter (14): Gendefekt, Epilepsie etc.

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Tanja2014
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Beitragvon Tanja2014 » 29.10.2018, 07:38

Hallo,

vielleicht gibt es bei Euch bei der Stadt eine Behindertenbeauftragte oder ein Inklusionsbüro? Bei uns gibt es auf der Website außerdem eine Liste der Förderschulen. Vielleicht gibt es bei Eurer Kommune auch eine Liste der Lernhilfeschulen? Die besten Tipps gibt es meist bei Elternvereinen.

Nach dem, was ich hier im Forum sonst so lese, ist es in Hessen ja so, dass jede Schule Eure Tochter aufnehmen muss. Da würde ich mir wohl erstmal die zwei, drei fußläufig erreichbaren ansehen und überlegen, ob die da vielleicht mit einer Schulbegleitung klar kommt.

Außerdem möchte ich bei Ulla unterschreiben. Unsere Geschichte ist zwar eine andere, aber hier tut sich im Vorschuljahr gerade nochmal echt viel.
Viele Grüße
Tanja
mit B. (*2012) - Extremfrühchen, spastische ICP beinbetont GMFCS Level 1
und Wirbelwind (*2013)

kati543
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Beitragvon kati543 » 29.10.2018, 22:36

Hallo,
wir sind auch Hessen, allerdings anderer Landkreis. Mein Jüngster wurde bei der Einschulung dem Förderbedarf GE zugeordnet. Laut IQ wäre er heute zwischen Lernen und GE - allerdings bleibt er trotzdem bei GE.
Er ist seit der 1. Klasse inklusiv mit 1:1 Schulbegleitung in der Regelschule. Da müsst ihr eben schauen. Ich bin der Meinung, dass man in einer GE Schule definitiv nicht so viel Schulwissen vermittelt bekommen kann, wie auf der Regelschule. Nur muss die Regelschule wirklich gut sein.
In unserem Landkreis ist die Förderschule GE leider mehr oder weniger eine Verwahranstalt mit chronischer Unterbesetzung (und leider bekommt man bei nur 4 - 12 Kindern in der Klasse auch nur sehr schwer eine Schulbegleitung genehmigt) und die zuständige Grundschule sah sich völlig überfordert. Mein Sohn ist dann in eine Grundschule in einem anderen Ort gegangen, der entsprechende Erfahrung mit Inklusion hat. In seiner Klasse waren 18 Kinder bei ständiger Doppelbesetzung der Lehrer.
Meinen Ältesten habe ich in die Vorklasse zurückstellen lassen. Das war für ihn ein Segen und rettet ihn derzeit seine lernzielgleiche Beschulung. Vielleicht ist das ja auch eine Option für euch. Die Förderung in der Vorklasse ist schon extrem gut - gar nicht mit dem Kindergarten zu vergleichen.
LG
Katrin
Katrin (Epilepsie)
O. (Frühk. Autismus (HFA), Sprachentwicklungsstörung, Ptosis, Hypotonie, AVWS, LRS, Vd. Valproatembryopathie)
D. (geistige Behinderung, Frühk. Autismus, Epilepsie, Esstörung, Trigonoceph., Hypertonie, Opticushypoplasie, Amblyopie, Mikrodeletion 3p26.3, Vd. Valproatembryopathie, Z.n. Schädelbasisfraktur)


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