Tipps zum Kind "wiederfindbar" machen gesucht

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LovisAnnaLarsMama
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Tipps zum Kind "wiederfindbar" machen gesucht

Beitragvon LovisAnnaLarsMama » 28.10.2018, 17:39

Hallo, ich weiß dass dieses Thema hier schon so oft thematisiert wurde und finde über die Suche nicht wirklich einen geeigneten Beitrag. Das Problem ist folgendes: mein Sohn setzt sich beim Einkaufen oder auch bei Terminvereinbarungen beim SPZ sehr gerne ab und verschwindet auf nimmer wiedersehen. Er ist normalerweise recht langsam, aber wenn er einen guten Tag hat und die entsprechende Lust, kann er sehr schnell werden. Am Mittwoch ist er beim gemeinsamen Einkauf in einem sehr großen, gut besuchten Einkaufszentrum entwischt und vier Personen haben ihn etwa 5 min. lang gleich panisch gesucht- weil er auch einfach aus Läden herausläuft oder auch mit Fremden mitgehen würde. Interessanterweise hat ihn auch kein Erwachsener gestoppt... Er kann seinen Namen etc. nicht sagen.
Irgendjemand hatte mal etwas von mit Namen und Telefonnummern bedruckten T-Shirts geschrieben, das finde ich etwas zu offensichtlich. Wie markiere ich das Kind relativ unauffällig mit der Info, dass er schnell wiedergefunden werden kann? Erkennen andere Menschen ein Armband mit eingesteckten Infos? Eine Leine am Handgelenk wäre toll, die würde er aber nicht akzeptieren...
Ich brauche euren Input, denn diesen Schrecken brauche ich nicht noch einmal.
LG LovisAnnaLarsMama
Meine drei kleinen Wunder: Wunderkind (2009), Schneckenkind (2011) und der kleine Bruder (2015): Hemiparese, expressive Sprachenwicklungsstörung, Epilepsie und diverse Baustellen nach Asphyxie/Frühgeburt

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Lotte und Dennis
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Beitragvon Lotte und Dennis » 28.10.2018, 17:47

Hi!

Kann er etwas um den Hals tragen? Viele Kinder tragen z.B. ihre Buskarten an einem Schlüsselband um den Hals in er Folie. Wenn ihr eine Karte mit euren Telefonnummern daran befestigt? Vielleicht kommt sowas in Frage?

LG

Lotte

Anna-Alice
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Beitragvon Anna-Alice » 28.10.2018, 18:00

Hallo LovisAnnaLarsMama,

meine Nicht (auch immer extrem schnell "weg") trug in dem Alter eine Halskette, bestehend aus Buchstaben- bzw. Nummernperlen, die ihren Namen und die Telefonnummer meiner Schwester bildeten. Durch weitere bunte Perlen war die Kette so auffällig, dass der Blick des Betrachters mit relativ großer Wahrscheinlichkeit darauf fallen würde (= man hätte dann auch bemerkt, dass die Kette Informationen beinhaltet).
Ginge so was? Meine Schwester hatte damals eine Art "Sicherheitsverschluss" eingebaut, damit die Kleine sich nicht versehentlich strangulieren konnte.

Viele Grüße
Anna

Rita2
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Beitragvon Rita2 » 28.10.2018, 18:08

Hallo,

eine inzwischen übliche Methode ist, die Telefonnummer auf den Unterarm zu schreiben. Das kennen viele und schauen sicher dort auch nach.

Unser Sohn geht oft auf Ausflüge der Lebenshilfe mit. Die haben eingeschweißte Kärtchen (so groß wie Visitenkarten) mit einem kleinen Karabinerhaken.
Das bekommen die Kinder entweder gut sichtbar an die Kleidung (für die Wegläufer) oder an der Hose festgemacht und kann dann auch in die Hosentasche gesteckt werden (für die die so etwas nicht sichtbar tragen wollen).

Unser Sohn hat immer eine Karte mit unseren Telefonnummern im Geldbeutel. Aber er ist auch schon 22 und lief so gut wie nie weg.

Eine Smartwatch oder ein anderes Teil mit GPS und Mobilfunkanschluß. Das kann man abfragen, wo es sich befindet. Das ist natürlich nur auf einige Meter genau.

LG
Rita
Rita mit Sohn *Dezember 1995, ohne Diagnose,
cerebrale Koordinations- und Tonusregulationsstörung mit Zehenspitzengang, kognitive und sprachliche Entwicklungsstörung, süßer Bengel

Lisaneu
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Beitragvon Lisaneu » 28.10.2018, 18:21

Mein Sohn trägt T-Shirts mit der Aufschrift

"Gehörlos und (zu) selbstständig
Telefon Mama: xxxx/xxxxxxxx"

Ich habe kein Problem damit, meine Telefonnummer da drauf zu drucken, allein damit weiß noch niemande etwas, was er nicht wissen sollte. Ehrlich gesagt wüsste ich gar nicht, was wer mit meiner Telefonnummer ohne sonstige Infos (Namen, Adresse, Name vom Kind,...) anfangen soll.

Wer da vorsichtiger ist als ich kann sich in ein Handy mit einem Dual-Sim-Slot noch eine zweite SIM-Karte stecken, die zu einem (anonymen) Wertkarten-Handy gehört (und die man jederzeit wechseln kann), dann ist das Ganze praktisch risikofrei. So eine Sim-Karte gibt´s schon ab zwei Euro, meistens haben die ein paar Freiminuten als Startguthaben drauf und nach einer gewissen Zeit der Verwendung muss man den Mindestbetrag (ich glaube 10 Euro) draufladen, dann funktioniert das Handy ein Jahr, bevor man wieder aufladen muss. Und man kann das Guthaben ja trotzdem vertelefonieren, vielleicht an Stellen, wo man nicht will, dass die eigene Haupt-Handynummer aufscheint :wink: .
Sohn 3/2010 hochfunktionaler Asperger-Autist + ADHS
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Beitragvon kati543 » 28.10.2018, 18:25

Hallo,
wie alt ist er? Kauf ihm doch einen GPS-Sender. Dann bist du nicht auf die Hilfe Fremder angewiesen.
LG
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Beitragvon Lisaneu » 28.10.2018, 18:28

kati543 hat geschrieben:Hallo,
wie alt ist er? Kauf ihm doch einen GPS-Sender. Dann bist du nicht auf die Hilfe Fremder angewiesen.
LG
Katrin


An GPS-Sender habe ich auch schon einige Male gedacht, das aber wieder verworfen, weil ich keine Ahnung habe, wie ich den Sender so "fix" aufs Kind bekomme, dass er nicht abgenommen werden kann. Auf Kleidung heften (z.B. Unterhemd) würde gehen, aber wie ich mich kenne landet das Teil dann über kurz oder lang in der Waschmaschine. Halsketten oder Armbänder werden immer wieder abgenommen und weggelegt. Aber vielleicht hat wer auch in der Richtung noch einen Tipp :) .
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Beitragvon Lisaneu » 28.10.2018, 18:35

Noch was: Armbänder mit eingesteckten Infos werden normalerweise nicht erkannt. Auch sonst ist schwer, Infos zugänglich zu machen. Niemand durchwühlt die Taschen eines fremden Kindes. Bevor ich auf die T-Shirts gekommen bin dachte ich z.B. an eine Halskette mit eingravierter Telefonnummer von mir - aber die würde echt NIEMAND anschauen.

Auch die T-Shirts sind übrigens keine Garantie, dass man angerufen wird. Im Zoo war Alexander mal 30min außer meiner Sichtweite mit so einem T-Shirt unterwegs und keiner hat hingeschaut :? . Das liegt aber vermutlich auch daran, dass man Alexander seine Behinderung nicht ansieht, und er älter und gut orientiert wirkt. Aber diese Info auf dem T-Shirt ist immer noch die beste Möglichkeite, denn WENN jemand auf mein Kind aufmerksam wird, dann wissen die Leute gleich, was zu tun ist.

Als Alexander vor 4 Wochen von zu Hause weggelaufen ist hatte der das T-Shirt natürlich nicht an und er war 3 Stunden komplett allein unterwegs :shock: :shock: :shock: , bis er einem Buslenker aufgefallen ist, der dann GsD die Polizei verständigt hat. Die hat zu dem Zeitpunkt schon mit 7 Streifenwagen und Hubschrauber nach ihm gesucht...
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Beitragvon Tanja2014 » 28.10.2018, 18:59

Hallo,

hier habe ich schon ein paar Mal mitbekommen, dass Eltern so ein Namensschild (so was in der Art: https://www.amazon.de/Namensschilder-Ei ... dung&psc=1) mit einer Art Visitenkarte drin am Pullover oder der Jacke befestigt haben. Vielleicht kann man das so hinten am Pulli oder an der Kapuze der Jacke befestigen, dass das Kind es selbst nicht abmachen kann?! Das würde Fremden wohl recht bald auffallen denke ich.
Viele Grüße
Tanja
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Beitragvon Engrid » 28.10.2018, 20:14

Hallo,

Junior kann ich orten über die App iPhone-Suche, das funktioniert ganz gut. Und gibts sicher vergleichbar für Android. Er muss natürlich das Handy einstecken haben.
Alternativ gibts auch Tracker - damit bist Du nicht (oder nicht so sehr) auf aufmerksame und wohlmeinende Passanten angewiesen...

Grüße
Engrid
mit Sohn vom anderen Stern (frühkindlich autistisch)
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