Ausfälle - ich weiß nicht mehr weiter

In dieser Rubrik könnt ihr euch über diverse Krankheitsbilder austauschen - z. B. Skoliose, Kyphose, Cerebralparese usw.

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Lea3103
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Ausfälle - ich weiß nicht mehr weiter

Beitragvon Lea3103 » 24.10.2018, 13:27

Hallo ich habe eine Frage an euch und würde mich über Erfahrungen sehr freuen. Wir haben 2 Töchter 10 u 8 J. Die Große hat ADHS und Legasthenie, ist aber gut eingestellt und es klappt soweit ganz gut. Bei er Kleinen wurde auch getestet, aber es kam leider nichts genaues heraus. Der 1. Test war aussagelos, denn sie ist in 2 Teilbereichen (logisches Denken und Wahrnehmung) soweit abgesackt, dass kein IQ errechnet werden konnte. Wegen Legasthenie wurde dann noch einmal getestet - IQ 102. Es werden jetzt über einen längeren Zeitraum die Ausfälle aber immer deutlicher. D.h. eine Stunde ist sie bei der Sache kann sich konzentrieren, man kann mit ihr reden etc... in der nächsten Minute schaltet sie aber oder um und es geht nichts mehr. Weder Konzentration noch irgendwie ansprechbar etc.... Sie macht auch vermehrt Mist, ich traue mich gar nicht mehr sie 5 Minuten aus den Augen zu lassen... sie nimmt meine Creme schmiert sie ich in die Haare, malt Puppen schwarz oder blau an komplett, zerschneidet irgendwas etc... wir haben sie jetzt versucht mit Tabletten einzustellen, was aber nur wenig bis gar keine Wirkung zeigt (Medikinet gar nicht Kinecteen minimal) und ich werde das Gefühl, dass vielleicht doch noch etwas ganz anderes dahinter steckt. Die Psychologin, die sie getestet hat, meinte auch, dass ist wie als wenn man ein Licht an und ausschaltet.. vielleicht hat hier jemand Tipps Anregungen denn ich bzw auch unser Kinderpsychiater bin am Ende unseres Lateins
Entschuldigt bitte den langen Text

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Angela77
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Beitragvon Angela77 » 24.10.2018, 15:14

Hallo Lea,
vielleicht Epilepsie im Sinne komplex-fokalter Anfälle? Habt ihr mal ein Schlaf-EEg schreiben lassen?
Liebe Grüße
Angie
Bene (2008): regressiver Autismus, schwerste expressive Sprachentwicklungsstörung (bei sehr gutem Sprachverständnis!), Bildung von Casiomorphin und Gliadorphin
Vorstellung plus Diäteffekte:
http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic73493.html

Primär nächtliche Epilepsie im motorischen Sprachzentrum (leider erst erkannt im März 2015!!!)

Lea3103
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Beitragvon Lea3103 » 24.10.2018, 15:19

Hallo Angie nein bisher noch nicht nur ein normales EEG, das war aber unauffällig. Kannst du mir das vielleicht näher beschreiben?

Angela77
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Beitragvon Angela77 » 24.10.2018, 15:25

Hallo Lea,
google am besten mal selbst. Mein Sohn hat eine ganz andere Epilepsieform, aber ich irgendwo mal gelesen, dass Mensche mit kompex-fokalen Anfällen mitunter sehr verrückte Dinge tun, die den Anschein erwecken, sie sind psychisch schwer gestört und deswegen mitunter sogar notfallmäßig in der Psychiatrie landen, weil selbst Rettungssanitäter nicht erkennen, dass diese Patienten "nur" krampfen. Schlaf-EEGS sind oft aussagekräftiger als Wach-EEGs, aber es gibt auch Epileptiker, da sieht man auf dem EEG gar nichts, selbst wenn sie akut krampfen, weil die Krämpfe zu tief aus dem Gehirn kommen. Habe es oben falsch geschrieben. Ich meine komplex-fokale Anfälle.
Liebe Grüße
Angie
Bene (2008): regressiver Autismus, schwerste expressive Sprachentwicklungsstörung (bei sehr gutem Sprachverständnis!), Bildung von Casiomorphin und Gliadorphin

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Beitragvon Lea3103 » 24.10.2018, 15:28

Bin gerade schon am Googeln danke für den Tipp bin für alle Anregungen sehr dankbar

Anna-Nina
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Beitragvon Anna-Nina » 24.10.2018, 22:49

So ähnlich war das bei meiner Tochter auch - wir wissen jetzt, dass es Epilepsie ist. Fokale Anfälle im Frontalhirn. (Frontallappenepilepsie) Die äussern sich durch überwiegend wirres Verhalten, Spracharrest, Satzwiederholungen, Teilweise auch affektive Ausraster.
Habt ihr schon ein EEG geschrieben?
LG

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Beitragvon Lea3103 » 25.10.2018, 04:54

Eeg war unauffällige. Sie hat was Sprache angeht eher keine Aussetzer. Sie verfällt oft in kleinkindverhalten im nächsten Moment will sie sich Schminken. Sie schon gut Brust entwickelt, das letzte Jahr hat sie 10 kg zugenommen.

Aber diese starken Leistungsabfall machen mir Sorgen. Dass nicht jeder Tag gleich ist etc ist klar. Bei ist es als wenn man das Licht an und ausmacht

Angela77
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Beitragvon Angela77 » 25.10.2018, 12:05

Hallo Lea,
das "Tag und Nacht Phänomen" war, als Benes Epi noch unbekannt war, so krass, dass innerhalb einer Woche von zwei verschiedenen Personen einmal Beschulung auf Regelschulniveau und einmal Beschulung nach GE-Lehrplan empfohlen wurde.
Auch ich schwankte damals mit einer Einschätzung von "sicher geistig schwer behindert" bis "wahrscheinleich nur leicht lernbehindert" fast täglich hin- und her.
Seit seine Epi eingestellt ist, ist er jeden Tag vergleichsweise gleich. Schwer behindert durch seinen Autismus, hat aber Lesen, Schreiben und Rechnen gelernt und verfolgt aufmerksam Was-ist-Was Videos mit naturwissenschaftlichen Inhalten ...
LG
Angie
Bene (2008): regressiver Autismus, schwerste expressive Sprachentwicklungsstörung (bei sehr gutem Sprachverständnis!), Bildung von Casiomorphin und Gliadorphin

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Ayden
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Beitragvon Ayden » 09.11.2018, 16:23

Liebe Lea,

bei unserer Kleinen gab es, als sie noch klein war, damals so mit gut 3 Jahren, solche Episoden auch. Damals wussten wir noch nicht, dass sie einen angeborenen Cortisonmangel hat (sie kann kein Cortison bilden) und somit ihre Energie immer wieder einfach weg war, wie bei einem Röhrenradio, dem man den Strom abdreht. Heute (sie ist jetzt gerade 9 geworden) kommen solche Episoden vor, wenn sie krank wird : Dann braucht sie theoretisch die 3fache Cortisondosis, nur, das merkt man daran, dass sie intellektuell `schwächelt´. Erwischt man dann die richtige Cortisondosis, ist alles wieder gut.

Sie hat keine Epilepsie..

LG, Ayden

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Konrad02
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Beitragvon Konrad02 » 09.11.2018, 19:50

Hallo Lea,
eine früh einsetzende Pubertät, die sie ganz schwer beutelt?

Viele Grüße
Konrad02


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