WfbM: Resturlaub nicht ins neue Jahr mitnehmen?

Unsere Kinder werden älter, verlassen die Schule und auch oft das Elternhaus. Wie sehen die Perspektiven für behinderte Jugendliche und junge Erwachsene aus? Wo können sie arbeiten? Wo finden sie geeignete Wohnformen? Hier können sich Eltern austauschen und informieren!

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Sonja40
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Beitragvon Sonja40 » 23.10.2018, 15:15

Hallo

Also bei uns ist es so das wir alle Tage aufbrauchen müssen bis Monat 12
7 Tage haben wir noch für dies Jahr.

Leider sind da die Werkstätten streng.
Liebe Grüße Sonja

Sonja 21.05.72
Töchterchen Michaela (Ela) 20.01.90

Stoffwechselerkrankung , Chronischer Reflux ,Chronische Gastritis ,Epilepsie, PEG,schwere Anemie ,Skiliose,Lungenunterfunktion,Dauersondierung über Ernährungspumpe ,Mikro Aspirationen



Der kürzeste Weg zwischen zwei Menschen ist ein Lächeln....

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Senem
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Beitragvon Senem » 23.10.2018, 15:23

Hallo,

bei uns ist es so, das wir bis Januar den alten Urlaub mitnehmen dürfen!!
Gruß

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Lisa Maier
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Beitragvon Lisa Maier » 23.10.2018, 18:00

Hallo,

ganz ehrlich? Wenn ich für das dort übliche Taschengeld, bei dem man dauerhaft auf sonstige Transferleistungen angewiesen bleibt, arbeiten müßte, dann wären mir deren Urlaubsregelungen so etwas von egal. Ich würde den offiziellen Urlaub nehmen wie 'erlaubt' und ansonsten mir einen vernünftigen Arzt suchen, der mir für weitere freie Tage ohne Mullen und Knullen die Krankschreibungen gibt.
Eure Kinder haben schon dadurch, daß sie in einer WfB arbeiten, Nachteile genug, da braucht man nicht noch gängelnde Urlaubsregelungen.

Viele Grüße

Lisa

Senem
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Beitragvon Senem » 23.10.2018, 18:12

Hallo Lisa Maier,

naja, aber man muss sich schon an das halten, was die WfbM einem vorschreibt.

Ansonsten bekommt man denke ich Probleme, mit denen.

Ich glaube, es wird keinen Arzt geben, der einen krankschreibt, obwohl man nicht krank ist!!

Und warum bitte hat man Nachteile, wenn man in einer WfbM arbeitet??

Wir können froh sein, das wir in einem Land leben wo für behinderte Menschen so viel getan und ermöglicht wird!!

Es gibt bestimmt Menschen, die wären froh wenn sie überhaupt arbeit haben!

Wie man es macht, macht man es falsch. Gebe es keine Arbeit für behinderte Menschen, wäre das gemecker auch groß :roll:
Gruß



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Jaqueline
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Beitragvon Jaqueline » 23.10.2018, 18:23

Hallo Michaela W.

auch das handhabt jeder Arbeitgeber anders. Ich arbeite auch auf dem 1. Arbeitsmarkt und muss ab dem ersten Tag eine AUB bringen.
Die kann zwar bis zum 3. Tag da sein, muss aber ab dem ersten Tag gültig sein. Urlaub sollen wir möglichst auch nicht mitnehmen.
LG Jaqueline
Spastische Tetraparese, Kyphose
Mann: Epilepsie (VNS seit 2008)
Tochter: * 01/2015 und Tochter ET 2020

Für immer im Herzen.

Michaela W.
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Beitragvon Michaela W. » 23.10.2018, 18:30

Hallo Jaqueline,

deshalb hatte ich ja auch geschrieben "manchmal".😄
Ich hatte auch schon Jobs, wo bereits für den ersten Krankheitstag eine AU verlangt wurde und/oder wo man Resturlaub nicht mit ins neue Jahr nehmen sollte.


LG von Michaela
Michaela (50) Asthma, stiller Reflux, hoher Puls, Bluthochdruck, Kniearthrose
Kevin (27): Ein Fall für Dr. House. Unklare Genese (derzeit ausdiagnostiziert) mit beinbetonter Spastik, Pseudotumor Cerebri (Shunt seit 2010), Bluthochdruck, hoher Puls, vergrößerte Leber+Milz, Asthma
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Beitragvon Chantal-Marie » 23.10.2018, 21:32

Hier muss der Urlaub auch bis Ende des Jahres verbraucht werden und ich finde das ok. Unser Mädel hat noch 6 Tage. Einen Tag nimmt sie am 2.11 denn da macht die Gärtnerei komplett zu. Die restlichen 5 Tage werden dann vor Weihnachten abgefeiert.
Liebe Grüße von Chantal-Marie und Mama

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Beitragvon MOmitJulian » 24.10.2018, 08:30

Hallo Zusammen,

Ich verstehen sehr gut, dass die WfbMs das streng handhaben.
Meine Mitarbeiter dürfen das auch nur auf Antrag und bei entsprechenden Begründungen.

Man muss das auch betriebswirtschaftlich sehen.

Jede Überstunde und jeder Urlqubstag, der ins neue Jahr mitgenommen wird, schmälert die Firmenbilanz. Weil man quasi „einen Kredit mit ins neue Jahr nimmt“.

Und gerade Firmen wie die WfbMs, die durch Sozialleistungszuschüsse nochmal stärker kontrolliert werden, haben dann viel erklärungsbedarf und im Zweifelsfall minimiert das Controlling die Budgets fürs nächste Jahr.

Und gerade in den Firmen, wo man Auftragslagen anpassen kann und es noch dazu nicht passiert, dass man durch angelehnte Aufträge pleite geht, ist es „betriebsbedingt“ gar nicht nötig, Urlaube zu verschieben.

Krankheitsbedingt, weil der MA die Zeiten eben nicht nehme konnte, sind da ja nochmal anders zu sehen.

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Lisa Maier
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Beitragvon Lisa Maier » 24.10.2018, 16:05

Hallo MOmitJulian,

ich arbeite als Akademiker in der freien Wirtschaft und bekomme folglich ein reguläres Gehalt, das mich völlig unabhängig von Transferleistungen macht und mir ein gutes Leben ermöglicht. Da kann ich es akzeptieren, daß ich nicht beliebig lange den Urlaub aufheben kann (ist bei uns jedoch einiges länger wie in der WfB).
Aber man kann doch unmöglich einen Arbeitsplatz in der WfB hiermit vergleichen. Selbst wenn mein Chef wahnsinnig würde und unsere Gehälter massiv kürzte, bekäme ich immer noch den Mindestlohn, der für WfB-Mitarbeiter absolut utopisch ist. Daß man bei derart prekären Verhältnissen (in der WfB sind nicht nur Leute, die richtig unselbständig sind), die einen auf Dauer von Transferleistungen abhängig halten, auch noch Verständnis für betriebswirschaftliche Belange haben soll, finde ich unerhört. Eigentlich sollte man da eher auf die Barrikaden gehen. Wenn schon aufgrund mangelnder Produktivität kein Mindestlohn möglich ist, dann sollte zumindest der Urlaub wenigstens bis Ende März mitgenommen werden können.
Und gerade Firmen wie die WfbMs, die durch Sozialleistungszuschüsse nochmal stärker kontrolliert werden, haben dann viel erklärungsbedarf und im Zweifelsfall minimiert das Controlling die Budgets fürs nächste Jahr.
Und genau dieses gehört dringend reformiert.
Noch ein kleiner Nachtrag: Die Abkürzung BWL steht für 'betrügen wir Leute'

Viele Grüße

Lisa


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