Fühle mich ein wenig zu fremdbestimmt

Eltern, Geschwister, Großeltern - die ganze Familie ist gefordert, wenn es um die Belange des besonderen Kindes geht. Häufig ist das Familienleben durch die besonderen Bedürfnisse von Sohn oder Tochter großen Belastungen ausgesetzt. Ein Austausch mit Familien, die auch ein besonderes Kind haben, tut gut und kann sehr hilfreich sein.

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Andrea5
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Fühle mich ein wenig zu fremdbestimmt

Beitragvon Andrea5 » 20.10.2018, 19:06

Hallo alle Zusammen,

fühle mich im Moment etwas zu fremdbestimmt. Ben war in KZP. Geplant waren eigentlich 14 Tage, die eigentlich durch die Einrichtung abgesegnet worden war. Der Aufenthalt wäre von Anfang Oktober bis Ende zweiter Oktoberwoche gewesen, also die kompletten Herbstferien. Mein Mann und ichwollten endlich mal Zweisamkeit genießen. Wir buchten eine 8 Tagereise für uns.

Ende August bekam ich einen Anruf, dass wir den KZP-Aufenthalt einkürzen müssen für 2 bis 3 Tage wegen Pflegenotstand. Das machten wir auch, aber so das wir die Reise antreten konnten. Statt Montag wollten wir Ben dann Dienstag nachmittags(eigentlich ist die Übergabe Kind abends vorgesehen) und die nächste Woche Freitag dann gegen nachmittag abholen (statt vormittags). Weil es für uns auch sonst so gehetzt wird sein wird. Das Gespräch hatte ich dann noch als E-Mail losgeschickt und bekamen die Bestätigung, ja so machen wir das. Und als wir Ben dann am Dienstag nachmittags hingebracht hatten und bei der Aufnahme dann sagten, dass wir anschließend wieder gehen, wurde uns gesagt, nein wir müssten bis 19 Uhr hier warten bis Übergabe Kind ist. Wir sagten, das ginge nicht und es wäre abgesprochen, dass wir nach der Aufnahme gingen. Hatte zum Glück einen Ausdruck der Mial mit gehabt. Die die Aufnahme durchgeführt hatte, verschwand dann erstmal um sich zu erkundigen. Mit der ich das Telefongespräch geführt hatte wegen Kürzung der Aufenthaltstage, war leider in Urlaub. Wir mussten ja am Mittwoch ganz früh aufstehen und einen ganz bestimmten Zug nehmen und unseren Flieger zu erreichen. Dann kam die die Aufnahme gemacht hatte wieder und sagte ok wir können nach der Aufnahme gehen, aber abgeholt werden muss Ben vormittags.


Nachdem Rückflug empfand ich das alles nur als Gehetze. Sachen, die man ohne Kürzung hätte erledigen können, mussten ganz schnell Bühne gebracht werden. Mir fehlte das zu Hause ankommen irgendwie.


Ob ich nochmal 14 Tage in einem Stück Kurzzeitpflege für Ben buche, dass überlege ich mir wirklich zweimal. Man kann schon garnichts mehr vernünftig planen. Für mich ist Zweisamkeit mit meinem Mann eh purer Luxus. Ich spreche jetzt nicht von einem Kino oder Restaurantbesuch, sondern mal für etwas längerer Zeit. Oder bin ich hier die Prinzessin auf der Erbse?


Ich musste das mal loswerden.


LG Andrea
Andrea Bj.1965/ Jan 11/98 KISS(KIDD), Legasthenie mit kormobide AVWS
/Ben 01/04 KISS(KIDD)2 Jahre blockadefrei , frühkindl. Autismus, Wahrnehmungsprobleme, expressive Sprachstörung , Hyperakusis
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Leoka2010
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Beitragvon Leoka2010 » 20.10.2018, 19:43

Hallo
erstmal ein Trost. :icon_flower:

Nein ... du bist keine Prinzessin auf der Erbse.
:wink:
Ich kann dich gut verstehen und Dir nachfühlen. Habe in anderen Bereichen ähnliches erlebt..
erst heisst es a, dann aufeinmal b,
dann heisst es " sie sind die Eltern und entscheiden" und wenn man sich dann entscheidet, wird man dann aufeinmal unter Druck gesetzt alla " wollen Sie nicht das beste für ihr kind... es gibt da gewisse Mittel" etc.

genau wie Du, liebe auch ich mein Kind und finde
es ganz normal, wenn man sich trotzdem mal nach Zweisamkeit, einer Pause oder einer besseren Hilfe bei der Pflege / Betreuung des Kindes sehnt.

Ich hörte mal, wenn man immer wieder die selbe Einrichtung wählt, dass es dann besser und lockerer wird, aber ob's stimmt, weiss ich leider nicht

mamaJohnny
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Beitragvon mamaJohnny » 21.11.2018, 15:31

Wer schreibt, der bleibt....

Gut, das Du dir gleich angewöhnst die Dinge schriftlich zu fixieren.
Eigentlich eine Frechheit, wie die vorgehen.
Ob man dann abschalten kann?

Habe in Wien ähnliches mit Johnny erlebt. zb. Anruf meiner Mutter, die auf der KUZU zu Besuch war: Johnny bekommt nur eingeschränkt zu essen, weil die nur Sondenkinder gewohnt sind..... Ich grad in Tirol. OH FREUDE!!!

Ich würde es nochmal probieren - mit klaren Ansagen deinerseits. Ihr habt das Recht auf Paarzeit.

lg mamaJohnny
Johnny Lauserspatzi 051213, 60cm 4826g, Asphyxie, hypoton, Gaumenspalte innen OP April 15, Kraniosynostose OP Juni 14, genet. Abber. 3. u. 9. Chr.

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Andrea5
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Beitragvon Andrea5 » 21.11.2018, 17:54

Hallo Loeka, hallo mamaJohnny,

danke für eure Antworten. Den Kurzzeitpflegeaufenthalt so die Einrichtung hätten sie uns auch komplett streichen können, wenn wir denen nicht entgegengekommen wären. Ich konnte leider auch keine Rechtsgrundlage finden, dass sie es nicht machen können.

@Leoka: In diese Einrichtung geht Ben schon seit einigen Jahren. Meistens eine Woche oder auch mal 2x 1 Woche. Das hat auch immer geklappt. Nur finde ich eine Woche zu kurz, um sich mal wieder etwas mehr entspannen zu können.

@mamaJohnny: Musstest du die Kurzzeitpflege für Johnny abbrechen :shock:? Wie ist das bei euch ausgegangen?


LG Andrea
Andrea Bj.1965/ Jan 11/98 KISS(KIDD), Legasthenie mit kormobide AVWS

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