Diskussion um schwarze Pädagogik im Film „Elternschule“

Eltern, Geschwister, Großeltern - die ganze Familie ist gefordert, wenn es um die Belange des besonderen Kindes geht. Häufig ist das Familienleben durch die besonderen Bedürfnisse von Sohn oder Tochter großen Belastungen ausgesetzt. Ein Austausch mit Familien, die auch ein besonderes Kind haben, tut gut und kann sehr hilfreich sein.

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Engrid
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Beitragvon Engrid » 02.01.2020, 12:16

Hallo,

lesenswerter Artikel der Zeit mit einem Jahr Abstand:
https://www.zeit.de/kultur/2019-12/elte ... -realitaet

Grüße
Engrid
mit Sohn vom anderen Stern (frühkindlich autistisch)
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elke.theaterfisch
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Re: Diskussion um schwarze Pädagogik im Film „Elternschule“

Beitragvon elke.theaterfisch » 02.01.2020, 13:45

Sehr interessanter, lesenswerter Artikel, finde ich. Vielen Dank für den Hinweis darauf, Engrid!
Elke + Mann mit Sohn früh geboren im Mai 2009, 29. Woche, 1200 g. Motorisch entwicklungsverzögert. Muskulär hypoton bein- und fußbetont, schwache Bänder, Knick-Senk-Füße. Erste Schritte mit dreieinhalb Jahren. Trug jahrelang Unterschenkel-Orthesen und Ringorthesen. Seit 2006 ohne Orthesen, zeitweise Einlagen.

rena99
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Re: Diskussion um schwarze Pädagogik im Film „Elternschule“

Beitragvon rena99 » 02.01.2020, 18:24

Ein sehr reflektierter Artikel zum Thema!
Rena mit Tochter (V.a. Autismusspektrumsstörung, Zwangsstörung)
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LasseUndJohannes
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Re: Diskussion um schwarze Pädagogik im Film „Elternschule“

Beitragvon LasseUndJohannes » 27.01.2020, 20:49

Und wir werden diesen Film nicht los. Nun ist er für den Grimme Preis nominiert. Ich habe ihn selbst nie gesehen. Nur Berichte und Szenen gelesen. Alles sagt mir es ist falsch was dort passiert. Oder zumindest das meiste.
VG
Lasse

Johannes 2008, extremes ADHS, Fehldiagnose (?) Autismus
Benedikt 2014, non verbal, auto aggressiv, ADHS, v.a. frühkindlicher Autismus, Fragiles X nach Gentest

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Beitragvon Engrid » 29.01.2020, 17:12

Hallo,

Stellungnahme des Kinderschutzbundes zur Nominierung: https://www.dksb-nds.de/presse/pressemi ... n-kindern/

Grüße
Engrid
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Re: Diskussion um schwarze Pädagogik im Film „Elternschule“

Beitragvon elke.theaterfisch » 31.01.2020, 09:43

Danke fürs Einstellen, Engrid. Der Stellungnahme des Kinderschutzbundes kann man sich nur anschließen, finde ich.
Elke + Mann mit Sohn früh geboren im Mai 2009, 29. Woche, 1200 g. Motorisch entwicklungsverzögert. Muskulär hypoton bein- und fußbetont, schwache Bänder, Knick-Senk-Füße. Erste Schritte mit dreieinhalb Jahren. Trug jahrelang Unterschenkel-Orthesen und Ringorthesen. Seit 2006 ohne Orthesen, zeitweise Einlagen.

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Beitragvon Engrid » 01.02.2020, 14:02

Hallo,

sehr gut auf den Punkt gebracht, finde ich:
https://www.deutschlandfunkkultur.de/gr ... 6tUt04uNgw

Grüße
Engrid
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Re: Diskussion um schwarze Pädagogik im Film „Elternschule“

Beitragvon TanjaMi » 03.02.2020, 13:02

Am Donnerstag hatten wir in einem spz den ersttermin zur Diagnostik. Die Dame vin der Anamnese(ich glaube psychologin) empfahl uns nach gefühlten 3 Minuten Gespräch die im Film gezeigte Klinik. Bergmannsheil kinderklinik Gelsenkirchen.
Ich bin total von den Socken. War zutiefst schockiert und die Dame für mich "unten durch". Jetzt weiß ich absolut nicht weiter. Gibt es hier jemanden der persönliche Erfahrungen mit der Klinik gemacht hat? Gerne per pn.
Eigentlich dachte ich immer, das wäre ein absolutes no go. Aber mittlerweile habe ich es als absolut letzte Möglichkeit in Betracht gezogen, falls bei der Diagnostik nichts nennenswertes rauskomnt. Weiß gar nicht was ich denken soll.

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Beitragvon Engrid » 03.02.2020, 14:02

Hallo Tanja,

es gibt ja Alternativen, wenn es „ansteht“: Kliniken, die eine stationäre Unterstützung in Krisen anbieten mit einer bindungsorientierten Haltung. Zb:
https://www.uke.de/kliniken-institute/k ... hosomatik/
Wenn Hamburg zu weit ist, dann haben sie dort vielleicht eine gute Adresse in Deiner Nähe. Es gab auch eine Klinik aus dem Ruhrgebiet, die bindungsorientiert arbeitet und sich gegen den Film damals positioniert hatte, ich weiß bloß nicht mehr welche (ich meine, es war in Düsseldorf oder Dortmund :icon_scratch:

Lass Dich nicht nach Gelsenkirchen schicken, Es gibt gute Alternativen!

(Ein weiteres hilfreiches Suchwort nach „bindungsorientiert“ ist „systemisch“)
Am Donnerstag hatten wir in einem spz den ersttermin zur Diagnostik. Die Dame vin der Anamnese(ich glaube psychologin) empfahl uns nach gefühlten 3 Minuten Gespräch die im Film gezeigte Klinik.
Das klingt leider so, als wärst Du da an absolut keine gute Diagnostikstelle gekommen. Wegen: galoppierender Voreiligkeit.

Mit einem Kind mit Autismusverdacht solltest Du Dir entsprechende Experten suchen, beim SPZ haben sie oft dafür nicht die richtige „Lupe“.

Grüße
Engrid
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Curly82
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Re: Diskussion um schwarze Pädagogik im Film „Elternschule“

Beitragvon Curly82 » 03.02.2020, 18:34

Am Donnerstag hatten wir in einem spz den ersttermin zur Diagnostik. Die Dame vin der Anamnese(ich glaube psychologin) empfahl uns nach gefühlten 3 Minuten Gespräch die im Film gezeigte Klinik. Bergmannsheil kinderklinik Gelsenkirchen.
Ich bin total von den Socken. War zutiefst schockiert und die Dame für mich "unten durch". Jetzt weiß ich absolut nicht weiter. Gibt es hier jemanden der persönliche Erfahrungen mit der Klinik gemacht hat? Gerne per pn.
Eigentlich dachte ich immer, das wäre ein absolutes no go. Aber mittlerweile habe ich es als absolut letzte Möglichkeit in Betracht gezogen, falls bei der Diagnostik nichts nennenswertes rauskomnt. Weiß gar nicht was ich denken soll.

Hallo Tanja,

das ist verdammt unprofessionell von der Dame im SPZ. Zumal mal bei deinem Sohn noch nicht mal weiß ob er überhaupt anders kann. Ich würde diese Klinik auf keinen Fall aufsuchen. Wie Engrid schon beschrieben hat gibt es viele andere Anlaufstellen in der Nähe.
Verrätst du mir welches SPZ das war? Gerne auch per PN.

Liebe Grüße

Curly
Curly mit Sonnenschein, 6 Jahre. F83, SON-R IQ 73, F93.9, F98.8, F.80.1, F80.28, F88
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