Zahnfleischprobleme als NW von Antiepileptika

Hier geht es um Epilepsie und die Behandlung verschiedener Epilepsie-Formen mit Medikamenten.

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lisa08
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Zahnfleischprobleme als NW von Antiepileptika

Beitragvon lisa08 » 17.10.2018, 20:02

Hallo zusammen,

ich leider schon seit längerem unter schmerzhaften Zahnfleischentzündungen, die immer dann auftrwten, wenn ich ein Epilepsiemedikament (aktuell: Vimpat, vorher Levetiracetam und Lamictal) höher dosierw. Da es immer nur in der Höherdosierung auftritt, stelle ich da schon einen Zusammenhang her, auch wenn ich weiß, dass Vimpat nicht für Zahnfleischprobleme bekannt ist. Zwar gibt sich das in der Regel nach ein paar Tagen, aber aktuell schmerzt es total trotz Mundspülung, die mir mein Zahnarzt empfohlen hat (Chlorhexamed). :cry: Hat jemand einen Ratschlag, wie ich die Entzündung besser in den Griff bekommen kann?

Viele Grüße,
Lisa
Selbstbetroffen: Faktor VII-Mangel, heterozygote Faktor V-Leiden-Mutation, von-Willebrand-Syndrom (Typ 1), strukturelle Epilepsie, Autismus, SBA 80 GdB

Sabine1970
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Beitragvon Sabine1970 » 18.10.2018, 09:35

Hallo,

wenn er Dir schmeckt, kannst Du Kamillentee trinken/ oder auch nur damit spülen.
Vermeide stark gewürzte, salzige Speisen, Dressings, Chips...
Und wichtig ist trotzdem die gute Mundhygiene, sonst entwickelt sich eine Entzündung durch Zahnbelag.

LG Sabine

Anne-muc
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Beitragvon Anne-muc » 18.10.2018, 10:15

Hallo Lisa,

ich selbst habe oft bei Infekten Zahnfleischprobleme. Meine Tochter mit Epimedis nicht, aber mit fünf war das bestimmt bei kaum jemand ein Thema. Am besten hilft auch mir die Mundhygiene, Zähneputzen mit einer elektrischen Zahnbürste (ich habe mehrere ausprobiert, es ist eine teure von oral-b, keine Schallzahnbürste sondern eine normale. Die Zahnbürste macht bei mir wirklich viel aus.). Und Zahnseide einmal täglich. Jedes Jahr gönne ich mir eine professionelle Zahnreinigung. Gute Besserung!
Anne mit Tochter (*09/2013, Vorzeitige Plazentalösung, dadurch Asphyxie, ICP, Epilepsie)

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Anna-Nina
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Beitragvon Anna-Nina » 24.10.2018, 22:44

Hallo Lisa,
was ganz toll hilft gegen Zahnfleischentzündungen ist Kamistat Gel. (Bekommst du in der Apotheke). Das betäubt die betroffene Stelle und hilft bei der Heilung.
Wenns bei mir arg schlimm ist, dann nehme ich auch mal Ibuprofen - wirkt ja auch entzündungsemmend und schmerzstillend. (Musst du natürlich abklären, ob du mit deinen Medis Ibu nehmen darfst - ich darf zB. kein Aspirin nehmen)...
Ansonsten kann ich dir noch raten Vitamitabletten zu kaufen - das hilft auf alle Fälle auch vorbeugend. Müssen auch keine allzu teuren sein - einfach aus dem Drogeraemarkt so A-Z-Tabletten/Kapseln.
Gute Besserung!

Sandra F
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Beitragvon Sandra F » 25.10.2018, 13:28

Hallo!

Ich kann dir Gengigel empfehlen.
Als Zahnpasta nehme ich dann Sensodyne Rapid (Apotheke) oder Lacalut (Drogerie).

Viele Grüße
Sandra
Christopher 09/2006 Asperger + ADHS

lisa08
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Beitragvon lisa08 » 27.10.2018, 19:19

Hallo an alle zusammen,

vielen lieben Dank für die Antworten! :) Den Kamillentee habe ich gleich probiert und es hat auch gewirkt (zudem ich ihn auch noch sehr lecker finde :D ). Das Kamistat Gel kannte ich noch nicht, das werde ich mir mal für den nächsten Entzündungsschub aufbewahren. Auf die Ibu zu nehmen, bin ich noch gar nicht gekommen, vielen Dank für den Hinweis!

Zahnhygiene ist bei mir sowieso sehr wichtig, da ich zu entzündetem Zahnfleisch neige und ich natürlich nicht noch mehr Probleme bekommen möchte. Allerdings finde ich es interessant, dass es wirklich bei jeder Dosissteigerung zu diesem Problem kommt, auch wenn ich keinen Infekt habe. Ich weiß, dass Wirkstoffe wie Phenytoin Zahnfleischprobleme als NW forcieren können, ob das vielleicht auch bei Lacosamid der Fall ist, auch wenn es nicht im Beipackzettel steht?

Viele Grüße in die Runde,
Lisa
Selbstbetroffen: Faktor VII-Mangel, heterozygote Faktor V-Leiden-Mutation, von-Willebrand-Syndrom (Typ 1), strukturelle Epilepsie, Autismus, SBA 80 GdB


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