Austausch / Frage

Eltern, Geschwister, Großeltern - die ganze Familie ist gefordert, wenn es um die Belange des besonderen Kindes geht. Häufig ist das Familienleben durch die besonderen Bedürfnisse von Sohn oder Tochter großen Belastungen ausgesetzt. Ein Austausch mit Familien, die auch ein besonderes Kind haben, tut gut und kann sehr hilfreich sein.

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phoebe87
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Austausch / Frage

Beitragvon phoebe87 » 10.10.2018, 16:38

Hallo. Ich bin ja seit längerem am Überlegen ob ich nun für meinen großen einen Pflegegrad beantrage oder nicht. Uns würde das finanziell sehr helfen aber hat er Anspruch?!, der rechner sagt nein. Das Problem ist es ist keine Pflege in dem Sinn die er brauch sondern Assistenz, Kontrolle Struktur. Er brauch oft Hilfe und Anleitung ( Duschen, WC, Essen schneiden motivieren und animation das er in einer halben Std. Gegessen hat usw ) nimmt keine Autos war, usw. Er ist ein sehr anstrengendes Kind. IQ ist aber hoch. Er kann halt nicht bei der Sachen bleiben usw.

Ich möchte gerne einen beantragen habe aber irgendwie kein gutes Gefühl, und der rechner sagt ja nein?!
Was sagt ihr?
Lg
Krümmel 10 /15...
Hypodysplastische Nieren, Chronische Niereninsuffizienz, Kleinwuchs, Gedeihstörung/Fütterstörung, Kombinierte Entwicklungsstörung ( Kognitiv +Sprache), ausgeprägter knick- senk- Fuß ( Gangstörung) Stillkind...
Großer Krümmel 06/13
Kombinierte Entwicklungsverzögerung- Verdacht ADHS

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Lisaneu
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Beitragvon Lisaneu » 10.10.2018, 16:43

Ich sehe nichts, was du mit einem Antrag zu verlieren hättest. Wenn du Atteste hast oder was schriftliches (z.B. von Schule, Hort, Tagesmutter, Kinderarzt,...) wäre das vermutlich hilfreich. Also was, wo andere Persoenen bestätigen, dass und in welchen Bereichen dein Sohn mehr Hilfe benötigt als Gleichaltrige.

Im schlimmsten Fall wird dein Antrag abgewiesen und du bekommst dasselbe wie bisher, nämlich nichts. Also ein Risiko, dass man auf jeden Fall eingehen kann. Alles Gute :wink: !
Sohn 3/2010 hochfunktionaler Asperger-Autist + ADHS
Sohn 7/2012, gehörlos + kurzsichtig + frühkindlicher Autist
Mama und Papa stark kurzsichtig (Kommentar eines Optikers: Wie habt ihr euch überhaupt gefunden?)

Anja2705
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Beitragvon Anja2705 » 10.10.2018, 16:48

Hallo Phoebe,

Wir hatten sogar einen Grad mehr bekommen als der Rechner. Einfach weil ich einige Dinge nicht als relevant eingestuft habe, weil sie für mich alltäglich sind.
Wie Lisa schon gesagt hat, es gibt keine Nachteile wenn es abgelehnt wird.
LG Anja
Gruß, Anja

Sohn *2009 - ADHS
Sohn *2013 - Sprachentwicklungsstörung, entwicklungsverzögert und vermutlich weitere Baustellen, PG 3, GdB 70 mit G B H
Tochter *2014

"Und sag mir, was kann das Holz denn dafür, wenn es als Geige erwacht" (Clueso)

betty33
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Beitragvon betty33 » 11.10.2018, 07:55

Hallo Phoebe,

mein Kind "tickt" genauso. Er hat ebenfalls eine kombinierte Entwicklungsstörung und braucht sehr viel Anleitung und Motivation im Alltag. Ich war mir auch sehr unsicher ob ich einen Pflegegrad beantragen sollte. Dank des Zuspruchs hier im Forum habe ich es dann gemacht.

Letzte Woche war das MDK-Gutachten und ich war echt positiv überrascht. Die Dame hat sich ein paar wenige Dinge angehört und sofort verstanden wo mein Sohn sehr viel mehr Hilfe benötigt. Sie hat daraus auch geschlussfolgert und ich brauchte quasi nur noch zustimmen.

Du hast da wirklich nichts zu verlieren. Also nur zu ;)

LG Betty
Tochter: ADS, Dyskalkulie
Sohn: Gehörlos, vis. Wahrnehmungsstörung, F82.1, F83, V.a. ADS/ASS

heidipet
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Beitragvon heidipet » 11.10.2018, 10:55

Hallo Phoebe87,
vielleicht stellst Du die Frage einfach andersrum: Wenn Dein Sohn ohne Begleitung ist, kann er dann essen?
Mit dem Antrag kannst Du nichts verlieren ausser Zeit und ein paar Nerven. Sollte kein PG dabei rauskommen, das Gutachten genau lesen. Oft bietet sich ein Ansatz zum Widerspruch.

Dringende Empfehlung: Nicht alleine den Termin wahrnehmen. Wenn möglich, jemand der die Arbeit kennt, die Dein Sohn macht oder irgendeine Art von Fachkraft. Wenn nicht möglich eben Nachbars Opa.

Viel Erfolg!
Heidi
Gruß
Heidi


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