Frisium und Ausschlag

Hier geht es um Epilepsie und die Behandlung verschiedener Epilepsie-Formen mit Medikamenten.

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Yael
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Frisium und Ausschlag

Beitragvon Yael » 10.10.2018, 13:10

Ich würde gerne wissen, ob hier jemand Frisium trotz Ausschlag weitergenommen hat (auch als Notfallmedikament)? Bei Lamotrigin und Co wird eine allergische Hautreaktion ja häufig auf eine zu schnelle Aufdosierung geschoben und man muss den Versuch nicht gleich abbrechen, sondern sollte langsamer weiterdosieren.
Bei Frisium ist ein Ausschlag angeblich jedoch keine häufige Nebenwirkung (wobei es ja nun den Warnhinweis zu SJS gab :shock: ), aber mir wurde zu verstehen gegeben (von einem Hausarzt, der den namen erst mal googlen musste), dass man nach einem Ausschlag unklarer Ursache keinen zweiten Versuch starten sollte. Nun hilft es mir aber exzellent, mit quasi keinen der üblichen Nebenwirkungen (Müdigkeit, Gangunsicherheit) und ich würde es gerne noch einmal probieren, um sicher zu sein, dass die Reaktion auf das Frisium war. Bin schon wieder kurz davor das Handtuch zu werfen, wenn jetzt die Sucherei wieder los geht. :wink:

Dank euch!
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Angela77
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Beitragvon Angela77 » 10.10.2018, 13:19

Hallo Yael,
ich würde es probieren. Ich hatte eine ähnliche Situation mit Ibuprofen, habe ich mich monatelang nicht mehr getraut und dann .... ist bei der ersten und allen weiteren Tabletten rein gar nicht mehr passiert.

Liebe Grüße
Angie, dessen Bene auch hervorragend auf Frisium reagiert :wink:
Bene (2008): regressiver Autismus, schwerste expressive Sprachentwicklungsstörung (bei sehr gutem Sprachverständnis!), Bildung von Casiomorphin und Gliadorphin
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Beitragvon Yael » 10.10.2018, 13:45

Danke Angela, deine Antwort tat gut! Der Arzt hat mich etwas verrückt gemacht mit der Sensibilisierung und Antkörperbildung und dass die nächste Reaktion schwerer ausfallen wird. Aber so wie ich das verstehe, sind Arzneimittelexantheme ja meist eine pseudoallergische Reaktion und haben also nichts mit den IgE Antikörpern zu tun, die sich ansonsten nach dem Erstkontakt bilden? Und eventuell hat der Ausschlag ja auch nur mit dem Waschmittel oder der letzten Erkältung zu tun. :wink:
Jetzt habe ich schon so lange gehadert, ob ich mich ans Frisium rantraue und war dann so positiv von der Wirkung überrascht, dass ich mir diesen ersten richtigen Erfolg nicht gleich wieder nehmen lassen will. :P So gut ging es mir schon lange nicht mehr (Ausschlag ausgenommen). Mich hat auch etwas geärgert, dass der Arzt direkt meinte, wenn er mein Hausarzt sei, würde er mir etwas anderes verschreiben, wieso ich das nehmen würde etc. Leider ging es mir nicht gut genug um zu erwidern, dass es keineswegs mein Hausarzt, sondern eine Epilepsie-Koryphäe nach vielen vielen Jahren verschrieben hat. Andererseits ist es ja vielleicht auch gut, wenn Hausärzte mit den Benzos etwas vorsichtiger umgehen.
Einen netten Gruß an Bene von Frisiumnutznießer zu Frisiumnutznießer. :lol:
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Beitragvon Angela77 » 10.10.2018, 17:52

Hallo Yael,
Gerne, richte ich aus :)
Die Ärzte müssen ja auf jedes minimale Risiko hinweisen. Du kannst ja zur Sicherheit das Frisium einnehmen, wenn jemand noch ein bis zwei Stunden bei dir ist, falls es zum anaphylaktischem Schock käme. Glaube ich aber nicht wirklich...
Machst du noch MAD?
Liebe Grüße
Angie
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Beitragvon Yael » 10.10.2018, 19:26

Hallo nochmal,

ja, das sicherlich, aber wenn das Risiko relativ klein ist, und man sich ja wie du sagst überwachen lassen könnte, sollte man ein ansonsten gut wirkendes Medikament ja nicht so einfach ausschließen. Das Risiko eines anaphylaktischen Schocks ist mir ja bekannt, aber ich schränke mich ja auch bei anderen Dingen (z.B. Lebensmittel auf die ich leicht allergisch reagiere) deswegen nicht ein, bzw. teste auch das nach einer Zeit mal wieder aus. Mir scheint, der Körper dreht da häufiger mal an ein paar Schräubchen, so wie auch du es von deiner Ibuprofenerfahrung berichtet hast.
Nunja, ich werde wohl noch einmal meinen Hausarzt sehen müssen und eventuell hat der ja Einsehen und kontaktiert den Epileptologen zwecks Beratung. Der kann den Kosten-Nutzen Faktor sicherlich am besten einschätzen.
Danke nochmal für die Antwort - ich war nach dieser Erfahrung nun etwas durch den Wind und frustriert, da ich schon wieder den nächsten langen, anfallsdurchsetzten Lösungswegmarathon auf mich zukommen sehe.
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Beitragvon Yael » 22.11.2018, 01:21

Falls es für andere noch relevant ist: Der Hausarzt hat alle Benzos sofort auf die 'rote Liste' gesetzt, aber der Epileptologe ist der Meinung, dass es noch einen Versuch wert ist, wenn ich mich traue. :wink: Man muss es also wohl nicht bei jeder Reaktion sofort ausschließen. *phew*
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Beitragvon Angela77 » 22.11.2018, 09:05

Hallo Yael,
meine Daumen sind gedrückt!!! Wann geht es los mit Frisium?
LG
Angie
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Beitragvon Yael » 25.11.2018, 22:18

Danke! :)
Ich soll nun erst einmal nur eine Dosis beim nächsten Cluster nehmen, damit - falls ich es nicht vertrage - man nicht das Problem hat, dass mehrere Gaben additiv wirken bei einer so langen Halbwertszeit und die Konzentration womöglich noch weiter steigt.
Ich hoffe das Beste, eine Unverträglichkeit gegen Frisium (oder gar Benzos im Allgemeinen :shock: ) wäre eher suboptimal...
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