Rechtliche Betreuung - wie läuft das alles ab?

Unsere Kinder werden älter, verlassen die Schule und auch oft das Elternhaus. Wie sehen die Perspektiven für behinderte Jugendliche und junge Erwachsene aus? Wo können sie arbeiten? Wo finden sie geeignete Wohnformen? Hier können sich Eltern austauschen und informieren!

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sandra8374
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Beitragvon sandra8374 » 21.10.2018, 19:57

Bei uns passte es genau mit dem 18. Geburtstag.
LG Sandra

S+F mit PT(*00 FAS, Microdelitation 16p11.2, ADHS, GB, Z.n.Absencen?, Sehfehler, Lordierung LWS, Skoliose 17,8%, Beckenschiefstand, Hüftkontraktur, Korsettversorgung, mit SBA 90 HBG) u. PS (*01 ADS, GB, Sehfehler, Knick-Senk-Füße, Z.n.Epilepsie, mit SBA 60)

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marion mo
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Re:

Beitragvon marion mo » 05.06.2019, 14:01

Hallo,
nur zur Info: es ist nicht ein Richter der zu einem nachhause kommt sondern ein Mitarbeiter der Betreuungsbehörde. Dieser macht sich einen generellen Überblick über die unter Betreuung zu stellende Person und das Umfeld. Anschließend gibt der eine Stellungnahme beim Gericht ab.
Wir mussten trotz Vorlage eines SPZ Gutachens auch noch zu einem psychiatrischen Gutachter.
Bei uns war dann erst anschließend der Gerichtstermin.
Eltern sollten sich vorher überlegen ob nur einer die Betreuung übernimmt oder beide zusammen! Wir haben beide die Betreuung übernommen und können voneinander unabhängig entscheiden (ist ggf. wichtig wenn einem mal was passiert).
Viele Grüße
Karin
Hallo Ronja!
Man hat uns von einer gemeinsamen Betreuung für alle Bereiche abgeraten ,weil eben nicht jeder für sich etwas entscheiden kann...z.B. Unterschriften beim Kia usw...Ist das bei euch anders geregelt??
Bei uns kommt heute der Neurologe/Psychiater zum Gutachten nach hause... was wird der wohl fragen....
LG Marion
Wenn ihr mich sucht,sucht mich in euren Herzen.Habe ich dort eine Bleibe gefunden,werde ich immer bei euch sein.
(Rainer Maria Rilke)

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Re: Rechtliche Betreuung - wie läuft das alles ab?

Beitragvon Rita2 » 05.06.2019, 14:54

Hallo,

wir haben auch beide (Vater und Mutter) die Betreuung und können jeweils alleine entscheiden. Das wird von einigen Betreuungsgerichten nicht gerne gemacht, denn dann fällt zweimal die Aufwandspauschale an, die man als Betreuer bekommt. Diese muß, wenn der Betreute unter 5000 Euro Vermögen hat, vom Staat bezahlt werden.

LG
Rita
Rita mit Sohn *Dezember 1995, ohne Diagnose,
cerebrale Koordinations- und Tonusregulationsstörung mit Zehenspitzengang, kognitive und sprachliche Entwicklungsstörung, süßer Bengel

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Re: Rechtliche Betreuung - wie läuft das alles ab?

Beitragvon JasminsMama » 05.06.2019, 15:34

Hallo zusammen,

meine Tochter ist gerade 17 geworden. Wenn ich hier lese, wie lange das alles dauert stellt sich mir die Frage, wann man das ganze beantragen muss (darf). Kann der Antrag auf Betreuung schon vor dem 18. Geburtstag gestellt werden? Wenn nicht, was passiert in der Übergangszeit bis der Bescheid da ist?

LG
Sandra
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Re: Rechtliche Betreuung - wie läuft das alles ab?

Beitragvon marion mo » 05.06.2019, 17:49

Hallo Sandra!
Uns hat man gesagt ,dass man mindestens ein halbes Jahr vor dem 18.Geburtstag den Antrag stellen sollte,besser 9 Monate .Es kommt immer drauf an,wie viel das zuständige Gericht,die Betreuungsstelle und der Gutachter zu tun haben. LG Marion
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Re: Rechtliche Betreuung - wie läuft das alles ab?

Beitragvon JasminsMama » 05.06.2019, 17:50

...danke Marion, dann werde ich mir das mal im Kalender vermerken.

LG
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Re:

Beitragvon Leasanne » 16.08.2019, 20:42

Hallo,
Wir haben beide die Betreuung übernommen und können voneinander unabhängig entscheiden (ist ggf. wichtig wenn einem mal was passiert).
Viele Grüße
Karin
Das zumindest hier in Münster nicht. Da wird nur ein Betreuer bestellt. Es kann lediglich eine weitere Person benannt werden, die als Ersatzbetreuer dienen soll, wenn der bestellte Betreuer ausfällt. Nur dann darf der Ersatzbetreuer tätig werden.
Liebe Grüße
Leasanne
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Re: Rechtliche Betreuung - wie läuft das alles ab?

Beitragvon Leasanne » 16.08.2019, 20:48

Hallo,

wir haben auch beide (Vater und Mutter) die Betreuung und können jeweils alleine entscheiden. Das wird von einigen Betreuungsgerichten nicht gerne gemacht, denn dann fällt zweimal die Aufwandspauschale an, die man als Betreuer bekommt. Diese muß, wenn der Betreute unter 5000 Euro Vermögen hat, vom Staat bezahlt werden.

LG
Rita
Das ist nicht der eigentliche Grund, warum das einige Gerichte nicht machen. Ist nur ein Betreuer bestellt, dann haftet auch nur ein Betreuer und es gibt für das Gericht auch nur einen Ansprechpartner. Ein Gericht hat kein Interesse daran, sich im Haftungsfall erst mit Streitigkeiten unter den Betreuern auseinander zu setzen bzw. klären müssen, wer denn jetzt was gemacht hat und wer wie haften muss.
Zudem ist es ja auch durchaus möglich, dass die Betreuer unterschiedlicher Meinung sind (z. B. wenn es um bestimmte medizinische Maßnahmen geht). Dann bringt eine Betreuung gar nichts, weil ja kein Betreuer Vorrang vor dem anderen hat. Und dann müsste im Ernstfall das Gericht entscheiden.
Liebe Grüße
Leasanne
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Re: Rechtliche Betreuung - wie läuft das alles ab?

Beitragvon marion mo » 05.09.2019, 19:08

Hallo zusammen !
So langsam kommen wir in die heiße Phase... noch vier Wochen bis zum 18.Geburtstag....
Es gibt allerdings noch ein Problem. Der Gerichtstermin ist am 8.10 und der Geburtstag am 9.10. ...
Den Betreuerausweis erhalten wir aber erst in einem gesonderten Termin danach,der noch nicht terminiert ist.
Somit können wir im Notfall nicht beweisen,dass wir immer noch für alles zuständig sind.
Und es steht übrigens schon heute fest,dass wir beide zu Betreuern bestellt werden und auch getrennt von einander handeln können.
Als nächstes kommt dann das Problem mit der Grundsicherung auf uns zu ,doch das ist ein anderes Thema.
LG Marion
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Jörg75
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Re: Rechtliche Betreuung - wie läuft das alles ab?

Beitragvon Jörg75 » 05.09.2019, 20:55

Moin,

die Betreuerbestellung erfolgt überlicherweise ziemlich sofort nach dem Anhörungstermin. Lasst euch eine Ausfertigung des Beschlusses geben (oder zuschicken), dann seid ihr auch ohne den Betreuerausweis handlungsfähig. Allerdings sollte auch der Verpflichtungstermin mit Aushändigung des Ausweises nicht so sonderlich lange nach der Anhörung stattfinden - das ist eigentlich alles danach nur noch ein formaler Akt.

Gruß
Jörg
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