Eure Meinung (Person auf Autopilot)

Hier geht es um Epilepsie und die Behandlung verschiedener Epilepsie-Formen mit Medikamenten.

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LovisAnnaLarsMama
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Eure Meinung (Person auf Autopilot)

Beitragvon LovisAnnaLarsMama » 05.10.2018, 09:27

Hallo,
ich muss euch mal eine Frage stellen: ein Kind schlafwandelt angeblich. Aus der Sicht des Kindes stellt sich das etwas anders dar:
Es bekommt alles mit, reagiert auch, kann wenn es sein muss irgendwie antworten, ist aber wie hinter zwei Scheiben gefangen (vom Gefühl her wie im Traum, bzw. irgendwo hinter der Realität) und kann nicht so reagieren wie es will.
Ausserdem hat es regelmäßige Deja-vus, die es ängstigen und beunruhigen. Das verwächst sich mit 14/ 15 Jahren, allerdings treten im Studium unter Überarbeitung Probleme auf, wieder aus dem Schlaf zu finden: die Person macht eine kurze Pause, wacht scheinbar auf, will weiter lernen und stellt mit leichter Panik fest, dass sie noch schläft, wacht scheinbar nochmals auf und stellt nochmals auf, dass sie schläft... Irgendwann klappte es mit dem Aufwachen- aber trotzdem war die Situation ziemlich beängstigend für die Person.
Wie beurteilt ihr so etwas?
LG LovisAnnaLarsMama
Meine drei kleinen Wunder: Wunderkind (2009), Schneckenkind (2011) und der kleine Bruder (2015): Hemiparese, expressive Sprachenwicklungsstörung, Epilepsie und diverse Baustellen nach Asphyxie/Frühgeburt

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Anna-Alice
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Beitragvon Anna-Alice » 05.10.2018, 09:38

Hallo LovisAnnaLarsMama,

aus der Ferne kann man das, glaube ich, kaum einschätzen... Von daher kann ich Dir nur meine eigene Erfahrung mit diesem Phänomen schildern:

Ich habe ganz ähnliche Erfahrungen: Als Kind/Jugendliche intensives Schlafwandeln, später die Problematik des "Mehrfach Aufwachen Müssens" bzw. das Gefühl "nicht da" und "da" gleichzeitig zu sein, das aber nur sehr begrenzt selbst steuern zu können bzw. sich "von außen" dabei zuzusehen, dass man es nicht steuern kann.
Ich selbst schreibe dieses Erleben aus meiner heutigen Perspektive einer massiven Überlastung (aus unterschiedlichen Quellen gespeist, also quasi "Kumulation unglücklicher Umstände") zu und der noch nicht ausgeprägten Fähigkeit, dies zu erkennen und für mich analytisch zu trennen, damit es zur Verarbeitung bzw. Reflexion kommen kann. Heute kann ich das nämlich und das Phänomen tritt viel seltener und viel weniger ausgeprägt auf.


Viele Grüße
Anna

Angela77
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Beitragvon Angela77 » 05.10.2018, 11:47

Hallo Alice,
exakt dasselbe Phänomen kenne ich auch, also die Problematik des "Merfach-Aufwachen-Müssens", nicht die des Schlafwandelns.
Mit zunehmendem Alter wurde es hier auch besser und tritt hier nur noch äußerst selten, v.a. in extremen Überlastungssituationen auf.
Sowie von Lovis beschrieben würde ich - der reinen Vorsicht halber - vielleicht doch mal ein Schlaf-EEG machen lassen.

Liebe Grüße
Angie
Bene (2008): regressiver Autismus, schwerste expressive Sprachentwicklungsstörung (bei sehr gutem Sprachverständnis!), Bildung von Casiomorphin und Gliadorphin
Vorstellung plus Diäteffekte:
http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic73493.html

Primär nächtliche Epilepsie im motorischen Sprachzentrum (leider erst erkannt im März 2015!!!)


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