WfbM/ Altersrente

Unsere Kinder werden älter, verlassen die Schule und auch oft das Elternhaus. Wie sehen die Perspektiven für behinderte Jugendliche und junge Erwachsene aus? Wo können sie arbeiten? Wo finden sie geeignete Wohnformen? Hier können sich Eltern austauschen und informieren!

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Mellie
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Beitragvon Mellie » 08.10.2018, 11:52

Hallo Senem,

was wurde Dir damals erzählt? Was hast Du vor der Zeit in der WfbM gemacht? Schulzeit zählt ja ab 17 Jahren auch mit. Aber man muss 20 Jahre in der WfbM gearbeitet haben, bis man die Rente bekommt. Danach wird es berechnet.
fordere doch mal Deinen Versichertenverlauf und Rentenauskunft an:
https://www.eservice-drv.de/SelfServiceWeb/

Viele Menschen, die nicht in der WfbM arbeiten, bekommen teilweise weniger Rente. Von daher frage ich mich, was Du für Vorstellungen von Rente hast. :wink:
Viele Grüße,
Mellie

Senem
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Beitragvon Senem » 08.10.2018, 11:56

Hallo Mellie,

kann dir ehrlich gesagt nicht sagen, was ich für Vorstellungen habe!!

Ich war nach der Körperbehinderten Schule, drei Jahre in der Berufsschule! Allerdings ohne Abschluss.
Gruß

Selbstbetroffen mit einigen Baustellen

LenaMaxi
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Beitragvon LenaMaxi » 08.10.2018, 17:40

Hallo Senem,

wenn ich Vollzeit weiter arbeiten würde usw, würde ich in zig Jahrzehnten 1.100 Euro Bruttorente bekommen. In der Renteninfo steht aber direkt, dass es voraussichtlich einem Wert von heutigen 600 Euro (Brutto!) entspricht. Ich muss dafür mehr als 40 Jahre arbeiten. Wenn man das ins Verhältnis setzt, finde ich die Rente eigentlich sehr in Ordnung.

LG Lena
Lena *1989 Tagträumerin
Maxi *08/2015 pränatater Schlaganfall (ICP), Krampfanfälle kurz nach der Geburt; dezente Hemi links, armbetont - ein kleiner Clown, der ohne Pause quasselt und alle verzaubert *sooo stolz*

Unsere Vorstellung:
http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic120949.html

Michaela W.
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Beitragvon Michaela W. » 23.10.2018, 11:55

Hallo Lena,

sehe ich genauso.

Ich habe letzte Woche meine aktuelle Renteninformation erhalten und bin ja fast vom Glauben abgefallen. Okay, Vollzeit arbeite ich nun auch erst wieder seit 4 Jahren. Davor halt nur Teilzeit, zeitweise war ich auch immer wieder mal arbeitslos. Ich muss jetzt noch etwas über 17 Jahre arbeiten, bis ich auf Altersrente gehen kann.
Da bin ich echt froh, dass Kevin eine Bruttorente von 1100 Euro erhalten wird.

LG von Michaela
Michaela (50) Asthma, stiller Reflux, hoher Puls, Bluthochdruck, Kniearthrose
Kevin (28): Ein Fall für Dr. House. Unklare Genese (derzeit ausdiagnostiziert) mit beinbetonter Spastik, Pseudotumor Cerebri (Shunt seit 2010), Bluthochdruck, hoher Puls, vergrößerte Leber+Milz, Asthma
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Rente

Beitragvon Jaqueline » 23.10.2018, 18:10

Hallo,

weiß jemand wie das ist, wenn eine Rente wegen Erwerbsminderung in die Altersrente übergeht? Bleibt der Betrag dann erhalten (weil es ja schon eine Rente ist) oder wird die Altersrente dann neu berechnet mit der bisherigen Rente wegen Erwerbsminderung als Berechnungsgrundlage?
LG Jaqueline
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Beitragvon Michelle-H. » 24.10.2018, 07:20

Hallo zusammen,

wenn ich jetzt nicht ganz falsch liege ist es so dass die Rente der WfbM und die Altersrente beides zusammengerechnet wird aber nicht angerechnet.

Was bei mir nicht der Fall ist das meine Zeit angerecht wurde die 2 Jahre "Vollzeitschule" um den Hauptschulabschluss zu machen angerechnet wurden da muss ich nachfragen wie es denn geregelt ist.
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Beitragvon MOmitJulian » 24.10.2018, 08:23

Hallo Zusammen,

Es ist so, dass man nach 20 Jahren WfbM den Rentenanspruch in Höhe des „bundesweiten Rentendurchschnitts“ hat.

Vorher erworbene Rentenpunkte durch reguläre Arbeit außerhalb dieses s.g. „Rentenvorteils“, regulieren den Anspruch nach unten. Sprich: erstmal wird der daraus erwirtschaftete Betrag genommen und dann bis auf Bundesdurchschnitt aufgestockt, wenn man die 20 Jahre voll hat und noch nicht in Regelerwerbstätigkeitsrente ist.

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Beitragvon Silvia & Iris » 24.10.2018, 09:41

Guten Morgen,

gilt das auch für jene, die nicht arbeiten, also basal untergebracht sind in Wohnheimen, oder heißt dass - egal was man dort macht - arbeiten?
Weil im landläufigen Sinn bedeutet Arbeit seine Zeit für eine produktive Tätigkeit zur Verfügung zu stellen - wenn vielleicht in diesem Zusammenhang nicht mit so vielen Stunden und den üblichen Produktivitätsfaktor...

rein aus Interesse
Silvia
Liebe Grüße
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Beitragvon KatjaMausB » 24.10.2018, 11:40

Hallo Sylvia,

ich glaube nicht, dass diese Regelung der Erwerbsminderungsrente für Menschen mit Behinderung, die in Behindertenwerkstätten arbeiten, auch auf diejenigen übertragbar ist, die in der Tagesstruktur sind oder in Tagesförderstätten sind.

Hier ist eine recht gute Information zur Erwerbsminderungsrente zu finden: https://anthropoi-selbsthilfe.de/wp-con ... srente.pdf

Darin steht auch, dass der Mensch mit Behinderung von der Rentenzahlung meistens nicht profitiert, da diese auf die Eingliederungsleistung des Kostenträgers angerechnet wird.

Aus diesem Grund (Anrechenbarkeit von Einkünften) ist es vermutlich auch nicht erstrebenswert, dass Menschen mit Behinderung, die nicht in einer WfbM arbeiten und in einer Einrichtung leben, eine Erwerbsminderungsrente erhalten. Es werden auch keine Beiträge für diesen Personenkreis abgeführt, während die WfbM Rentenversicherungsbeiträge abführen muss.

Herzliche Grüße
Katja


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