Was gibt es Neues?

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

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Silvia & Iris
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Beitragvon Silvia & Iris » 02.10.2018, 09:38

Liebe Kati,

wie du schon sagst, es gibt verschiedene Formen...
und gegen die Bildungspflicht bin ich wahrlich nicht, aber sie muss für alle sein! - nicht nur für jene Kinder, die einen Schulabschluss schaffen...

- wenngleich ich auch Jugendliche erlebe, die sich in einer wirklichen Schule mit 16 schon fadisieren, aber wirklich ganztags konzentrieren noch nicht möglich ist.. - und hier sollte es dann schon eine Möglichkeit geben, wie und womit man diese - noch nicht wirklich Erwachsenen in ihrem Wachstum und ihrer Entwicklung passend unterstützen kann!

- und das muss keine Vollzeitbetreuung sein, ich meine, dass 6 Stunden Anwesenheit - konzentrierte Anwesenheit hier doch ausreichend sind? - dazwischen Nahrungsaufnahme, Pause...) - so dass 7 Stunden daraus werden - wenn dann noch Fahrzeit entsteht - dann sind 8 Stunden Abwesenheit von zu Hause / der Wohnunterbringung schnell vorhanden...


- Unterricht am Samstag war gut, hier gab es dann meist keine Aufgaben von Samstag bis Montag... - es war entspannter und nicht so stressig - da die - meist 4 Stunden - an den anderen Wochentagen abgezogen wurden...
… und was ich nun auch kritisch sehe - es gibt keine Pflicht die Hausaufgaben zu kontrollieren... die Kinder sollen das durch Selbstkontrolle erledigen :roll:

Welcher 10-jähriger macht das wirklich aus eigenem Antrieb und fehlerfrei??

Das Einsammeln von Hausaufgabenheften gibt es daher nicht mehr...

LG
Silvia
Liebe Grüße
Silvia
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Jörg75
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Beitragvon Jörg75 » 02.10.2018, 09:46

Moin,
Silvia & Iris hat geschrieben:- Unterricht am Samstag war gut, hier gab es dann meist keine Aufgaben von Samstag bis Montag... - es war entspannter und nicht so stressig - da die - meist 4 Stunden - an den anderen Wochentagen abgezogen wurden...

das sehe ich zum Beispiel vollkommen anders.

Ich bin lieber unter der Woche nachmittags zur Schule gegangen (an den Tagen hatten wir auch keine Hausaufgaben) und hatte dafür das Wochenende von Freitag mittag bis Montag morgen frei.

Für mich war der fehlende Samstagsunterricht bei der Wahl der Schule ein gewichtiges Kriterium!

Gruß
Jörg
K., *2013, Extremfrühchen (27. +3 SSW), ICP, GdB 100 G aG H B, PS II+/ PG 4
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Beitragvon Silvia & Iris » 02.10.2018, 10:08

Lieber Jörg,

das mag für dich so gepasst haben- vielleicht hast du eine Schule besucht, die nah deinem Wohnort war und du konntest die Pausenzeiten dort verbringen? - Im Schulgebäude durften wir nicht die Pausen verbringen, besonders schlimm war das am Freitag (zumindest in einem Schuljahr) - da war bereits um 11 Uhr Unterrichtsende, aber einige hatten noch von 17 - 19 Uhr politische Bildung... häufig fehlte da jemand... - vor allem, wenn samstags frei war...

Dieses Loch von 6 Stunden war für mich eine der größten Herausforderungen, da mein Wohnort weit weg war und es sich nicht ausgezahlt hat, dorthin zu fahren (40 km)… Ich habe mir dann eine Beschäftigung gefunden in der Nähe und hatte so dann ein Dach über den Kopf... (aber auch das ist heute gesetzlich verboten, da Minderjährige das nicht dürfen..., es ging um Hundesitting…)


Also, du siehst, es ist gar nicht so einfach ein Modell zu finden, welches allen passt... - daher bin ich dafür, dass alle Schüler ganz in der Nähe des Wohnortes einen passenden Schulplatz finden sollten...
bzw. es dann ein Internat geben sollte...


LG

Silvia
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Elke35
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Beitragvon Elke35 » 02.10.2018, 13:55

Ich bin einfach dafür, dass Schule Schule ist und Familie, Familie. D.h. Die Erziehungsaufgaben müssen die Eltern übernehmen und zwar verpflichtend. Soviel Zeit muss doch einfach sein.

Schule ist für Bildung zuständig und es sollte soviel Zeit sein, dass auf jedes Kind individuell eingegangen wird. Dazu müssten erst mal die Lehrpläne ausgemistet werden und sich die Regierung mal einig sein, was sie nun will.

Man kann weder die Bildungsaufträge auf die Eltern abwälzen, noch die Erziehung auf die Lehrer, egal ob nun ganztags oder halbtags.

Das ganze Schulsystem ist doch generell reformbedürftig und zwar von Grund auf. Da helfen so kleine Reförmchen nichts, die nach 2 Jahren wieder umgeändert werden. Das müsste einfach komplett neu strukturiert werden und zwar am Beispiel von Ländern, wo es echt gut funktioniert (siehe Finnland usw.). Was machen die anders, warum klappt es dort? Der Lehrerberuf ist dort echt viel wert und es wird auch nicht so 'ausgesondert' wie hier zu Lande, wenn ein Kind irgendwo Schwächen hat, dann zeitlebens den Stempel kleben hat und nie wieder los wird.....

Aber ich kann es leider auch nicht ändern.

Leela
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Beitragvon Leela » 03.10.2018, 01:26

Die Erziehungsaufgaben müssen die Eltern übernehmen und zwar verpflichtend. Soviel Zeit muss doch einfach sein.

müssen/sollen, tun sehr viele aber nicht, es ist mir lieber, der Staat kümmert sich um diese Kinder, als dass sie nach der Schule rauchen, Drohen nehmen usw.
Wie möchtest Du die Eltern verpflichten? Manche von Ihnen finden es einfach nicht so wichtig, ihre Kinder zu erziehen oder sind dazu nicht geeignet, andere würden gerne, haben aber nicht genug Zeit. Hier in Berlin sieht man das deutlich.

LG
Sohn geb. Juni 2013 (5 Wochen zu früh, nach vorz. Blasensprung), Hirnblutung.
leicht entwicklungsverzögert
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Beitragvon Elke35 » 03.10.2018, 12:57

Leela hat geschrieben:
Die Erziehungsaufgaben müssen die Eltern übernehmen und zwar verpflichtend. Soviel Zeit muss doch einfach sein.

müssen/sollen, tun sehr viele aber nicht, es ist mir lieber, der Staat kümmert sich um diese Kinder, als dass sie nach der Schule rauchen, Drohen nehmen usw.
Wie möchtest Du die Eltern verpflichten? Manche von Ihnen finden es einfach nicht so wichtig, ihre Kinder zu erziehen oder sind dazu nicht geeignet, andere würden gerne, haben aber nicht genug Zeit. Hier in Berlin sieht man das deutlich.

LG

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Beitragvon Elke35 » 03.10.2018, 12:58

Elke35 hat geschrieben:
Leela hat geschrieben:
Die Erziehungsaufgaben müssen die Eltern übernehmen und zwar verpflichtend. Soviel Zeit muss doch einfach sein.

müssen/sollen, tun sehr viele aber nicht, es ist mir lieber, der Staat kümmert sich um diese Kinder, als dass sie nach der Schule rauchen, Drohen nehmen usw.
Wie möchtest Du die Eltern verpflichten? Manche von Ihnen finden es einfach nicht so wichtig, ihre Kinder zu erziehen oder sind dazu nicht geeignet, andere würden gerne, haben aber nicht genug Zeit. Hier in Berlin sieht man das deutlich.

LG



Wenn sich die Eltern nicht um ihre eigenen Kinder kümmern, sie vernachlässigen und ihren Pflichten nicht nachkommen, dann sollte man ihnen einfach die Familienbehilfe streichen.

Lg

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Beitragvon Silvia & Iris » 03.10.2018, 13:24

Liebe Elke,

ja, in gewissem Rahmen... es gibt - vor allem im Bereich der Kinder mit besonderen Bedürfnissen aber tatsächlich auch Kinder, die kann man nicht wirklich so locker erziehen... - aber ich gebe dir Recht, auf viele Kinder trifft das sicher zu, dass sie sehr wohl erziehbar und handelbar sind...

und in den Fällen, wo man sich tatsächlich nicht zu helfen weiß, wo die Kinder wirklich so entwickelt sind - aber nicht aufgrund von Erziehungsfehlern..., dass sie tatsächlich nicht mehr in einer Familie handelbar sind, dann sollte es die Möglichkeit geben, dass man wirklich effektive Hilfe erhält, nicht so scheinbare... - Wie diese Hilfe aussieht, das kommt sicher auch auf die Situation an... - Ein Kinderheim sollte wirklich nur dann eine Option sein, wenn die Eltern sich tatsächlich so sehr fehlverhalten, dass das Kindswohl wirklich gefährdet ist... - hier wird sichtlich viel zu schnell gehandelt! - Zumindest in meiner Umgebung...

- Eine gewisse Art der sozialen Erziehung bleibt sicher auch der Schule, die Grundlagen, wie man sich zu Benehmen hat, Rücksicht nimmt, sich auch mal selbst zurück nimmt... also ein Spiel auch mal verlieren kann, das gehört den Eltern, genauso wie das Erlernen von Radfahren und Schwimmen....
(ich gehe hier mal von gesunden, normal entwickelten Kindern aus...)


Natürlich auch die gesamten basalen Anforderungen! - Gesunde und ausreichende Ernährung, genug Schlaf, genug und passende, saubere Bekleidung... - Regeln und Grenzen... - natürlich an das Kind angepasst...
Genug Zeit für und mit dem Kind verbringen... - das nimmt mit zunehmenden Alter ab…
auch Taschengeld gehört dazu...


Wenn das alle Eltern wirklich gewissenhaft machen würden, dann bräuchte man das JA nicht und die Lehrer könnten sich wirklich ihrer Aufgabe widmen!
Liebe Grüße

Silvia

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