Was gibt es Neues?

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

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Jörg75
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Beitragvon Jörg75 » 27.09.2018, 12:19

Moin,
Silvia & Iris hat geschrieben:Es ist einfach anders heute... - und es ist irgendwie egal ob Ganztag oder nicht, überall gibt es Probleme...

ach so, ja dann ... wenn es egal ist ob Ganztags- oder Halbtagsschule, dann ist natürlich mein Einwand auch fehlplatziert, das sehe ich ein.

Dann verstehe ich allerdings die Zielrichtung deines Beitrags nicht - außer vielleicht, dass früher offenbar alles besser war ... einschließlich der "gesunden Watschn"? (die heute übrigens als Körperverletzung strafbar ist - wo ich der Meinung bin, dass vielleicht das eine oder andere heute doch besser ist).

Gruß
Jörg,

der sich dann offenbar - wenn er den Beitrag/ Thread nicht versteht - besser in Zukunft hier raushält!
K., *2013, Extremfrühchen (27. +3 SSW), ICP, GdB 100 G aG H B, PS II+/ PG 4
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Mellie
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Beitragvon Mellie » 27.09.2018, 12:21

Hallo Silvia,

die Lehrer surfen abends auch gerne die Portale ab, um zu erfahren was die Schüler "treiben". Da stehen einem ja wirklich die Haare zu Berge, was heutzutage gepostet wird. Man kann nur hoffen, dass man eindringlich genug mit seinen Kindern gesprochen hat und es da keine bösen Überraschungen gibt.
Wir "überwachen" da schon das Surfverhalten und klären auf und gewisse Seiten sind ganz gesperrt. :wink:
Viele Grüße,
Mellie

SandyErgo
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Beitragvon SandyErgo » 27.09.2018, 12:34

Bezüglich der angesprochenen Themen von dir, liebe Silvia:

das ist nicht nur auf Ganztagsschulen ein Thema, sondern auch in Förderschulen, wie in der meiner Tochter >>> aber ich sehe das bei weitem nicht so negativ wie DU.

Z.B. bezüglich gesunder Ernährung:
wenn ich manchmal von meiner Tochter höre, was andere Schüler als Frühstück - und zwar täglich und nicht mal als Ausnahme mitbringen - da dreht sich bei mir manchmal der Magen um. Und interessanterweise sind das meist die "bildungsfernen" Familien. Und um denen klar zu machen - auf eine höffliche Art und Weise - gibt es dann die Erklärungen am Elternabend bezüglich gesunder Ernährung.
Und auch das Thema Cola, ... verstehe ich - viele Kids drehen durch die koffeinhaltigen Getränke auf - und sind die sowieso schon unruhig, drehen die dann am Rad.

Und auch das Thema Handy war bei unserem Elternabend ein Thema:
unsere Schule weiß natürlich, dass die Kids ihre Handys nutzen, wenn sie die Schule verlassen > bitten aber einfach drum, einen Blick drauf zu haben. Denn es ist in den letzten Jahren wohl feststellbar, dass das Thema Gewalt/Mobbing/... wohl zugenommen hat. Und deshalb ist zumindest in der Schule das Handy verboten.
Mama 12/77
mit Tochter 11/06 FG 30+6 (nach HELLP-Syndrom) Kombinierte umschriebene Entwicklungsstörung mit noch leichter Sprachentwicklungsstörung, Hämochromatose (homozygot C282T im HFE-Gen)
und Sohn 08/09 FG 34+1 ADHS und kombinierte umschriebene Entwicklungsstörung mit starker Betonung der aktiven Sprache

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Re: Was gibt es Neues?

Beitragvon SandyErgo » 27.09.2018, 12:36

Silvia & Iris hat geschrieben:
Ich sehe darin eine Entwicklung, dass uns Vater Staat die Erziehung ganz nehmen möchte, ...


Es ist eher andersrum, viele Eltern ziehen sich aus der Verantwortung heraus und die Schule muss dann alles auffangen, was eigentlich Aufgabe der Eltern wäre

>> ist zumindest die Erfahrung meiner Tante, die seit 30 Jahren an einer Grundschule arbeitet
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AgnesH
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Beitragvon AgnesH » 27.09.2018, 12:54

Hi,

schon hier in der 2. Klasse führen die Kinder manchmal eine Selbstkontrolle ihrer erledigten Aufgaben durch.
Ich finde das gut!
LG

AgnesH
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Re: Was gibt es Neues?

Beitragvon AgnesH » 27.09.2018, 12:58

Silvia & Iris hat geschrieben:

Auch bei Abwesenheiten des Schülers muss noch vor Unterrichtsbeginn eine Meldung eintreffen... (da wurde in Vergangenheit eine 3-Tages-Frist genommen).



Das war schon zu meiner Schulzeit so, dass es Schulen gab, die wollten, dass die Eltern vorm Schulstart anrufen und Kind krank melden und wielange voraussichtlich. Bei Verlängerung nochmal anrufen. Und das ab 1. Krankheitstag.

Warum? Kind könnte einen Unfall gehabt haben auf dem Schulweg! Oder vergewaltigt oder entführt worden sein. Also nicht unbedingtes Vorgehen wegen Schulschwänzen. So sind die Lehrer/Sekretariat nicht mehr alarmiert.

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Beitragvon die_Jule » 27.09.2018, 12:59

Hallo,

wir haben gerade durch einen Umzug den Wechsel von einer Ganztagsschule auf eine Grundschule + Hort hinter uns und ich muss sagen, dass ich nun Vorteile der Ganztagsschule sehen kann.

Es gab am unterrichtsfreien Nachmittag eine große Anzahl an unterschiedlichsten Aktivitäten für die Kinder zur Auswahl, während jetzt im Hort Mittagessen - Hausaufgaben - freies Spiel angesagt ist.
Und zwar jeden Tag. Es gibt für die Kinder unter Klasse 3 keine AGs, an denen sie teilnehmen könnten.
Die Hausaufgabenbetreuung im Hort ist auch nicht so besonders, da das, laut der Schule, nicht zu den Aufgaben des Hortes gehört.

Dass die Kinder an der Ganztagsschule irgendwie ruppiger waren als an der jetzigen Grundschule, kann ich nicht bestätigen.

Handys dürfen zur Schule mitgebracht werden, müssen aber auf dem Schulgelände auf lautlos geschaltet im Ranzen verbleiben.
Das war/ist an beiden Schulen so.

Auf beiden Schulen muss vor Unterrichtsbeginn Bescheid gegeben werden, wenn ein Kind nicht kommt., Aber das war auch schon zu meiner Grundschulzeit in einer anderen Stadt so.

Verstärkte staatliche Indoktrination habe ich an der Ganztagsschule nicht feststellen können. Vielleicht mit einer Ausnahme: Die Regeln für das Frühstück waren dort schon strenger als an der Grundschule hier.
An der Ganztagsschule war die Schülerbeteiligung an der Schulorganisation allerdings auch größer, mit einem sehr aktiven Schülerparlament, das mitreden konnte und wollte. Aber vielleicht ist das ja auch staatliche Umerziehung. ;)

Und dass heute alles schlechter ist: In meiner Schulzeit hat ein depressiver Junge in meiner Klasse die geladene Waffe seines Vaters mit zur Schule gebracht. Er hat sie dann aber nicht "eingesetzt".
Scheint also kein neues Phänomen zu sein.

Liebe Grüße
die_Jule
neugierige Jura-Studentin mit Interesse an Familienrecht, Betreuungsrecht, Verfahrenspflegschaften/-beistandsschaften
und mit großem Piraten (10/2011) und kleinem Osterei (3/2016).

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Re: Was gibt es Neues?

Beitragvon kati543 » 27.09.2018, 13:21

Silvia & Iris hat geschrieben:Gestern war Elternabend.
Hier wurden natürlich auch einige Neuerungen angesprochen.
z. B. Aufgaben werden nicht mehr durch die Lehrer korrigiert, sondern, es wird ein Sheet mit den richtigen Lösungen projiziert, und die Schüler (also ab Schulstufe 5) müssen dann selbstständig ihre Hausaufgaben damit vergleichen und die Korrekturen durchführen... Lehrer dürfen und sollen hier nicht mehr helfen, damit die Eigenverantwortung der Schüler gefördert wird! - Also kein Absammeln der Hausübungen mehr... - keine direkte Kontrolle mehr.


Auch bei Abwesenheiten des Schülers muss noch vor Unterrichtsbeginn eine Meldung eintreffen... (da wurde in Vergangenheit eine 3-Tages-Frist genommen).

Natürlich wurde wieder dafauf hingewiesen, dass Handys, WA, FB und anderes für Schüler unter 16 nicht erlaubt ist, auch zuckerhaltige Getränke, besonders natürlich cofeinhaltiges...


Ich sehe darin eine Entwicklung, dass uns Vater Staat die Erziehung ganz nehmen möchte, Ganztagsschulen müssen her - flächendeckend, weil die Eltern und Kinder unter solchen Bedingungen ja nichts zustande bringen....

und wenn das nicht reicht, werden die Kinder medikamentös eingestellt und kommen ins Kinderheim, in staatliche Obsorge... dort läuft ja alles besser....

:roll:


Keine Ahnung wohin DAS noch führen soll...

Jedenfalls kam natürlich auch die Rede auf die Vorbildwirkung der Eltern, die ja auch schon mit Handys in der Hand unterwegs sind, auf dem Gehsteig, Zebrastreifen, beim Einkauf und so weiter das Handy - auch in der Ineraktion mit anderen Menschen - nicht aus der Hand legen... (ich bin sicher, einige von euch, vor allem jene, die im Verkauf tätig sind, kennen das Phänomen...)

Auch ich beobachte immer wieder Eltern in der Interaktion mit dem Kind (z. B. während sie den Kinderwagen schieben), dass sie am Handy hängen und im Gespräch mit jemanden anderen sind, dann natürlich Reaktionen auf das eben gehörte im Gesicht zu lesen sind, und die Kinder beobachten das... -

echt cool!

LG
Silvia
... die leider auch aus dem System nicht entkommt...


Hallo Silvia,
warum schreibst du nicht einfach mal auf, wie die Schule deiner Meinung nach aussehen sollte?

Die weiterführende Schule wird sowieso schnell zum Ganztag, weil die Anzahl der Stunden immer umfangreicher wird. „Früher“ kennen wir alle noch, das haben wir nämlich selbst erlebt. Bei uns flogen äußerst dicke Schlüsselbunde durch die Gegend (vom Lehrer) oder es peitschte mal der Zeigestock auf den Tisch (da waren schon mal bei leichter Müdigkeit nachmittags 16:00 Uhr die Finger dazwischen) - Beide Maßnahmen waren nicht nur sehr schmerzhaft. Allerdings kann es ja nun wohl kaum die Begründung sein, dass wir dadurch das Abi geschafft haben, oder?
Das schöne Thema Handy...ich weiß noch wann ich mein ERSTES Handy bekommen habe: zum Studium! Vorher gab es diese Dinger noch nicht, danach waren sie unbezahlbar und hatten eine unglaubliche Größe. „Früher“ bin ich von Montag bis Samstag zur Grundschule/ Realschule 1km jeden Tag gelaufen. Danach kam das Abi und dann durfte ich 3 Jahre mit einem Bus 15 km fahren ... und alles ohne Handy, ohne Smartwatch o.ä. Heute gibt es ganz furchtbare Apps und leider kontrollieren die Eltern so gar nicht, was ihre Kids mit ihrer Technik so treiben - kein Wunder, oftmals könnte man fast denken, dass die Kids über diese Technik mehr wissen als ihre Eltern. Nur wenn 10-jährige WhatsApp-Gruppen einrichten und dann über einzelne Kinder oder Erwachsene herziehen, ist das übel. Das ist Mobbing. (Nur ein Beispiel) Komme ich mal 5 Minuten eher in die Schule zu meinen Sohn (Eltern müssen dort bei den Schließfächern warten), geht sofort ein gnadenloses Gebimmel los. Die Stunde ist noch nicht mal zuende und die Kids werden schon von allen möglichen Leuten angerufen. Als Lehrer möchte ich mir das auch nicht antun, ganz ehrlich. Dann kommen die Eltern, die alle 5 Minuten anrufen als erstes nach dem Schuljahr und fragen warum der Lehrplan nicht eingehalten wurde.
Eigentlich sehe ich in deinem gesamten Post nicht einen einzigen Punkt, der bei uns nicht so ist. Ich finde das aber auch vollkommen normal. Was das bei dir mit der Erziehung, die der Staat in seine Hände nehmen will, zu tun hat, ist mir vollkommen entgangen. Aber da bin ich hier ja nicht die einzigste.
LG
Katrin
Katrin (Epilepsie)
O. (Frühk. Autismus (HFA), Sprachentwicklungsstörung, Ptosis, Hypotonie, AVWS, LRS, Vd. Valproatembryopathie)
D. (geistige Behinderung, Frühk. Autismus, Epilepsie, Esstörung, Trigonoceph., Hypertonie, Opticushypoplasie, Amblyopie, Mikrodeletion 3p26.3, Vd. Valproatembryopathie, Z.n. Schädelbasisfraktur)

Silvia & Iris
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Beitragvon Silvia & Iris » 27.09.2018, 20:01

Ganztagsschule war so:


Abholung in der Früh zwischen 6.30 und 6.45
nach Hause kommen zwischen 17.30 und 18.00
Nachtmahl essen, Hausaufgaben kontrollieren, für Schularbeiten lernen

(die Unterlagen kamen immer nur einen Tag vor dem Ereignis nach Hause...)


Das müde, vollkommen erschöpfte Kind ist dann ins Bett gefallen, meist gereizt, überdreht und aggressiv. Ständig kamen deshalb Einladungen in die Schule, aber er durfte dennoch nicht früher nach Hause oder so...

6-jährige müssen das aushalten...!

In der Nachmittagszeit fiel er regelmäßig zusammen und schlief irgendwo am Gang... Betten oder andere Schlafplätze gab es nicht...

- Jetzt, in der Halbtagsschule, er kann den Schulweg selbständig zurück legen, keine Diskussionen mehr mit dem Fahrtendienst... - der Fahrer hat regelmäßig gesponnen, weil ihm der Arbeitstag zu lange war... - er musste ja bereits 30 min davor die ersten Kinder einsteigen lassen...

Kind ist nun viel entspannter und relaxter, Wutausbrüche und Aggressionen nehmen ab.. - er kommt zur Ruhe, hat kein Handy mit Internetfunktion, PC steht nur für Schulaufgaben zur Verfügung...


Endlich kommt er zur Ruhe...

Also ich bin für die Halbtagsform! Gerade für Kinder mit Wahrnehmungsproblemen sind Ganztagsschulen kontraproduktiv... aber auch ich habe miterlebt, wie Pfarren nun doch dazu übergehen die Erstkommunionsvorbereitung am Wochenende zu machen, und nicht nach der Ganztagsschule nachmittags von 18 - 20 Uhr... Da drehen alle Kinder durch und sind nicht mehr lernfähig...


Kinder haben doch auch ein Recht auf freie Zeit?
Liebe Grüße
Silvia
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Sohn *03/2006 AVWS + was so dazu gehört

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kati543
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Beitragvon kati543 » 02.10.2018, 08:36

Hallo,
bist du vielleicht schon einmal auf die Idee gekommen, dass andere Kinder da anders sind?
Dein Kind ist behindert und daher sowieso speziell. Vielleicht stecken gesunde Kinder das ohnehin besser weg. Du musst ja unheimlich froh sein, wenn die Bildungspflicht dann endlich vorbei ist und du machen kannst, was du willst - komisch, das willst du aber auch nicht.
Ich war (trotz Behinderung) auch täglich in der Schule inkl. Nachmittag (genaugenommen bis abends) und damals gab es sogar noch Unterricht am Samstag. Und weil es so schön war, war das keine Ganztagsschule, sondern Hausaufgaben gab es obendrauf. Bei mir standen aber auch noch einige sehr spezielle Fächer auf dem Stundenplan.
LG
Katrin
Katrin (Epilepsie)

O. (Frühk. Autismus (HFA), Sprachentwicklungsstörung, Ptosis, Hypotonie, AVWS, LRS, Vd. Valproatembryopathie)

D. (geistige Behinderung, Frühk. Autismus, Epilepsie, Esstörung, Trigonoceph., Hypertonie, Opticushypoplasie, Amblyopie, Mikrodeletion 3p26.3, Vd. Valproatembryopathie, Z.n. Schädelbasisfraktur)


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