Wer macht mit? So klappts bei uns mit dem Lernen/Üben

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

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PaulaW
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Wer macht mit? So klappts bei uns mit dem Lernen/Üben

Beitragvon PaulaW » 24.09.2018, 09:03

Ihr Lieben !

Ich fänd es schön wenn wir hier ein paar Anregungen posten
könnten wie es zuhause klappt.

Fange einfach mal an. Wir "müssen" gerade schreiben üben
und da klappt es super mit Quatsch Sätzen. ZB Wer das liest
ist doof und sowas. Oder Mami ist doof.
Garantiert pädagogisch wertlos aber es klappt.

Gute Erfahrungen haben wir auch zB mit Smarties zu rechnen.
Auch wenn er die meistens gar nicht essen will motiviert es ihn.

Liebe Grüsse

Paula
Muskelschwäche, Entwicklungsverzögerung, Wahrnehmungsstörung, Feinmotorische Probleme, Konzentration, PG3, 70% GdB, GBH

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Tanja2014
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Beitragvon Tanja2014 » 24.09.2018, 10:22

Hallo,
meine beiden haben viel Spaß daran, "Wörterbücher" selber zu machen. Ich habe im Internet einige Bilder zusammengesucht zu bestimmten Themen (Polizei, Feuerwehr, Baustelle), jedes Bild auf eine eigene Seite kopiert und die beiden "schreiben" dann das passende Wort dazu. Bei uns hat das mit schreiben noch nicht so viel zu tun. Wir machen das am Rechner und die beiden suchen dann die Buchstaben, die sie schon kennen auf der Tastatur und ich schreibe den Rest. Aber in abgewandelter Form, ist das vielleicht auch für Euch was (wenn man sie Seiten mit den Bildern ausdruckt und er dann die passenden Wörter handschriftlich dazu schreibt). Danach werden die fertigen Seiten dann zum Buch zusammengeklebt. Bzw. binde ich sie manchmal auch mit der Ringbindemaschine, die ich beruflich nutze...
Viele Grüße
Tanja
mit B. (*2012) - Extremfrühchen, spastische ICP beinbetont GMFCS Level 1
und Wirbelwind (*2013)

kati543
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Beitragvon kati543 » 24.09.2018, 10:39

Hallo,
heute haben meine Jungs keine Hausaufgaben mehr auf, da Ganztagsschule. Aber früher hat es bei uns am besten geklappt mit einem strikten Plan vorher.
Wir hatten einen Wochenplan (riesengroß, abwaschbar und an der Wand hängend), an dem das jeweilige Kind selbst seine Aufgaben einteilte. Also eine Hausaufgabe von Montag bis zur nächsten Woche Montag wurde dann z.B. am Donnerstag und am Sonnabend gemacht. So hörte das Theater auf, dass Mama/Papa die armen Kinder zu Hausaufgaben zwingen und alles ja viel zu viel ist. Wir haben dann immer auf den Plan verwiesen, den die Kinder selbst erstellt haben. Hat super geklappt. So haben sie wirklich gelernt, sich ihre Zeit und ihre Kräfte gut einzuteilen.
Und an jedem Tag selbst nach der Schule wurde wieder die Zeit bis zum Schlafengehen ganz exakt geplant. Meinen Kindern war es immer wichtig, dass sie ein positives Ziel,vor den Augen haben...für sie ist das eine Pause von den Hausaufgaben. Ich habe also die ganzen Aufgaben immer in Teile geteilt und dann hatten sie zwischendurch 10 Minuten Pause (zum Spielen oder einfach ausruhen). Dadurch haben sie wirklich die Arbeitszeit effektiv durchgearbeitet.

Mein Jüngster hat überhaupt kein Verständnis für Zahlen (wird er auch nie haben). Mathematik klappt also auch heute, in der 5. Klasse nicht. Er ist noch immer Stand erste Klasse. Seine Stärke ist aber Auswendiglernen. Seine Mathelehrerin gab ihm damals sämtliche Additionsaufgaben bis zur 10 auf kleinen Kärtchen zum Auswendiglernen. Irgendwann habe ich ihm noch beigebracht, wie man größere Zahlen addiert. Heute kann er Zahlen jeglicher Größe addieren (schriftlich). Aber es klappt eben keine andere Rechenoperation. Sieht er 2 Zahlen, addiert er.

Mein Ältester soll dank seines LRS auch lesen. Die Bücher, die immer empfohlen werden sind alle eines: furchtbar uninteressant für Kinder. Mein Sohn liest jetzt ein Buch mit Schülerwitzen. Er liebt das, obwohl er lesen eher weniger mag.

LG
Katrin
Katrin (Epilepsie)
O. (Frühk. Autismus (HFA), Sprachentwicklungsstörung, Ptosis, Hypotonie, AVWS, LRS, Vd. Valproatembryopathie)
D. (geistige Behinderung, Frühk. Autismus, Epilepsie, Esstörung, Trigonoceph., Hypertonie, Opticushypoplasie, Amblyopie, Mikrodeletion 3p26.3, Vd. Valproatembryopathie, Z.n. Schädelbasisfraktur)

JanaSnow
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Beitragvon JanaSnow » 24.09.2018, 13:40

Hallo,

wir haben Familienbriefkästen.
Einen für unser Kind und natürlich auch für die Erwachsenen - ach ja und für unser Haustier.

Wichtig ist, dass ich als Mama auch mal Post schreibe. Und ich bekomme auch Post.

Dann Tagebuch schreiben. Das macht unserem Kind Spaß. Wir sammeln so Sachen wie Eintrittskarten, Federn, ... und ich drucke ihr auch mal Bilder aus für ihr Tagebuch. Da schreibt sie dann mal mehr, mal weniger, aber immer gerne.

Und wir schreiben zusmammen eine Geschichte. Jeder schreibt ein Stückchen. Und wer fertig ist, legt das Buch in die Geschichtentruhe vom nächsten. Je nach Lust und Laune schreibt unser Kind mal mehr und mal weniger. Damit sie die Lust nicht verliert, korrigiere ich ihre Fehler nie, sondern baue von ihr falsch geschriebene Worte dann einfach ein paar mal in meinen Text rein. Denn vorlesen muss immer derjenige, der den Text nicht geschrieben hat. So liest sie ihre Worte automatisch nochmal richtig und fühlt sich besser als wenn ich sie dauernd auf Schreibfehler aufmerksam mache.

Und wir spielen Schule. Sie darf Aufgaben an die Tafel schreiben, die ich dann lösen muss.

LG
Jana

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Beitragvon Anne&Hannah » 24.09.2018, 14:39

Huhu!

Eine feine Idee dieses Thema!

Hannah hat das mit den vollen und halben und viertel Stunden verstanden, als wir eine Mortadella-Scheibe "geschlachtet" haben.

Ein Viertel aufessen, drei Viertel noch übrig...
Nicht nur Liebe geht durch den Magen :lol:

LG
Anne
Anne&Thomas mit D. ,J. & HANNAH (11) - Mitochondriale Enzephalomyopathie/Morbus Leigh. dadurch Hirnschädigung mit Mehrfachbehinderung, Rolli, Button. z.N. Stammhirnschädigung und nächtlicher Beatmung. Tracheostoma zu seit 4/14. Chronisch fröhlich!

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Beitragvon HollysAnne » 24.09.2018, 21:54

Huhu,

ich habe ein Buch mit den Sketchen von Loriot. Die habe ich mit meinem Stiefsohn in verteilten Rollen gelesen. Wir haben uns kringelig gelacht und er hat flüssig vorlesen gelernt.

LG Anne
Anne (*83, Logopädin) mit Holly (*3/2012) Abszess zerstörte 2. HW, heute Dystrophie, beinbetonte Spastik, Skoliose,u.v.m. Fröhliche Rollipilotin und meine größte kleine Heldin, Labertasche und Dramaqueen :)
There are still faint glimmers of civilisation in this barbaric slaughterhouse that was once called humanity.

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hi

Beitragvon Leela » 25.09.2018, 00:45

Hi,
malen und schreiben:
Ich male zuerst und es will einfach nicht klappen,
irgendwann frage ich verzweifelt, ob mir nicht jemand zeigen könnte,
wie es geht.

Auch: Wir malen beide die selben Motive mit geschlossenen Augen.
Zuerst schauen wir uns das Motiv genau an, dann machen wir die Augen zu.
J. schummelt immer, was ich aber nicht bemerke ;) So sind seine Bilder immer besser.

Oder Wir schließen die Augen und ich sage, was wir malen: zuerst der Kopf, dann Augen, dann Augenbrauen, dann Wimpern usw. Auch hier schummelt mein Kind, ist aber gewollt ;)
LG
Sohn geb. Juni 2013 (5 Wochen zu früh, nach vorz. Blasensprung), Hirnblutung.
leicht entwicklungsverzögert
V.a. NF1 (cal)

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Engrid
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Beitragvon Engrid » 25.09.2018, 00:52

Hallo,

Junior ist sehr speziell mit schulischem Üben zuhause. Das klappt nur, wenn die Aufgabe so ist, dass er es 100%ig selbständig machen kann. Und das wiederum geht am besten mit Mappenaufgaben nach Teacch. (Bilder dazu kann man prima googeln. Die Mappen kann man auf jedes Thema, jeden Bedarf, jedes Niveau hin massschneidern, ist allerdings leider ein Aufwand). Die Aufgabenstellung ist komplett selbsterklärend (das ist Teacch-Prinzip), und es gibt keine ausbremsenden zusätzlichen motorischen Schwierigkeiten.

Schlagartig hatte er sogar Freude an der Arbeit, und holt mich dann stolz und zeigt mir die fertig geklettete Aufgabe.

Grüße
Engrid
mit Sohn vom anderen Stern (frühkindlich autistisch)
"Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind, wir sehen sie wie wir sind." (Anais Nin)

GretchenM
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Beitragvon GretchenM » 25.09.2018, 15:09

Hallo,

bei uns gab es früher starke Probleme mit den Hausaufgaben. Rein praktisch gesehen ist es bei meinem Kind wichtig seine Tagesform zu berücksichtigen. Was nie klappt ist die übliche feste Uhrzeit am Nachmittag. Interessanterweise funktioniert es fast immer besser am späten Nachmittag oder sogar am Abend. Dann findet er wohl die notwendige innere Ruhe und ist von den Erlebnissen und Einflüssen des Tages soweit runtergekommen, dass er sie ruhig und ordentlich erledigen kann.

Gut ist es immer, ihm den Lernstoff auf Karteikarten zu schreiben und das dann häppchenweise abzufragen - dann kann man sehen, was man geschafft hat. Funktioniert bei Vokabeln aber auch dem Einmaleins, und ist praktisch, weil man die kleinen Karten quasi immer dabeihaben kann: an der Bushaltestelle, während man darauf wartet, das ein Termin anfängt, oder bevor die abendliche Serie beginnt. Und was man kann, darf dann befriedigenderweise zur Seite gelegt werden und wird nur generell noch mal mit wiederholt, wenn eine Arbeit ansteht. (Lustigerweise haben wir da jetzt echt schöne Assoziationen wenn wir an zum Beispiel die Achterreihe denken: die hat er vorrangig an einem Wochenende gelernt, jeweils bei den vielen Wartezeiten an irgendwelchen Straßenbahn- und Bushaltestellen. Noch heute haben wir da die Gerüche und den Klang, die ganze Erinnerung an ein Mittelalterfest :-) wenn es ums Einmaleinsüben geht *lach*)

Dann darf er auch gerne mich abfragen und sich totlachen darüber, wenn ich was nicht weiß oder falsch mache. Lachen ist immer gut, das nimmt die Spannung raus.

Ansonsten: immer loben, selbst wenn es nur das Geringstmögliche war, was geschafft wurde. Loben zieht nach oben.

Und - auch wenn das einige kritisieren werden: Mein Sohn hat sich mit dem Schreiben, speziell dem Schnellschreiben, immer gequält (pedantisch, was nicht wie gedruckt aussah wurde ausradiert bis Löcher im Papier waren, dazu noch sehr steife Handgelenke). Also bekam er für das komplette Durcharbeiten eines Arbeitsheftes eine dicke Belohnung von mir. Und kann heute wenigstens mittelmäßig schnell schreiben. Manchmal reicht eben die eigene Motivation nicht, nicht bei so dicken Barrieren.

Und nein, er will heute nicht für jede Aufgabe eine Belohnung. Denn die eigene Motivation kam dann mit dem ersten Erfolg :-)

Und gelegentliche Hänger gibt es immer noch, meistens stelle ich dann aber hinterher fest, dass ich dabei zu schnell ungeduldig geworden bin. Goldene Regel bei uns: Die Hausaufgaben müssen fertig sein - das wann legt er (außerhalb der Schlafenszeiten) normalerweise selbst fest (und hat das dann auch schon mal morgens vor die Schule gelegt) Das hat eine Menge Druck rausgenommen.

LG

GretchenM

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TinaEm
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Beitragvon TinaEm » 15.10.2018, 22:04

Tochter lässt sich zum Lesen üben motivieren, wenn Mama die richtig von Tochter zuerst gelesenen Wörter in einen lustigen Satz verpackt
Sohn *04
Tochter *06 Sprachentwicklungsverzögerung, kombinierte Entwicklungsverzögerung inkl. AVWS


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