I-Kind wie läuft's bei euch im Kindergarten ab?

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

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Marie-Lena
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I-Kind wie läuft's bei euch im Kindergarten ab?

Beitragvon Marie-Lena » 20.09.2018, 12:45

Hallo ihr Lieben,

meine Maus ist seit gut 2 Wochen in einem integrativen Kindergarten als i-Kind aufgrund Dyspraxie und Wahrnehmungsstörung. Sie bekommt Logo, Ergo und HP. Von Tag 1 an ging sie fröhlich und jede Träne. Sie fühlt sich sichtlich wohl. Jetzt höre ich jeden Tag von der Erzieherin dass es mit ihr so schwierig ist weil sie zb sich nicht lange mit einem Spiel beschäftigt oder viel umeinander läuft und man immer bei ihr bleiben muss. Habe gefragt ob es denn auch mal was positives zu berichten gibt. Da wurde nur gestottert. Naja es gab ja vorab ein Gespräch und die wussten ja was auf sie zukommt. Ich bin echt entsetzt dass ich jeden Tag die Leier hören muss dass man auf sie so aufpassen muss.
Zur Info es sind 19 Kinder und 4 Erzieher. 4 i-Kinder, 3 bereits über 6 und meine Tochter eben.

Ist das bei jemandem auch so?

LG Marie-Lena

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Beitragvon IlonaN » 20.09.2018, 13:03

Hallo Marie-Lena,
ich kann nur gutes Berichten. Klar kommen auch die problemchen bei mir an, aber immer zuerst etwas positives, selbst wenn ich merke das krampfhaft danach gesucht wurde-schmunzel-
Das hört sich für mich so an, als wenn die auf einen I-Helfer aus sind. Find ich nicht gut. Deinem Mäuschen scheint es ja trotzdem zu gefallen.
Ich 1961 Ösophagusatresie
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Yvonne und Kjeld
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Beitragvon Yvonne und Kjeld » 20.09.2018, 13:15

Hallo Marie-Lena,

bei uns ist das leider sehr ähnlich. obwohl ich vorher mehrfach auf die Besonderheiten unseres Sohnes hingewiesen habe und auch in dem Bericht der Amtsärztin steht, dass er keine Sekunde aus den Augen gelassen werden darf, ist dort niemand so recht auf ihn eingestellt.

Die Leitung sagt mir immer, wie super Kjeld mit läuft (was ich auch glaube, aber das ist ja nicht de reinzige Zweck der Sache). Die Erzierherinnen geben durchaus schon mal zu, überfordert zu sein. Kjeld stellt den Alltag auf den Kopf, insbesondere wenn er vorher noch Therapien hatte. Er wird einfach alleine gelassen, weil es sich kaum vermeiden lässt bei 20 Kindern und nur 2 1/2 Erzieherinnen, was dann schon mal zu dem ein oder anderen Kleinen Unfall führt. Die UK wird nahezu nicht genutzt in seiner Gruppe. Die Erzieherinnen in der Gruppe, sind über meinen Vorschlag eines I-Helfers sehr erfreut, di eLeitung weniger und blockt das ganze bisher ab.
Ich höre also nicht nur schlechtes, aber durch die Blume wird mir schon immer wieder gesagt, dass mit dem Aufwand, der für Kjeld zu betreiben ist, nicht gerechnet wurde.

LG Yvonne
Enya *08.14 gesund
Kjeld *03.16 globale Entwicklungsverzögerung, Wahrnehmungsstörungen, Brille, Hörgerät, Epilepsie, insgesamt auf dem Stand eines ca 18-20Monate alten Kindes PG4, GdB100
Svea *10.18 gesund

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Beitragvon IlonaN » 20.09.2018, 13:28

Hallo Yvonne und Kjeld,

das ist ja eine hohe Gruppenstärke. Ist das wirklich eine Integrationsgruppe, oder doch ein regelkindergarten??
In der I-Kita meiner beiden I-Kinder gibt es 2 regelrechte I-Gruppen mit je 13 und 1x 16 Kindern, je nach Bedarfe der Kids. Es sind höchstens 4 I-Kinder in der gruppe und 3 Erzieher, Helfer und ein Kind hat auch noch eine Einzelfallbegleitung.
Mein I-Kind das ich vor 5 Jahren als I-Kind in einer Regelkita hatte ging es nicht gut, es lief nur mit, bis ich auf eine Einzelfallbegleitung bestand.
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Beitragvon Sheila0505 » 20.09.2018, 13:38

Hi, also ich kann bisher wirklich nur positives berichten. Unser Kleiner geht seit Juni in die Kita.

Noch NIE wurde "gejammert", klar wurde schon erwähnt wo er Unterstützung braucht - aber das ist ja der Sinn und der Grund warum er I-Kind ist.

Meistens heißt es: War alles in Ordnung, hier und da hat er sich schwer getan, aber das wird schon.

Es ist eine kleine Kita mit offenem Konzept. Sehr gemütlich/familiär und durch die super Raumaufteilung (die Kita wurde extra für das Konzept konzipiert - Architektenauftrag) ist es auch sehr ruhig.

Sie haben Tiere und der Fachdienst kommt auch.

Ich denke, diese Kita ist perfekt für ihn und ich lasse ihn besten Gewissens dort. Die Kita um die Ecke (große Kita) hätte ihn auch genommen, aber sie hätten feste Gruppen gehabt und keinen P-Schlüssel stellen können, den er braucht.
Jetzt fahren wir zwar weiter, aber für uns scheint es wirklich zu passen.

LG und alles Gute

Sheila

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Beitragvon Marie-Lena » 20.09.2018, 14:11

Ja ich fänds halt schön, wenn man auch mal was positives sagen würde. Immer wenn ich sie abgeholt Habe, hat sie schön gespielt und auch die anderen Eltern, die noch da bleiben müssen sagen sie spielt, puzzelt usw. Sowas erfahr ich nicht. Nur sie ist so anstrengend, man muss immer dahinter sein. Das erwarte ich aber auch. Deshalb ja auch der i-Status. Und dazu kommt sie ist erst 2.5 und kann erst ca. 5 Wörter.

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Beitragvon IlonaN » 20.09.2018, 14:14

Hallo Marie-Lena,
vielleicht suchst du ganz schnell ein Gespräch das nicht zwischen Tür und angel geführt wird und sagst genau das was du hier schreibst. Oftmals ist es den Erziehern garnicht Bewußt was sie mit ihren worten so "anrichten", vielleicht wollten sie dich auch nur mit ihren negativberichten bestätigen das der I-Platz wirklich die richtige Entscheidung war.
LG
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Beitragvon Karin2308 » 20.09.2018, 14:53

Hallo,
ich habe es in solchen Fällen immer mit der Gegenfrage versucht:
"Und was machen WIR da?"
Dann können die ausgebildeten Erzieher mal aus ihrer reichhaltigen Praxiserfahrung berichten und überlegen, was zu tun ist. Mit diesem kleinen Satz sind die Erzieher dann direkt mit im Boot und der schwarte Peter ist zurückgewandert.

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Beitragvon LovisAnnaLarsMama » 20.09.2018, 15:14

Hallo Marie-Lena,
vier Erzieher auf diese Gruppenstärke bei vier I- Kindern passt nicht wirklich. Vielleicht ist die Gruppe auch zu groß und laut für deine Tochter?
Ich kann nur von uns berichten: der Kleine ist noch in der Krippengruppe, dort sind 13 Kinder und vier Erzieher. Da aber gerade viele Kinder in der Eingewöhnung sind läuft es auch nicht rund- wenn ich abhole sind andere Erzieher da, keiner guckt mehr auf das Kind, bzw. kriege ich keine Rückmeldung mehr. Letztens hatte er bei 30 Grad noch T-Shirt und lange Hosen über dem Body an- ich weiß nicht, ob er es merkt wenn ihm warm ist... Eigentlich ist unser Kiga toll, aber scheinbar tritt doch eine gewisse Überforderung auf.
Jetzt kam doch die Frage auf, ob wir eine I- Kraft beantragen sollen...
Ich schaue mir jetzt einfach mal die Alternativen an und frage, was mir dort zu meinem Kind geraten wird.
Lg LovisAnnaLarsMama
Meine drei kleinen Wunder: Wunderkind (2009), Schneckenkind (2011) und der kleine Bruder (2015): Hemiparese, expressive Sprachenwicklungsstörung, Epilepsie und diverse Baustellen nach Asphyxie/Frühgeburt

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kati543
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Beitragvon kati543 » 20.09.2018, 18:34

Hallo,
ich finde das Verhältnis zwischen Erwachsenen und Kindern in dieser Gruppe mehr als ungünstig. Meine Kinder sind in einen Regelkindergarten (Ü3) mit Einzelintegration gegangen. Bei meinem Jüngsten waren auch 4 I-Kinder in der Gruppe, alle sehr schwer betroffen - mein Jüngster war da noch der fitteste von den 4-en. Es gab 2 Erzieherinnen (wie auch in jeder anderen Gruppe) und dann für jedes I-Kind noch die I-Kraft. Insgesamt gab es dort 15 Kinder.
Diese Gruppe war die beliebteste Gruppe im ganzen Ort bei den Eltern der gesunden Kinder. In keiner anderen Gruppe könnten sich die Erzieherinnen so intensiv um alle Kinder kümmern. Der positive Nebeneffekt für uns - diese Kinder hatten überhaupt keine Berührungsängste gegenüber den behinderten Kindern.
LG
Katrin
Katrin (Epilepsie)
O. (Frühk. Autismus (HFA), Sprachentwicklungsstörung, Ptosis, Hypotonie, AVWS, LRS, Vd. Valproatembryopathie)
D. (geistige Behinderung, Frühk. Autismus, Epilepsie, Esstörung, Trigonoceph., Hypertonie, Opticushypoplasie, Amblyopie, Mikrodeletion 3p26.3, Vd. Valproatembryopathie, Z.n. Schädelbasisfraktur)


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