Schulwechsel gescheitert!

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SimoneD.
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Schulwechsel gescheitert!

Beitragvon SimoneD. » 19.09.2018, 16:10

Leider wird die Tagesklinik jetzt unumgänglich sein :?

Trotz rundem Tisch mit Autismusberatin, Lehrerin, I-Kraft und Vorgesetze von I-Kraft vom Fachdienst Autismus wird es anstelle von besser immer schlimmer.
Die Schule/Schulform ist sehr unstrukturiert und spontan.
Selbst die I-Kraft weiß nicht weiter und hat Probleme N. unter diesen Umständen zu strukturieren und dabei ist die I-Kraft wirklich richtig gut.
Ständig ändert sich dort etwas im Ablauf, Raumwechsel etc. Keiner nimmt da Rücksicht auf N.

Heute war es so schlimm, dass N. weggelaufen ist.
Da seine Lehrerin heute nicht da war wurden die Kinder auf die umliegenden Klassen verteilt. Ist mit N. schwer möglich. Daher ging die SB mit ihm in den freien Raum der OGS.
Zum Frühstück wollten sie zurück in die Klasse gehen. Die Uhrzeiten wurden aber heute verschoben. Normalerweise wird von 9:00-9:15 Uhr gefrühstückt.
In die Klasse wo er hin sollte hieß es; wir wissen noch nicht wann wir frühstücken. Es würde jemand die beiden abholen kommen....es wurde 9:30 Uhr und es war immer noch keiner da....N. wurde ungeduldig, weil sie auch nichts mehr zu tun hatten.
N. wollte dann nicht mehr und ist weggelaufen. Richtung Straße und dann den Bürgersteig entlang. Als seine I-Kraft ihn eingeholt hatte fing N. zu weinen an und sagte; ich will ein Grab.......ich versuche es ja, aber ich schaffe es nicht....

Ende vom Lied war, dass ich ihn wieder abgeholt habe.

Die I-Kraft hat ihren Arbeitgeber, den Fachdienst Autismus, angerufen und die Zustände und den Vorfall geschildert. Darauf sagte ihre Chefin, das sie wohl ihre Meinung revidieren müsste, was einen erneuten Schulwechsel anbelangt......
Sie war da nämlich strikt gegen. Auch ich habe ja versucht mich da mal zurück zu nehmen und versucht vertrauen zu haben, sobald ich. N. am Schultor verabschiedet habe. Es geht aber nicht!!

Das Problem ist, dass ich jetzt völlig allein da stehe und keine Unterstützung habe, was die Suche nach einer wirklich geeigneten Schule anbelangt.
Die Autismusberaterin sagte ja auch, ich solle durchhalten und keinen Wechsel mehr machen.
Meint ihr, mir gefällt das???? Aber das geht dort wirklich nicht und das sage ja nicht nur ich, sondern die I-Kraft ja auch.
Wie viele Gespräche sollen denn noch geführt werden??

Von daher sehe ich den Weg in die Klinik als einzigen Ausweg um einen (evt) erneuten Schulwechsel nicht alleine durchziehen zu müssen. Auch wenn es mir Unbehagen bereitet :cry:
Liebe Grüße von Mönchen :-)
Sohn (8 Jahre) Asperger Autist

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Engrid
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Beitragvon Engrid » 19.09.2018, 16:19

Hallo Simone,

Heute war es so schlimm, dass N. weggelaufen ist.
Da seine Lehrerin heute nicht da war wurden die Kinder auf die umliegenden Klassen verteilt. Ist mit N. schwer möglich. Daher ging die SB mit ihm in den freien Raum der OGS.
Zum Frühstück wollten sie zurück in die Klasse gehen. Die Uhrzeiten wurden aber heute verschoben. Normalerweise wird von 9:00-9:15 Uhr gefrühstückt.
In die Klasse wo er hin sollte hieß es; wir wissen noch nicht wann wir frühstücken. Es würde jemand die beiden abholen kommen....es wurde 9:30 Uhr und es war immer noch keiner da....N. wurde ungeduldig, weil sie auch nichts mehr zu tun hatten.
N. wollte dann nicht mehr und ist weggelaufen. Richtung Straße und dann den Bürgersteig entlang. Als seine I-Kraft ihn eingeholt hatte fing N. zu weinen an und sagte; ich will ein Grab.......ich versuche es ja, aber ich schaffe es nicht....
Das ist so aussagekräftig, das dürfte nun wirklich jeden überzeugen, dass diese Schule nicht passt. Trau dich ruhig. Ja, man soll nicht dauernd alles umschmeißen - aber wenn glasklar ist, dass es gar nicht passt, dann muss man das auch realisieren dürfen.

Dann soll es halt vielleicht wirklich die Tagesklinik sein?

Grüße
Engrid
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Beitragvon saskia und a. » 19.09.2018, 16:29

Hallo,
das tut einem ja im Herzen weh, was dein Sohn und du schon im kurzen Schulleben mitgemacht haben.
Ich hatte auch mal eine Zeit ,damals sagte mein Sohn immer, wenn ich mir nur ein Stromkästchen basteln könnte und in ein tiefes Loch, dann wäre alles überstanden. :twisted:
Vielleicht wäre ne Klinik wirklich nicht verkehrt, gibts bei euch denn keine KB Schule, das war die Rettung für meinen Sohn.
Alles Gute für euch
lg saskia
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Beitragvon Michaela44 » 19.09.2018, 16:30

Was soll die Tagesklinik bewirken, wenn das Problem in der Schulsituation liegt? Hier wäre eine kleine strukturierte Klasse besser.
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Beitragvon SimoneD. » 19.09.2018, 17:14

Michaela, in gewisser Weise denke ich ja auch so.
Aber wie soll ich denn jetzt alleine nach einer wirklich geeigneten Schule suchen :-(
Die nächste Schule MUSS passen..
Liebe Grüße von Mönchen :-)

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Beitragvon Michaela44 » 19.09.2018, 17:34

Ich weiß.....
Der Kampf um die richtige Schule ist sch....

Wie wäre es, wenn du den Ball zurückspielst und dich an das Schulamt wendest, beschreibst, was dein Sohn in der Schule behinderungsbedingt benötigt und dass das derzeit nicht gegeben ist. Sollen DIE doch eine passende Schule suchen. Unter den jetzigen Bedingungen würde deinem Sohn Bildung vorenthalten usw. Inklusion ist es nicht, wenn sich Behinderte an das System anpassen müssen, um teilhaben zu können, sondern das System muss sich verändern, andere Möglichkeiten schaffen. Usw.

Mancherorts gibt es auch Kleinklassenbeschulung über das Jugentamt als Eingliederungshilfe.

Vielleicht kann dein Sohn auch die Schule der TK besuchen ohne die TK?
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Beitragvon SimoneD. » 19.09.2018, 18:12

Ich habe das Gefühl wenn ich mich ans Schulamt wende, hackt eine Krähe der anderen kein Auge aus. Die Autismusberatungsfrau ist auch von dort........
Ich habe Sorge, dass mir Inkonsequenz in der Durchhaltung vorgeworfen wird, weil es doch seitens der Autismusberatungsfrau heißt ist soll durchhalten. Ein nochmaliger Wechsel sei schlecht!!
Aber das hier ist mehr als schlecht. Mir ist schon schlecht, wenn ich nur an morgen denke. Wenn ich ihn wieder und wieder hinschicke. Das soll ich nämlich tun, sagte die Autismusberaterin. Damit eine Regelmäßigkeit Eintritt........als ich ich von dem Chaos dort berichtete wollte sie davon nicht recht was hören. Ich sagte, das ich sehe das das Montessori Konzept nichts für N. ist........da hieß es nur, ich solle doch abwarten.......

Saskia, wir haben eine KB Schule....allerdings soll die nicht so toll sein und da hätte ich wieder das Problem mit der I-Kraft bzgl des Fahrtweges, denn die KB Schule ist im gleichen Stadtteil wie die alte Schule. Und die I-Kraft ist auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen und kommt in diesen Stadtteil schlecht hin...
Liebe Grüße von Mönchen :-)

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Beitragvon AgnesH » 19.09.2018, 18:44

Bekommt die I-Kraft kein Auto vom Träger gestellt? Hat sie einen Führerschein? CarSharing buchen?

SimoneD.
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Beitragvon SimoneD. » 19.09.2018, 18:49

AgnesH, sie hat keinen Führerschein.

Was mich etwas mit der Tagesklinik hadern lässt ist, das mir heute dort gesagt wurde, dass dort daran gearbeitet, dass die Kinder lernen in der "normalen" Welt zurechtzukommen. Denn oft wären wohl Eltern von autistischen Kindern (unbewusst) "schuld" an gewissen Verhaltensweisen bzw unterstützen Verhaltensweisen, wo man evt mehr Flexibilität üben könnte. Wie z.bsp nicht immer aus der selben Tasse zu trinken etc.
Denn auch autisten können sowas lernen. Ich hoffe ihr versteht,wie ich das meine?!
Ich habe mich ein bisschen dabei erwischt gefühlt, denn hier gehe ich schon sehr auf seine autistischen Gewohnheiten ein bzw lasse ihn...wo ich manchmal denke jetzt hakt es hier bei manchen für uns "Splienen"..
Liebe Grüße von Mönchen :-)

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svennie
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Beitragvon svennie » 20.09.2018, 09:40

Hallo Simone! Ich würde jetzt den Weg in die Tagesklinik gehen. Die Schule passt einfach nicht, und da kann die I-Kraft nichts dran ändern. Zudem
habt Ihr dadurch eine Verschnaufpause und könnt Euch hinsichtlich der Schulwahl beraten lassen. Wie läuft es denn mit dem Medikament? Zeigt es schon irgendeine Wirkung?
LG
Svenja
Sohn 10/2011: Asperger, hyperkinetische Störung, umschriebene Entwicklungsstörung der motorischen Funktionen, PG 2


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