Schulwechsel gescheitert!

Hier könnt ihr euch rund ums Thema Autismus austauschen.

Moderator: Moderatorengruppe

Antworten
IlonaN
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 2443
Registriert: 07.01.2015, 10:52
Wohnort: Land Brandenburg

Beitrag von IlonaN »

Werde das an Freitag aber erfragen, wie sie mit evt speziellem/fremdgefährdenden umgehen..
das zu wissen ist gerade bei Autisten extrem wichtig. Ich hatte das garnicht gewußt und eher in einem Nebensatz erfahren. Es gibt in der tagesklinik keine 1 zu 1 Betreuung und wo sollen sie auch mit dem Kind hin, es geht dann um die Sicherheit aller.
Ich 1961 Ösophagusatresie
Großfamilie mit leibl.Kindern/Ado-Kind und Pflegekindern mit FASD, ADHS, Autismus, Bindungsstörung mit Enthemmung ,Asthma, Neurodermitis u.v.m.

SimoneD.
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 846
Registriert: 01.02.2016, 17:55

Beitrag von SimoneD. »

Eine direkte 1:1 Betreuung gibt es wohl auch dort nicht, aber es hörte sich so an, als wenn sie sich damit auskennen würden. Daher auch erstmal die stundenweise Gewöhnung.
Ich habe ja schließlich gesagt, das N. bisher nur 1:1 betreut wurde. Außer im KiGa damals.

In Bochum Linden hatte man mir aufgrund dessen, ja eher abgeraten die TK dort zu besuchen.
In Herdecke haben sie das nicht gesagt........
Wie soll ich mich denn verhalten, wenn ich merke es klappt da nicht??
Welche Alternative habe ich dann noch, wenn selbst TK scheitern sollte??
Ich will mein Kind ja nicht noch mehr brechen.
Liebe Grüße von Mönchen :-)
Sohn (10 Jahre) Asperger Autist

IlonaN
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 2443
Registriert: 07.01.2015, 10:52
Wohnort: Land Brandenburg

Beitrag von IlonaN »

Wie soll ich mich denn verhalten, wenn ich merke es klappt da nicht??
ins Gespräch gehen und gemeinsam nach Lösungen suchen, dafür ist er ja da.
Welche Alternative habe ich dann noch, wenn selbst TK scheitern sollte??
Die Ärzte der Klinik werden Lösungen aufzeigen(müssen)
Ich will mein Kind ja nicht noch mehr brechen.
Du wirst ihn nur zerbrechen wenn du jetzt bei Problemen ihn da gleich wieder rausholst, dann weis er garnicht mehr was los ist. Er braucht dringend Hilfe.
_________________
Ich 1961 Ösophagusatresie
Großfamilie mit leibl.Kindern/Ado-Kind und Pflegekindern mit FASD, ADHS, Autismus, Bindungsstörung mit Enthemmung ,Asthma, Neurodermitis u.v.m.

IlonaN
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 2443
Registriert: 07.01.2015, 10:52
Wohnort: Land Brandenburg

Beitrag von IlonaN »

Ohje, irgendwie habe ich nur die fragen zitieren wollen und nun liest man die antworten garnicht gut heraus- sorry-
Ich 1961 Ösophagusatresie
Großfamilie mit leibl.Kindern/Ado-Kind und Pflegekindern mit FASD, ADHS, Autismus, Bindungsstörung mit Enthemmung ,Asthma, Neurodermitis u.v.m.

SimoneD.
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 846
Registriert: 01.02.2016, 17:55

Beitrag von SimoneD. »

Vielleicht mache ich mir ja auch unnütz Sorgen und es ist jetzt wirklich mal eine Hilfe?!

Trotzdem hadert man ja doch immer irgendwie. Vor allem, wenn er hier zuhause die meiste Zeit sehr ausgeglichen ist.
Ich habe ihn jetzt seit dem Wochenende zuhause und Wutanfälle oder ähnliches extrem selten. Nur in der Schule dreht er so durch.....

Bin auch gespannt, wie es in der Klinik klappt mit beschäftigen.........alleine kann er sich nur selten beschäftigen. Sein Tag besteht aus einer Mischung iPad/Nintendo Switch und Computer Spiele real nachbauen und spielen, dazu benutzt er oft mich das ich der Hauptcharakter aus dem Spiel sein soll.....ich mag das nicht so gerne, da ich diese Spiele nicht verstehe und nicht kenne. Meist muss man aber nur machen was er vorgibt ;-)
Gehört das eigentlich zu "so-tun-als-ob" Spiele?? Dachte das können Autisten nicht :?:

Der iPad Konsum wird uns dort bestimmt zum Verhängnis......
Liebe Grüße von Mönchen :-)
Sohn (10 Jahre) Asperger Autist

IlonaN
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 2443
Registriert: 07.01.2015, 10:52
Wohnort: Land Brandenburg

Beitrag von IlonaN »

Ich habe ihn jetzt seit dem Wochenende zuhause und Wutanfälle oder ähnliches extrem selten.
kann ich mir gut vorstellen, er ist in gewohnter Umgebung alles ist halbwegs auf ihn eingestellt- aber leider ist außerhalb unseres "Glashauses" was auch ich allzugerne für meine Kinder versucht bin zu bauen :? die Welt nicht so und genau das ist das gefährliche woran unsere besonderen Kinder zerbrechen können wenn wir immer wieder alles auf ihre Bedürfnisse runterbrechen. Was wird wenn wir mal nicht mehr da sind, sie nicht aus jeder Situation rausholen können? Wir müssen ihnen natürlich mehr zur Seite stehen als unseren "normalen" Kindern, aber so, das sie in der Welt da draußen besser bestehen können, auch mal ohne uns.
Und das ist sooooo schwer für ein Mutterherz.
Gehört das eigentlich zu "so-tun-als-ob" Spiele?? Dachte das können Autisten nicht
Das können auch Autisten, jedoch kann as auch durchaus ein Versuch für deinen Sohn sein die Fäden des Geschens in die Hand zu nehmen und das Umfeld zu bestimmen.
Der iPad Konsum wird uns dort bestimmt zum Verhängnis....
Meine Autistische Große(heute schon 25) liebt auch ihren Laptop überalles,es ist ihre Traumwelt und zugleich ihr Fenster und Kontakt nach draußen) Aber man muß auf passen das man sie nicht nur damit sich beschäftigen läßt
Ich 1961 Ösophagusatresie
Großfamilie mit leibl.Kindern/Ado-Kind und Pflegekindern mit FASD, ADHS, Autismus, Bindungsstörung mit Enthemmung ,Asthma, Neurodermitis u.v.m.

rena99
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 1980
Registriert: 28.04.2012, 16:34

Beitrag von rena99 »

Simone,

nun mach dich mal nicht verrückt. Das ist nicht gut für dich und schon gar nicht gut für deinen Sohn.

Die TK-Zeit wird sicher ihre eigenen Herausforderungen haben und sicher wird da nicht alles Gold sein, was glänzt, aber ihr habt ja nun schon 2 Schulen hinter euch und es wäre einfach gut, eine Perspektive zu bekommen.

Bewerte da bloß nicht jeden einzelnen Tag. Lass ihn da erst mal ankommen. Den Erfolg von TK-Aufenthalten sieht man eher in Wochen, sicher nicht in Tagen. Da wird sicher eine Tagesstruktur vorgegeben und es ist deren Aufgabe, deinen Sohn da einzubinden.

Du solltest aber aufpassen, das zu zu viel "mitschwingst" mit den Sorgen/Bedürfnissen deines Sohnes (so nennen das die Psychologen). Er braucht das Gefühl von dir, dass ihr das Richtige tut. Dein Sohn wird da eventuell nicht hinwollen in den Tagen der nächsten Woche. Bleib da fest und warte erst mal ab. Wie gesagt, nach wenigen Tagen kann man da gar nichts sagen. Einen Abbruch in den ersten Tagen würde ich nur in Erwägung ziehen, wenn die Situation aus deiner Sicht unakzeptabel ist. Das sie deinem Sohn nicht unbedingt leicht fällt, davon wirst du ausgehen müssen.

Ich drücke euch fest die Daumen, dass ihr einen guten Einstieg habt.

LG
Rena
Rena mit (mittlerweile erwachsener) Tochter (V.a. Autismusspektrumsstörung, Zwangsstörung)

SimoneD.
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 846
Registriert: 01.02.2016, 17:55

Beitrag von SimoneD. »

Danke euch...

Ich werde versuchen stark zu sein!
:icon_profileleft:

Aber wie gehe ich damit um, wenn die Klinik meint es würde kein Autismus vorliegen.
Die Lehrer sind ja auch alle der Meinung gewesen, das das ja so kein autistisches Verhalten sei. Das würde ja anders sein.
N. müsste da ne andere Störung haben bei solch heftigen Ausrastern....
Liebe Grüße von Mönchen :-)
Sohn (10 Jahre) Asperger Autist

GabySP
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 974
Registriert: 12.01.2013, 17:32
Wohnort: NRW

Beitrag von GabySP »

Hallo Simone,

warte doch erst einmal die nächsten Wochen ab. Wieso bist du so darauf fixiert, dass die Diagnose in Zweifel gezogen werden wird? Weil die Lehrer erwähnt haben, dass N. sich nicht autistisch verhält? Wieviel Autisten haben die Lehrer schon erlebt und wieviel die Mitarbeiter einer Tagesklinik? Und selbst WENN eine neue Diagnose aufkommt , ist das dann auch eher hilfreich als schadend.
Für uns war die Tageskinik ein Segen. Auch mein Sohn hat erst stundenweise begonnen und seine Anwesenheit langsam gesteigert. Die Mitarbeiter haben sich um einen Schulplatz für die Zeit nach der Entlassung gekümmert und ab da ging es aufwärts. Wir hatten sowohl bei der Aufnahme als auch bei der Entlassung keine Diagnose, weil es nicht wichtig war, wie die „Krankheit „heißt, wichtig war das KIND. Also entspann dich bitte und sei froh, dass du in den nächsten Wochen einen Teil der Verantwortung abgeben darfst und du Hilfe bekommen wirst. Lass die Therapeuten machen und genieße die Zeit für dich,

LG Gaby
Asperger-Sohn, 01/2000

svennie
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 224
Registriert: 27.11.2017, 17:55

Beitrag von svennie »

Hallo Simone,
ich würde mir keine Sorgen um die Diagnose machen, es sei denn, es hat ihn jemand getestet, der nicht kompetent ist oder nicht nach dem Goldstandard (ADI-R, ADOS) vorgegangen ist. Die Ausraster bzw Aussetzer hat sicher nicht jeder Autist. Aber Aggressionen und Reizbarkeit sind eben als Komorbiditäten bei Autismus beschrieben, genau wie ADHS oder andere Dinge. Bei meinem Sohn führte das dazu, dass aus ADHS eine hyperkinetische Störung mit Störung des Sozialverhaltens wurde. Diese besteht neben der ASS. Wenn Du Dich mit Autismus schon eingehend beschäftigt hast und Dein Sohn eine gute Diagnostik in einem erfahrenen Zentrum bekommen hat, würde ich mir keine Sorgen machen. Bei uns ist erst nach der Tagesklinik die Diagnose vollständig gewesen. Obwohl wir auch nur verkürzt da waren, weil Sohn sich nicht anpassen konnte, bin ich froh drum, dass dort mal genau hingeschaut wurde.
LG und einen guten Start
Svenja
Sohn 10/2011: Asperger, hyperkinetische Störung, umschriebene Entwicklungsstörung der motorischen Funktionen, PG 2

Antworten

Zurück zu „Krankheitsbilder - Autismus“