Schule Diskriminierung

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

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SusannNa
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Schule Diskriminierung

Beitragvon SusannNa » 17.09.2018, 10:35

Hallo ich melde mich mal wieder zu Wort, zwecks der Schule von Gino. Da es nach einiger Zeit mal etwas ruhiger wurde, fangen jetzt wieder Probleme an, die ich als Mutter einfach nicht tragen kann.

Wie ich am Anfang schon mal berichtet habe, hat die Schulleiterin Gino von Anfang an immer schlecht gestellt und uns als Eltern nur Vorhaltungen gemacht.

Mit den Sprüchen vom Anfang die von der Schulleiterin kamen, wie sie können froh sein, dass wir ihren Sohn genommen haben und ihr Sohn wird nie besser wie 3 oder 4 sein begann das erste Schuljahr schon.

Mit Wechsel des Schulbegleiters zeigten sich neue Probleme ... Am 30.11.2017 hieß es laut Schulleiterin, dass der Schulbegleiter krank wäre!??? Da Gino nicht ohne Schulbegleitung, in die Schule darf haben wir uns um einen anderen Träger bemüht, was ohne anwaltliche Hilfe nicht funktioniert hätte, da das Sozialamt sich quer gestellt hatte weil wir Widerspruch gegen die Stundenanzahl einlegten. Dabei kam durch das Sozialgericht herraus, dass die Schulleiterin genau am 30.11.2017 (Schulbegleiter war angeblich krank?!) im Sozialamt angerufen hat und mitgeteilt hatte, dass sie nicht mit dem Schulbegleiter zusammen arbeiten könnte. Ohne das Gericht hätten wir dies nie erfahren. So musste ich als Mutter Gino 4 Monate lang zuhause unterrichten bis eine neue Schulbegleiterin da war.

Bis 14.09.2018 blieb alles ruhig, bis die Schulleiterin mich früh 7 Uhr anrief und mich am Telefon zusammen stauchte was mir denn einfällt für Gino eine Entschuldigung für Sport zu schreiben. Ich nannte als Grund, dass im Moment ein Ersatz für die Schulbegleitung da ist, da die andere krank ist und die Neue Ginos Krankheit in der kurzen Zeit nicht einschätzen könnte, um Ginos Belastungsgrenze zu erkennen. Ihre Antwort lautete: Ja das macht alles die Sportlehrerin. Aus Informationen der aktuellen Schulbegleiterin, weiß ich dass die Sportlehrerin sich nicht annähernd darum kümmere, wann Gino überlastet ist und wann nicht! Als zweites knallte sie mir an den Kopf, dass es nicht so gewollt wäre, dass Gino den Fahrstuhl benutze, da er ja laufen kann ...(schwerer angeborener Herzfehler und Halbseitenlähmung rechts). Es ist anzumerken, dass Gino bis in die 4. Etage muss und sich in der 1. Stunde schon nicht auf den Unterricht konzentrieren könne laut Schulbegleitung, da der Sauerstoff zu gering ist (von Haus aus Anfang bis Mitte 80 von der Sättigung). Eine Besserung war deutlich erkennbar, dass die Konzentration anstieg, nachdem die Schulbegleiterin die er sonst hat, probierte den Fahrstuhl zu nutzen (vor dem Anruf von der Schulleiterin) .Zudem ist noch zu sagen, dass Gino dieser Schule zugewiesen wurden ist, weil diese bis letztes Jahr Oktober 2017 behindertengerecht umgebaut wurden ist.


Gino hat das erste Schulahr mit Pravor gemeistert und auch das zweite Schulahr mit 5 einsen ging für ihn gut los. Er ist sehr ergeizig!


Finde dass sowas nicht in Ordung ist, oder wie seht ihr das mit der Diskriminierung?
Sohn Hypoplastisches Linksherzsyndrom mit Sprach-, Seh-, Schluck,- Wahrnehmungs-und Gleichgewichtsstörung und Halbseitenlähmung rechts und links leichte Feinmotorikstörung

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HeikeLeo
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Beitragvon HeikeLeo » 17.09.2018, 12:48

Liebe Susanna,

fühl Dich verstanden. Ich halte die Schulleiterin auch für bodenlos und ihr Verhalten diskriminierend. Zuständig für solche Mängel und deren Behebung ist ihr Dienstvorgesetzter oder ihre Dienstvorgesetzte. Schreib doch eine Dienstaufsichtsbeschwerde an das Schulamt. Eine einzige Dienstaufsichtsbeschwerde wird nicht besonders viel nützen, aber irgendwo muss man ja anfangen. Und vielleicht nützt sie ja doch etwas.

Du könntest die Vorfälle auch dem Elternbeirat berichten. Die sammeln vielleicht ähnliche Situationen und können es anonym und gebündelt mit der Schulleiterin ansprechen. Wenn es publik wird, kann sie anfangen sich zu schämen.

Liebe Grüße
Heike

SusannNa
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Beitragvon SusannNa » 17.09.2018, 12:55

Wir hatten schon mal Gespräch mit dem Schulamt nur war die Schulleiterin früher da, wie wir und hat dem Schulamt das gelbe vom Ei erzählt. Ich finde sowas unverschämt weil Gino gute Leistungen erbringt und dafür noch in Grund und Boden gestampft wird.
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Beitragvon heidipet » 17.09.2018, 17:13

...und Inklusion ist so ein schönes Wort...

Leider íst Gino nicht der Einzige, der solchem Unverständnis zu kämpfen hat. Schulwechsel, Klassenwechsel etc, habt Ihr wahrscheinlich alles schon überlegt. Schulbegleiter werden in der Regel immer dann nicht gerne gesehen, wenn die Lehrer selbst unsicher sind oder die Begleitung sich weigert, fremde Aufgaben zu übernehmen.
Versuch, Dinge schriftlich zu bekommen, die sind dann nachweisbar. "Können Sie mir das bitte schriftlich geben?" wirkt manchmal Wunder. Für Mails kann man Eingangsbestätigungen anfordern bzw. "Sendestatus mitteilen" ankreuzen.

Wie wär's mit einem ärztlichen Attest wenigstens für den Aufzug?
Gibt es bei Euch einen Behindertenbeauftragten? Was ist mit dem (Schul-)Elternsprecher?

Viel Kraft wünsche ich Dir!
Heidi
Gruß
Heidi

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Beitragvon Lotte und Dennis » 17.09.2018, 19:49

Hallo!

Kommt mir alles sehr bekannt vor! Ich würde euch auch raten, den Behindertenbeauftragten mit ins Boot zu holen!

Ich würde auch Atteste einreichen und alles nur noch schriftlich. Wenn es gar nicht mehr geht, lasst es über einen Anwalt laufen.

Das Schulamt freut sich, wenn man da mit Anwalt auftaucht :lol: !

LG

Lotte

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Beitragvon Lisa Maier » 17.09.2018, 19:56

Hallo Susann,

bei dieser Sauerstoffsättigung sollte ein ärztliches Attest, das das tägliche Treppensteigen in den vierten Stocke verbietet, kein Problem sein. Ich würde da nicht lange mit der Schulleiterin diskutieren, ihr ein Attest hinlegen und mir dieses quittieren lassen. Für mich klingt das nach versuchter Körperverletzung.

Viele Grüße

Lisa

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Beitragvon SusannNa » 18.09.2018, 11:38

Gino´s Schulalltag besteht bereits aus vielen Attesten und er wurde ja auch wegen seines Handycaps an diese behinderten gerechte Schule verwiesen.

Ich habe mich bereits mit der Schule in Verbindung gesetzt die Ginos Gutachten erstellt hat, was er braucht. Bisher hab ich auch keinen Rückruf erhalten wer genau dafür zuständg ist.

Auch im Gutachten steht drin, dass ihm bei Bedarf der Fahrstuhl zur Verfügung stehen sollte und auch sämtliche Arztbriefe sind bei der Schule aufgrund seines Herzfehlers hinterlegt. Laut Sozialamt wäre es auch Aufgabe der Schulbegleiterin, zu schauen in wie weit Gino an seine Belastungsgrenzen kommt, seine offizielle Schulbegleiterin macht das auch von sich aus, weil die Sportlehrerin nicht ständig auf Gino schauen kann. Leider gibt es in der Nähe keinen Anwalt für Schulrecht. Gino ist auch ein Integrationskind, wo manche Sachen einfach auch meiner Meinung nach selbstverständlich sein sollten, da Arztbriefe und das entsprechende Gutachten vorliegt. Bloß glaub ich nicht, dass diese Schulleiterin sich je damit auseinander gesetzt hat. Ein anderes Kind mit 2 Orthesen wird auch der Fahrstuhl verweigert und das grenzt für mich schon an unverschämte Diskriminierung! Das ist Schikane ohne Ende, schon allein der gesunde Menschenverstand einem kranken Kind den Fahrstuhl zu verweigern!
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Beitragvon IlonaN » 18.09.2018, 12:22

Bloß glaub ich nicht, dass diese Schulleiterin sich je damit auseinander gesetzt hat.
Ohje, das kenne ich bei einem meiner Kinder nur zu gut. Der Schulleiter war sowas von stur, nicht mal das Schulamt konnte ihn dazu bewegen zu begreifen was Inklusion und ärztliche Gutachten bedeuten, tja er war dann nicht mehr lange Schulleiter und das Schulamt setzte jemanden mir wirklicher Erfahrung und Emphatie ein. So war das Ziel des Schulleiters erreicht, mein Kind nicht mehr zu Unterrichten- bloß anders als von ihm gedacht.
Ich 1961 Ösophagusatresie
Großfamilie mit leibl.Kindern/Ado-Kind und Pflegekindern mit FASD, ADHS, Autismus, Bindungsstörung mit Enthemmung ,Asthma, Neurodermitis u.v.m.

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Beitragvon SusannNa » 18.09.2018, 12:50

Wie hast du das geschafft IlonaN?
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Beitragvon RikemitSohn » 18.09.2018, 13:54

Hallo,

ich habe auch einen monatelangen Kampf mit der Schule meines Sohnes hinter mir und kann mir vorstellen, wie du dich fühlst.
Was wichtig ist nicht nachzulassen, auch wenn es schhwer fällt.
Ausserdem würde ich versuchen Kontakt mit der Familie aufzunehmen, deren Kind die Orthesen trägt. Sie scheint ja kein Problem mit deinem Kind, sondern ein Problem mit Behinderungen zu haben. Was sie in meinen Augen für einen Schulleiterposten gänzlich ungeeignet macht.
Habt ihr bei euch eine Antidiskriminierungsstelle? Die unterstützen oft sehr gut.
Und ich würde noch eine Beschwerde beim Schulamt schriftlich einreichen, vielleicht mit den anderen Eltern. Wenn ihr dort einen Termin macht, würde ich der Schulleiterin gar nichts dazu sagen und die Zeit für euch nutzen.
Bei uns hat Hartnäckigkeit geholfen. Wir hatten zwar nicht viel Neues zu sagen, aber meine Schwester und ich standen in der Schule immer wieder auf der Matte. So würde ich es beim Schulamt z.B. auch handhaben.
LG Rike
Mama mit Sohn 2004 ADHS und HB


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