Erfahrungen Wohnheim

Unsere Kinder werden älter, verlassen die Schule und auch oft das Elternhaus. Wie sehen die Perspektiven für behinderte Jugendliche und junge Erwachsene aus? Wo können sie arbeiten? Wo finden sie geeignete Wohnformen? Hier können sich Eltern austauschen und informieren!

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Daniela2710
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Erfahrungen Wohnheim

Beitragvon Daniela2710 » 15.09.2018, 15:16

Hallo.

Vor kurzem habe ich ja mein Problem mlt Alina geschildert, mittlerweile ist es eskaliert. Gestern hat sie 40 min gebrüllt in einer Lautstärke.. es hat nichts mehr geklappt, es war kein rankommen an sie. Irgendwann war sie einfach nur erschöpft.
Ich habe für mich beschlossen oder eher für uns, das es so nicht weiter geht.
Ich werde ein geeignetes Wohnheim für sie suchen, bzw wir haben uns schon mal eines angesehen. Ich habe dem Leiter eine lange E-Mail geschrieben mlt der Bitte das sie dort Probewohnen darf.

Für mich ist dieser Schritt schwer, aber ich glaube einfach das es zuhause nicht mehr geht. Ich schlafe kaum, esse wenig, nichts klappt mehr und oh fühle mich einfach nur ausgelaugt. Ich denke es muss eine Lösung her die auch auf Dauer gesehen gut und richtig ist.

Ich möchte mich gerne mlt euch austauschen. Wann habt ihr für euch beschlossen das euer Kind jetzt in eine Einrichtung geht, wie ging es euch in der Anfangszeit, wie hat sich das Kind eingelebt und war es die richtige Entscheidung?

Lg Daniela
Alina 10/05 geistige Behinderung auf dem Stand einer 5 Jährigen,chronische Verstopfung, Asthma, Entwicklungsverzögerung, frühkindlicher Autismus, Verdacht auf MCAD Mangel

Silvia & Iris
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Beitragvon Silvia & Iris » 15.09.2018, 16:33

Liebe Daniela,

auch wenn ich noch nicht ganz dort bin, für mich ist der Zeitpunkt inzwischen auch klar - sobald sie keinen Aufwand mehr hat mit Mieder, Nachtlagerungsschienen und daher der Bedarf an regelmäßigen Therapien gerechtfertigt abnimmt... (natürlich braucht sie auch weiterhin Therapien...)

Da sie schon jetzt im Internat untergebracht ist - zumindest die Hälfte des Jahres - habe ich keine Bedenken, dass sie sich nicht einfügen wird... - andere Bedenken habe ich da mehr...

Schulpflicht ist abgeschlossen...
... deshalb beschäftige ich mich auch schon mit diesem Schritt...

Viel Erfolg
wünscht
Silvia

... und die Kinder zeigen es, wenn es so weit ist - sie brauchen natürlich auch eine entsprechende Umgebung um sich weiter zu entwickeln!
Liebe Grüße
Silvia
Tochter *03/2003, PCH, HG-versorgt, ein Sonnenschein
Sohn *03/2006 AVWS + was so dazu gehört

Tina&Andi
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Beitragvon Tina&Andi » 15.09.2018, 20:10

Hallo Daniela,

ich denke ich sehr schwer dir ein Tipp zu geben.

Ich selbst war nie im Internat. Aber vielleicht ist es ein gute Erfehrung für sie.
Denke die Anfangszeit wir für beide Seite nicht einfach.
Was ich auf keine Fall machen würde gegen ihren Wille sie anmelden.
Probewohnen wäre eine Möglichkeit, aber man muss sehen wenn der Alltag kommt ist es was anderes. Vielleicht versucht du mir ihre dies zu besprechen.
Dies wäre ein paar Punkte wo mir einfallen würden.
LG
Tina
Tina : Tetraspastik, beinbetont,

Andi : Tetraspastik, armbeton, vorallem schreibfaul

Sinale
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Beitragvon Sinale » 15.09.2018, 22:01

Hallo Daniela,

in folgenden beiden Themen werden deine Fragestellungen bei REHAkids angesprochen, evtl. ist dies neben dem, was hier noch in diesem Thema geschrieben werden wird, hilfreich für dich:

phpBB2/viewtopic.php?t=39924&postdays=0 ... er&start=0

phpBB2/ftopic114533-0.html
Viele Grüße
Sinale

Diagnose: Tetraspastik
Rollstuhlnutzerin

monerl
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Beitragvon monerl » 16.09.2018, 08:04

Hallo Daniela,

das es kein einfacher Schritt ist, wissen wir, glaube ich, alle. Auch uns ist es sehr schwer gefallen. Das richtige Heim zu finden ist auch nicht einfach. Es stellt sich dann erst im laufe der Zeit raus, wie es läuft und es ist auch immer von den Betreuern abhängig. Diese Erfahrung haben wir im laufe der Jahre, die unsere Tochter im Heim ist, gemacht. Und wie zu hause wird es nirgends sein. Wenn du fragen hast, gerne auch per PN.

LG Monika
Ein Weg entsteht indem man ihn geht
(chinesisches Sprichwort)


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