Kosten für Unterbringung der Begleitperson - Klassenfahrt?!

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

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Lotte und Dennis
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Kosten für Unterbringung der Begleitperson - Klassenfahrt?!

Beitragvon Lotte und Dennis » 13.09.2018, 06:45

Hallo!

Entschuldigung für den holprigen Titel.

Unser Sohn hat PG4 und einen SBA 100 HGB. Nun steht bald eine Klassenfahrt an. Pflegeperson (Ich) und seine Schulbegleitung sollen mit. Angedacht ist, dass sie sich eine Ferienwohnung mieten, da sie Herbere selber nicht geeignet ist. Mein Sohn würde tagsüber mit Schulbegleiter (Kosten tagsüber zahlt die Eingliederungshilfe) bei seiner Klasse sein, nachts dann in der FeWo. Das bezahlen wir natürlich alles selber. Kosten für Verpflegung und FeWo für den SB auch.

Jetzt habe ich mich gefragt, wie das bei Familien geregelt ist, die finanziell nicht gut dastehen. Müsste das Kind dann zu Hause bleiben? Obwohl die Schule ja schon eine Teilnahme erwartet.

Es interessiert mich einfach, wie das dann so geregelt ist? Und was wäre, wenn das Pflegepersonal nicht aus der eigenen Familie ist? Wie ist es dann mit den Kosten für Unterbringung und Verpflegung?

Ich danke euch!

LG

Lotte

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sandra8374
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Beitragvon sandra8374 » 13.09.2018, 08:06

Hier an der Förderschule GB werden die Klassenfahrten so gestaltet, das alle dran teilnehmen können (geeignetes Haus etc). Dann fahren die I-Helfer und Klassenlehrer mit. Sonst niemand.
Wie es mit den Kosten ist, weiß ich allerdings nicht.
LG Sandra

S+F mit PT(*00 FAS, Microdelitation 16p11.2, ADHS, GB, Z.n.Absencen?, Sehfehler, Lordierung LWS, Skoliose 17,8%, Beckenschiefstand, Hüftkontraktur, Korsettversorgung, mit SBA 90 HBG) u. PS (*01 ADS, GB, Sehfehler, Knick-Senk-Füße, Z.n.Epilepsie, mit SBA 60)

Pia L. 2013
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Beitragvon Pia L. 2013 » 13.09.2018, 08:13

Hi
Ich kenne das auch nur so, dass ein Ort ausgesucht wird, der für alle geeignet ist. Meine Tochter besucht auch als einzigste Rollifahrerin eine Regelschule und die Klassenfahrt steht bald an.

Eigentlich müsste die Eingliederungshilfe in vollem Umfang aufkommen, war bei anderen Schulen auch so.

Teilweise kams vor, dass gewisse Dinge nicht übernommen wurden, weiß nicht mehr im Detail was, ich weiß nur, dass da aber ein Förderverein/Stiftung einspringen kann.

Lg

Schiering
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Beitragvon Schiering » 13.09.2018, 08:54

Hallo,
ich weiß das im Skischullandheim für ein blindes Kind sowohl der Schulbegleiter als auch der Guide fürs Skifahren übernommen wurden. Ist natürlich keine Person, die zur Pflege dabei ist aber es waren auch zwei. Beides wurde übernommen nach Anträgen beim Bezirk und ein Teil durch eine Stiftung. Die Unterkunft gab aber genug Platz her, sodass keine weiteren Kosten anfielen. Ich denke es ist auf jeden Fall nach Antrag eine Übernahme /Teilübernahme möglich, sodass ihr nicht alles auf eure Kosten zahlen müßt. Wird vermutlich halt wieder ein Zettelstapel zum ausfüllen. Mach dich doch mal beim Träger der Schulbegleitung und auch bei der KK schlau. lg

kati543
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Beitragvon kati543 » 13.09.2018, 10:19

Hallo,
bei uns war es prinzipiell so, dass die Klassenfahrten so gestaltet wurden, dass ALLE daran teilhaben konnten. Die Schulbegleitung war für das Kind dann 24 Stunden zuständig. Ein Elternteil ist selbstverständlich nicht mitgefahren. In dem Fall werden dann alle Kosten von der Eingliederungshilfe übernommen - die zahlen von der Fahrt über das Essen, jeden Ausflug und die Übernachtung einfach alles. Die Schulbegleitung hat keine Kosten.
Bei euch wüsste ich nicht, warum die Eingliederungshilfe das zahlen soll. Als Elternteil bist du automatisch verantwortlich. Ich würde mich da ganz genau informieren. Nicht dass hier das böse (teure) Erwachen kommt. Ihr fahrt ja doppelt für ein Kind. Warum soll das Sozialamt das zahlen?
Beantragen musste ich das nicht. Das hat immer der Träger und die Schule gemacht. Ich musste nach der Klassenfahrt nur dem Amt mitteilen ob mein Kind teilgenommen hat und wie lange und ob er übernachtet hat oder ob die Schulbegleitung ihn z.B. täglich dorthin gefahren hat.
Mein Sohn hat übrigens auch PG4 und da ist auch einiges pflegerisch zu leisten. Die Pflege tagsüber übernimmt doch schon die Schulbegleitung in der Schule - klar ist das abends und morgens noch etwas anders und meistens mehr, aber sie kennt das Kind.
LG
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Beitragvon Annileinchen » 13.09.2018, 10:52

Aber die SB kann wohl kaum 24 Std-Pflege leisten. Sie wird auch ihre Stundengrenzen arbeitsrechtlich einhalten müssen.
Sollten wir jemals auf Klassenfahrt fahren, müsste ich auch mit. Die Schulbegleitung übernimmt dann die Ausflüge, die die Klasse macht (da würde ich als Mutter nur "stören") - also das, was quasi zum Pflichtprogramm gehört.
Das, was eher "Freizeit" wäre, also "Schlafen" (in dem Fall also auch Nachtpflege), würde ich übernehmen.

Da wäre nichts doppelt.

Die Eingliederungshilfe verweist nur eben gerne auf den freiwilligen Charakter einer Fahrt und will nicht gerne zahlen. Wenn man mit der Argumentation durchkommt, dass die Klassenfahrt zur elementaren Schulbildung gehört, würde zumindest die SB von der Eingliederungshilfe bezahlt werden.
Die zusätzlichen Kosten, die privat entstehen sollten auf jeden Fall aber unter Hilfe zur Teilnahme an der Gemeinschaft fallen (einkommensabhängig natürlich).

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Beitragvon sandra8374 » 13.09.2018, 10:54

Klassenfahrt ist doch eine Pflichtveranstaltung.
LG Sandra



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Beitragvon Annileinchen » 13.09.2018, 10:55

Nicht in jedem BL

Lotte und Dennis
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Beitragvon Lotte und Dennis » 13.09.2018, 10:55

Hallo!

Danke für eure Antworten!
Also, wie geschrieben interessiert es mich nur allgemein! Ich zahle ja eh alles für mich und die Begleitperson, zumindest was Unterkuft angeht.

Unsere SB läuft über das Jugendamt. Von da heißt es, dass sie max. die doppelte Stundenanzahl übernehmen. Das wären dann 12 Stunden am Tag. Und auch keine Kosten für die Unterbringung der SB.

Das er nicht in der Herbere schläft hat mehrere Gründe. U.a.ist er Windelträger, das macht dann die Herberge nicht mit. Es gab wohl Probleme in der Vergangenheit. Und ich kann die Schule absolut verstehen, dass sie wegen einem Kind nicht alles umplanen.

Aber selbst wenn er und die SB in der Herberge schlafen würden, würden für die SB Kosten entstehen.

Aber es wäre eben schön, wenn er trotzdem tagsüber alles mitmachen könnte. Ausflüge usw. dafür wäre dann die SB da. Ich halte mich da komplett raus. Aber er kann eben nicht alleine duschen usw. und hat nachts oft einen Nachtschreck und würde aus normalen Betten rausfallen. Zu Hause hat er ein Pflegebett. Medikamente bekommt er auch.

Grundsätzlich bin ich nicht ganz so glücklich darüber mitzufahren. Aber uns fällt keine andere Lösung ein. Und wir können von der SB nicht erwarten, dass sie die Pflegetätigkeit übernimmt. Das ist nicht ihre Aufgabe.

LG

Lotte

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Beitragvon sandra8374 » 13.09.2018, 10:58

Windeln für Nachts sind doch kein Hindernis.
Wenn die Herbege keine passende Unterlage hat, gibt man halt was mit.
LG Sandra



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