Keine Zuzahlung bei Medikamenten, bis 12 oder 18?

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

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melanie simone
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Keine Zuzahlung bei Medikamenten, bis 12 oder 18?

Beitragvon melanie simone » 12.09.2018, 22:29

Hallo ihr Lieben
Unsere Hautärztin meinte, ab 12 müsste man viele Medikamente selbst bezahlen.
Stimmt das ? Ich dachte immer ab 18 , und wenn ich die Homapage der IKK nicht falsch verstehe, steht das da auch so.

LG Melanie
Mama(74), Bub(06), unbalancierte Translokation ( 1 & 18 ), Balkenmangel, Fieberkrämpfe, Epilepsie seit 12/12 , Entwicklungsstand +/- 15 Monate, PG 5, begeisterter Rollatorpilot, chronisch gute Laune

Hoffnung ist nicht die Überzeugung, daß etwas gut ausgeht,
sondern die Gewißheit, daß etwas Sinn hat,
egal, wie es ausgeht. Vaclav Havel

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SwantjeM
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Beitragvon SwantjeM » 12.09.2018, 23:37

Hallo Melanie Simone,

für die meiste unserer Kinder bis 18. Leider wissen es viele Ärzte u. Apotheken nicht. Oder wollen es nicht wissen wegen des Budgets der Ärzte?

Ich weiss nur nicht, on zwingend ein Rezept notwendig ist.

Hier die gesetzl. Grundlage:

Zuzahlung von nichtverschreibungspflichtigen Medikamenten ab 12 Jahren
Laut § 3 Absatz 1 Nr. 2 SGB V fallen Kinder bis 18 Jahre unter die
Befreiung der nicht verschreibungspflichtigen Arzneimittel wenn sie Entwicklungsgestört sind.

"Entwicklungsgestört" ist natürlich sehr " schwammig" ausgedrückt. Aber uf unsere Kinder trifft es ja allemal zu.

VG Swantje
Jon (2003): Tuberöse Sklerose (u.a. Epilepsie, Rhabdomyome d. Herzens)

sandra8374
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Beitragvon sandra8374 » 13.09.2018, 02:44

Rezept ist notwendig.
LG Sandra

S+F mit PT(*00 FAS, Microdelitation 16p11.2, ADHS, GB, Z.n.Absencen?, Sehfehler, Lordierung LWS, Skoliose 17,8%, Beckenschiefstand, Hüftkontraktur, Korsettversorgung, mit SBA 90 HBG) u. PS (*01 ADS, GB, Sehfehler, Knick-Senk-Füße, Z.n.Epilepsie, mit SBA 60)

Sandra F
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Beitragvon Sandra F » 13.09.2018, 06:46

Hallo Swantje,

Ich hab mir gerade den Paragraphen 3 im SGB V durchgelesen.
Da steht das nicht.

LG Sandra
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Isolde
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Beitragvon Isolde » 13.09.2018, 06:56

Hallo Melanie,

jetzt weiß ich nicht, was Dein Kind für Erkrankungen hat,
aber - es besteht auch die Möglichkeit der Chronikeranerkennung,
und dann sind die Medikamente auch Zuzahlungsbefreit.

Jedes Jahr muss man den Ausweis erneuern lassen über die Krankenkasse.
Dann zahlt man meist einen Obulus im Voraus und dann für den Rest des Jahres befreit, egal was die Medikamente kosten.

Ausgeschlossen sind alle in der Apotheke freiverkäuflichen Medikamente.

Also bei uns funktioniert das prima.

Schönen Gruß
Isolde
„Ich habe den lieben Gott in manchen Kneipen besser kennengelernt als in manchem Bibelkreis.“ Rainer Maria Schießler, Pfarrer in München St. Maximilian

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Beitragvon monika61 » 13.09.2018, 07:52

Hallo Melanie,

schau mal hier:

…"Medikamente und Verbandmittel, die vom Arzt verschrieben werden, müssen Kinder und Jugendliche bis zum 18. Geburtstag nicht bezahlen. Damit sind alle verschreibungs- pflichtigen Medikamente für sie kostenlos.
Nicht verschreibungspflichtige Medikamente dürfen nur Kinder bis zum 12. Geburtstag und Jugendliche mit gestörter Entwicklung bis zum 18. Geburtstag vom Arzt verschrieben bekommen. "....

Komplette Info:
http://www.sozialvital.de/54.php

https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__34.html

Zuzahlungen Krankenversicherung
https://www.betanet.de/zuzahlungen-kran ... erung.html

LG
Monika

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Beitragvon melanie simone » 13.09.2018, 08:45

Hallo zusammen

Ah, ich begann gerade zu ahnen, dass es zwischen frei verkäuflich und rezeptpflichtige einen Unterscheidung bei der Zuzahlung ab 12 gibt
Und Monikas link bestätigt das ja voll.
Eine gestörte Entwicklung trifft hier zu,
muss ich mich da bei der Kasse melden und irgendwas beantragen,
um nochmal 6 Jahre Schonfrist ( also Befreiung ) bescheinigt zu bekommen?

LG Melanie
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Beitragvon sandra8374 » 13.09.2018, 09:14

Bei uns stellt der Arzt einfach das rote Rezept aus und kreuzt was an.
LG Sandra



S+F mit PT(*00 FAS, Microdelitation 16p11.2, ADHS, GB, Z.n.Absencen?, Sehfehler, Lordierung LWS, Skoliose 17,8%, Beckenschiefstand, Hüftkontraktur, Korsettversorgung, mit SBA 90 HBG) u. PS (*01 ADS, GB, Sehfehler, Knick-Senk-Füße, Z.n.Epilepsie, mit SBA 60)

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Beitragvon Sandra F » 13.09.2018, 13:50

Danke für die Infos.

Ich habe jetzt im Netz noch diese Seite gefunden:

https://www.bundesgesundheitsministeriu ... ittel.html

Da finde ich es sehr gut erklärt.

Grüße
Sandra
Christopher 09/2006 Asperger + ADHS

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MarthasAnja
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Beitragvon MarthasAnja » 13.09.2018, 14:17

Hallo,

ich würde mich mit meiner Frage gerne an den thread hängen.
Unsere Hausärztin verschreibt uns seit neuestem keinen Sinupret kids Saft mehr, weil sie immer wieder Ärger mit unserer Kasse hat. Die übernehmen die Kosten nicht ... kann mir jemand etwas dazu sagen. Wir haben schon recht hohe Arzneimittelkosten, weil wir viel alternativen "Kram" verwenden.
Aber langsam nervt es, dass selbst die gängigen Medikamente immer wieder für Ärger sorgen...

Wenn ich die gesetzlichen Richtlinien richtig verstehe, ist die Kasse doch verpflichtet, die Kosten zu übernehmen ... und kann sie nicht hintenrum der Ärztin wieder in Rechnung stellen ...?

Leicht entnervte Grüße,
Anja
Anja (*79) mit M. (*Dezember 2012) unbalancierte Translokation 7p/13q entwicklungsverzögert, (korregierte) Poly- und Syndaktylien, angeborener Polstar (links operiert und Linsen-korrigiert), Diabetes MODY 2 und G. (*2007) und W. (*2015) dazu noch Mann mit 2 Großen (*2000 und 2002)


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