Wohnheim möchte Berichte bzw. Schulzeugnisse

Unsere Kinder werden älter, verlassen die Schule und auch oft das Elternhaus. Wie sehen die Perspektiven für behinderte Jugendliche und junge Erwachsene aus? Wo können sie arbeiten? Wo finden sie geeignete Wohnformen? Hier können sich Eltern austauschen und informieren!

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Betty1205
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Wohnheim möchte Berichte bzw. Schulzeugnisse

Beitragvon Betty1205 » 12.09.2018, 08:21

Hallo,

natürlich haben wir sonderpädagogische Gutachten, irgendwelche Berichte bzw. Schulzeugnisse,
aber die sind alle Jahre alt und sagen natürlich nichts über seine heutige Entwicklung aus. Dies
habe ich der Wohnheimleiterin mitgeteilt.

Darauf meinte sie, dass Werkstätten auch oft Jahresberichte erstellen und ich könnte diesen doch
mal anfordern. Das habe ich gemacht, aber in dem Bericht steht natürlich auch einiges Negatives
und ich weiß nicht, ob das nicht eher kontraproduktiv für uns wäre. Zumal Fabian sich auf Arbeit
ganz anders verhält als zu Hause.

Wie soll ich mich jetzt verhalten? Schicken oder nicht schicken? Und was schreibe ich ihr dann?
Muss ich ihr überhaupt Berichte zur Verfügung stellen?

Liebe Grüße
Petra
Sohn geb. 94, Fragiles X, 100 % SBA, Epilepsie

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Michaela44
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Beitragvon Michaela44 » 12.09.2018, 08:28

Als mein Sohn in eine Wohngruppe zog, habe ich ihnen nahezu alle Gutachten etc. in Kopie gegeben. Natürlich steht da auch negatives drin. Es geht aber doch auch darum, dass sie wissen, wo die Probleme liegen und wie sie ihn unterstützen können.
Asperger Autistin
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Betty1205
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Beitragvon Betty1205 » 13.09.2018, 09:09

Hallo Michaela,

ich stelle nicht gerne jedermann Berichte, Zeugnisse u. s. w. über meinen Sohn zur Verfügung.
Diese Informationen können einem auch zum Nachteil ausgelegt werden, deshalb sollte man
sich schon überlegen, wem man diese doch sensiblen Auskünfte gibt.

Eigentlich wäre für mich sehr interessant, wem man den überhaupt Berichte, Zeugnisse etc.
zur Verfügung stellen muss.

Liebe Grüße
Petra
Sohn geb. 94, Fragiles X, 100 % SBA, Epilepsie

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Isolde
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Beitragvon Isolde » 13.09.2018, 13:48

Hallo liebe Petra,

also Schulzeugnisse muss man evtl. nicht dem Heim zur Verfügung stellen.

Bericht dann schon eher, weil daraus auch eine Entwicklung zu erkennen ist,
was doch nicht immer etwas Negatives ist.
Das Wohnheim will Deinem Sohn dadurch sicher nichts Schlechtes - dann ist es nicht das richtige Wohnheim.

Wenn das Wohnheim all diese Unterlagen nicht bekommt, die es gerne möchte, dann wird es eben irgendwann selber mal einen Entwicklungstest durchführen.
Ein Anrecht darauf haben sie schon zu wissen, wie die Entwicklung ist und wo es Stärken und Schwächen gibt,
schließlich fördert ein Wohnheim auch,
und versorgt nicht nur.

Ich hätte da jetzt keine Bedenken und uns wurde auch noch kein Bericht negativ ausgelegt - ganz im Gegenteil. Wir konnten mit unseren Berichten sogar beweisen, dass denen ihre Einschätzung völlig daneben war.
Sie haben dann zusätzlich selber einen Entwicklungstest durchgeführt und der dann unter aller Kanone war. Ist aber mittlerweile auch vergessen.

Schönen Gruß
Isolde
„Ich habe den lieben Gott in manchen Kneipen besser kennengelernt als in manchem Bibelkreis.“ Rainer Maria Schießler, Pfarrer in München St. Maximilian

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Betty1205
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Beitragvon Betty1205 » 15.09.2018, 09:22

Hallo Isolde,

naja, vielleicht hast Du Recht. Ich werde ihr den Bericht schicken. Aufgenommen auf der
Warteliste hat sie uns schon. Ich hoffe nur, dass es diesmal auch das Richtige für meinen
Sohn ist. So langsam wird es Zeit :roll: .

Nichtsdestotrotz sollte man schon überlegen, wem man welche Berichte oder Zeugnisse
vorlegt. Gerade Ämter und KK's haben mitunter ihre eigene "Lesart" :roll: .

Schönes Wochenende Euch beiden.

Liebe Grüße
Petra
Sohn geb. 94, Fragiles X, 100 % SBA, Epilepsie


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