Pflegebett abgelehnt - Widerspruch sinnvoll?

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

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Manuela 34
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Pflegebett abgelehnt - Widerspruch sinnvoll?

Beitragvon Manuela 34 » 11.09.2018, 23:12

Hallo. Unser Sohn wird im Oktober 4 Jahre alt, ist Entwicklungsverzögert und Verdacht auf Epilepsie und Autismuss. Wir haben ein höhenverstellbares Kinderpflegebett beantragt welches abelehnt wurde mit der Begründung, dass die Krankenkasse dafür nicht zuständig ist. Hintergrund ist folgender:
Wir haben eine Spezialanfertigung beantragt da wir im Kinderzimmer nur Dachschrägen haben (ausser an einer Wand da sind aber Einbauschränke verbaut). Soll heissen wir bräuchten ein komplett neu auf unesere Bedürfnisse angepasstes Bett. Die Dame von der KK hat uns gesagt, dass die Versicherung ein normales Höhenverstellbares Bett genehmigen würde aber den Sonderaufbau aber nicht. Nach Rücksprache mit dem Sanitätshaus haben wir aber festgestellt, dass dies gar nicht möglcih ist, da die Rahmen Höhe schon zu Hoch ist. Macht es Sinn dagegen anzugehen? Beim Pflegestützpunkt hat man uns wenig Chancen ausgerechnet und beim Verband für Mehrfachbehinderungen gab man uns auch keine großen Hoffnungschancen. Ich finde es aber Sinnlos einen Aufbau für das bett mit knapp 2000€ zu bezahlen, der sowieso nicht passt. Welche Alternative gibt es sonst?

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konik
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Beitragvon konik » 11.09.2018, 23:22

Hallo ,

Kinderpflegebetten unterliegen besonderen Bestimmungen. Was ich nicht sicher weiß was die KK für ein Pflegebett meinte ein Standard Bett das darf für Kinder nicht benutzt werden.

Ich gebe dir einen wichtige Rat mach mit der KK alles schriftlich per Einschreiben niemals per Telefon .
Hat dein Kind einen Pflegegrad?
Es gibt nämlich einmal die KK und einmal die PK die zahlen kann.
Ich gehe davon aus das du ein So derbste Ki derpflegebett beantragt hast. Das mit dem Arzt und Sanihaus besprochen wurde . Somit ist das euer Bedarf ! Hast du etwas Schriftliches bekommen ?
Denn nur das zählt .

LG

Konik

Senem
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Beitragvon Senem » 12.09.2018, 06:39

Hallo Manuela 34,

ein anderes Zimmer in der Wohnung ist nicht möglich, um das Bett hinzustellen??
Gruß

Selbstbetroffen mit einigen Baustellen

Manuela 34
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Beitragvon Manuela 34 » 12.09.2018, 10:11

Unser Sohn hat Pflegegrad 3 und wir haben das Sauvivre eine art Kaiserbett beantragt mit Plexiglas im unteren Bereich, da unser Sohn schon mal währen eines Krampfanfalles zwichen den Stäben stecken geblieben ist und Blutergüsse davon getragen hat. Nein ein anderer Raum ist nicht im Haus möglich bzw nur mit enormen Aufwand und Umbaukosten von ca. 10.000€ denn dann müsste das Bad zum Kinderzimmer werden. Die Räume sind alle gleich ....Tür auf kurze gerade von 2,10m an der die Tür anschlägt eine gerade Wand von 2,20 m wo der Schrank verbaut ist ein Fenster und dann die Wand unter der Schräge mit ca. 4m.

MiriamP
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Beitragvon MiriamP » 12.09.2018, 10:46

Hallo,

es muss das von der Krankenkasse übernommen werden, was im Einzelfall medizinisch notwendig ist.
Notwendig scheint bei euch ein Bett zu sein, was höhenverstellbar ist und Plexiglas im unteren Bereich hat.
Habe ich das richtig zusammen gefasst?

Was meinst du denn mit "Aufbau"?
Wie teuer wäre denn ein solches Bett (höhenverstellbares Kinderpflegebett mit Plexiglas) im Vergleich zu dem von euch beantragten Bett?

Grüße,
Miriam

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LasseUndJohannes
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Beitragvon LasseUndJohannes » 12.09.2018, 12:11

Hi,
Was mir dazu einfällt sind die Wohnumfeld verbessernden Massnahmen der Pflegekasse. Die Aufgabenstellung wäre, das Kinderzimmer so umzubauen, dass ein Pflegebett reinpasst. Eventuell könnte ja der Einbauschrank in die Schräge verschoben werden. Natürlich ist es unsinnig dann nicht gleich das Pflegebett für die Schräge aufzubauen. Und vielleicht sieht das dann auch ein Sachbearbeiter ein und die Pflegekasse übernimmt den Aufpreis für das Bett.
Johannes 2008, SBA 50% B H, PG3, extremes ADHS (nach Fehldiagnose (?) Autismus)
Benedikt 2014, PG 3, SBA 80% B H G, non verbal, auto aggressiv, ADHS, atypischer Autismus

Manuela 34
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Beitragvon Manuela 34 » 14.09.2018, 09:19

MiriamP hat geschrieben:Hallo,

es muss das von der Krankenkasse übernommen werden, was im Einzelfall medizinisch notwendig ist.
Notwendig scheint bei euch ein Bett zu sein, was höhenverstellbar ist und Plexiglas im unteren Bereich hat.
Habe ich das richtig zusammen gefasst?

Was meinst du denn mit "Aufbau"?
Wie teuer wäre denn ein solches Bett (höhenverstellbares Kinderpflegebett mit Plexiglas) im Vergleich zu dem von euch beantragten Bett?

Grüße,
Miriam


Mit Aufbau meine ich, dass wir ja nicht einfach
die normale Variante mit Stäben im 90 Grad Winkel alle gleich lang bis unter die Decke nehmen können so wie man sich einen Zirkuswagen von früher vorstellt, sondern das wir ein Grundgestell mit verkürztem Rahmen benötigen und das eine angepasste Variante der Stäbe für die Dachschräge sein muss. Verständlich?

Manuela 34
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Beitragvon Manuela 34 » 14.09.2018, 09:21

LasseUndJohannes hat geschrieben:Hi,
Was mir dazu einfällt sind die Wohnumfeld verbessernden Massnahmen der Pflegekasse. Die Aufgabenstellung wäre, das Kinderzimmer so umzubauen, dass ein Pflegebett reinpasst. Eventuell könnte ja der Einbauschrank in die Schräge verschoben werden. Natürlich ist es unsinnig dann nicht gleich das Pflegebett für die Schräge aufzubauen. Und vielleicht sieht das dann auch ein Sachbearbeiter ein und die Pflegekasse übernimmt den Aufpreis für das Bett.


Leider kann der Einbauschrank nicht verschoben werden, da er extra in einer Nische eingebaut wurde. Nächste Woche kommt die Pflegeberatung da werde ich das mit ihr besprechen und mal schauen ob sie eine lösung sieht.

Kann mir jemand einen Tipp geben, wie man einen widerspruch einlegt?

Jörg75
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Beitragvon Jörg75 » 14.09.2018, 09:24

Moin,
Manuela 34 hat geschrieben:Kann mir jemand einen Tipp geben, wie man einen widerspruch einlegt?


Sehr geehrte Damen und Herren,

gegen Ihren Bescheid vom xx.xx.2018, hier eingegangen am xx.xx.2018, lege ich hiermit Wiederspruch ein.

Eine Begründung werde ich innerhalb der nächsten vier Wochen vorlegen.

Mit freundlichen Grüßen



Viel mehr brauchst Du erstmal zur Fristwahrung nicht zu schreiben.

Gruß
Jörg
K., *2013, Extremfrühchen (27. +3 SSW), ICP, GdB 100 G aG H B, PS II+/ PG 4
J., *2016, aktuell keine Besonderheiten

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Beitragvon LasseUndJohannes » 14.09.2018, 14:22

Hi,
habe mich falsch ausgedrückt. Mit verschieben des Einbauschrankes meinte ich, das man den Schrank rausreißt. Das was man noch verwenden kann nimmt man, zum Beispiel Teile vom Innenausbau oder gekürzte Türen, und baut in der Dachschräge einen neuen Schrank auf. Für die Wohnumfeld verbessernden Massnahmen stehen bis zu 4000 Euro zur Verfügung. Ich kann mir jetzt euer Zimmer noch nicht ganz vorstellen. Das es sinnvoller wäre, gleich das Bett passend aufzubauen steht auf einem anderen Blatt.
Johannes 2008, SBA 50% B H, PG3, extremes ADHS (nach Fehldiagnose (?) Autismus)
Benedikt 2014, PG 3, SBA 80% B H G, non verbal, auto aggressiv, ADHS, atypischer Autismus


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