Muss Frühförderung zuhause stattfinden?

Hier könnt ihr euch über die unterschiedlichsten Therapiemöglichkeiten (Logopädie, Petö, Cranio Sacrale) für eure Kinder austauschen und Fragen rund ums Thema Krankengymnastik und Frühförderung stellen.

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Moni2006
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Beitragvon Moni2006 » 17.09.2018, 22:01

Hallo zusammen,

vielen Dank für eure Erfahrungsberichte :D Auch im Namen der Famile. Die Familie und ich wohnen in Bayern im schönen Würzburg :wink:

Das Mädchen besucht einen Kindergarten für gehörlose und hörbehinderte und die Frühförderin kommt extra vom Blindeninstitut. Sie hat auch Probleme mit dem sehen.

Ich habe heute nochmal mit der Frühförderin gesprochen und Sie möchte deswegen nachhause kommen, weil das Geschwisterkind dann mitspielen kann und so das "behinderte" Mädchen lernen soll, dass es noch andere Kinder gibt und Sie u.a. dann auch mal warten muss ect. Auch in dem Bezug auf Einschulung ins nächste Jahr. Weil die Frühförderin gemeint hat, es bringt nichts wenn Sie mit ihr spielt, in der Schule ist Sie dann auch mit Kindern und nicht mit Erwachsenen zusammen.

Es gibt auch keine weiteren Kinder im Kindergarten die Frühförderung bekommen, so dass Sie keine weiteren Kinder dazu nehmen kann.

Die Familie soll es erstmal versuchen und wenn sich neue Sachen ergeben, dass der Vater wieder arbeiten gehen wird, dann wird nochmal gesprochen, ob dann nicht wieder lieber im Kindergarten die Förderung stattfindet.

Ansich gute Idee, nur habe ich selber heute gesehen wie Stressig das war. Die Tagesstätte hat es wohl nicht gewusst und als der Vater das Kind abholen wollte, war das Kind nicht da, weil es mit der Gruppe einkaufen war :? Also ist er nach 20 min erneut zum Kindergarten gefahren. Zum Glück nicht weit weg mit dem Auto.

Ich pers. stelle mir die Frage, ist das überhaupt die Aufgabe der Frühförderung, dass das Kind lernt mit anderen Kindern zu spielen, Rücksicht zu nehmen ect. und warum muss das Geschwisterkind her halten.

Gesellschaftsspiele was die Frühförderung wohl meistens macht, macht die Familie auch privat mit allen 3 Kindern und das gemeinsame spielen und lernen erfolgt doch im Kindergarten mit anderen Kindern und auch privat in der Freizeit.

Sie hat ja Frühförderung wegen dem Sehen erhalten. Für mein laienhaftes Verständnis würde ich denken, Sie sollte mit ihr Spiele ect. machen die das Sehen fördern. Für die anderen Sachen ist Kindergarten, Ergo, Logo und Moto zuständig.

Vielleicht habe ich aber auch ein falsches Verständnis von Frühförderung.

Liebe Grüße und danke nochmal für eure Beiträge

Moni
03/85 Osteogenesis imperfecta Typ IV (Glasknochen)

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Engrid
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Beitragvon Engrid » 18.09.2018, 07:27

Hallo,
Sie möchte deswegen nachhause kommen, weil das Geschwisterkind dann mitspielen kann und so das "behinderte" Mädchen lernen soll, dass es noch andere Kinder gibt und Sie u.a. dann auch mal warten muss ect. Auch in dem Bezug auf Einschulung ins nächste Jahr. Weil die Frühförderin gemeint hat, es bringt nichts wenn Sie mit ihr spielt, in der Schule ist Sie dann auch mit Kindern und nicht mit Erwachsenen zusammen.
Nunja, das ist sie doch im kompletten Kindergartenalltag auch?? :icon_scratch:
Also, das kommt mir auch komisch vor. Da würde ich die Förderziele als Eltern doch nochmal kritisch hinterfragen.

Grüße
Engrid
mit Sohn vom anderen Stern (frühkindlich autistisch)
"Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind, wir sehen sie wie wir sind." (Anais Nin)


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