Waren eure Geburten problemlos?

Hier könnt ihr euch rund ums Thema Autismus austauschen.

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asunshine108
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Waren eure Geburten problemlos?

Beitrag von asunshine108 »

Hallo ihr Lieben....
Ich war einige Jahre nicht mehr hier.

Wir haben die Diagnose frühkindlicher Autismus..Mein Sohn ist 13 Jahre und bekam die Diagnose mit 6 Jahren.
Heute würde ich sagen hat er wohl eher einen Asperger Autismus.
Nur kurz zur Vorstellung.

Meine Frage an dieser Stelle...hattet ihr eher eine normale Geburt oder doch eher traumatisch, katastrophal, schwierig?

Umso mehr Mütter von autistischen Kindern ich kennenlerne höre ich von Geburten die nicht ganz bilderbuchmäßig verlaufen sind. Oft mit Sauerstoffmangel.

Bei uns war es auch so.
Zudem wurde die Geburt eingeleitet ...Mit Wehensturm...und mein Sohn steckte im Becken fest.
Die Geburt war sehr traumatisch für mich.
Gott sei Dank bin ich nach 6Jahren nochmal (nicht geplant) schwanger geweworden und konnte noch einmal erleben wie eine normale Geburt verläuft.
Bei der ersten hatte ich schlimme Verletzungen und 1,5 l Blut verloren.
Ich habe jetzt meine Akte im Krankenhaus angefordert...Möchte mir einen Überblick verschaffen...Mein Baich sagt mir dass da einiges schief gelaufen ist. Und die Erfahrung nach zwei weiteren Geburten.

Wie ist es bei euch gewesen?

LG eure Janine

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Engrid
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Beitrag von Engrid »

Hallo,

Junior hatte eine schwierige Geburt, samt Kristeller und Sauerstoffmangel. Ich bin sicher, dass das zu unserer heutigen Problematik beigetragen hat (Wahrnehmungsproblematik, Blockaden, Lernstil, emotionale Schwierigkeiten).
Allerdings bin ich auch fast genauso sicher, dass die Geburt auch deshalb so schwierig war, weil Junior autismusbedingt anders reagiert hat, als dies gewöhnlich Babies vor und bei der Geburt tun. Er wollte zB eigentlich lieber drin bleiben. :P
Eine dem klinischen Ablauf untergeordnete Geburt war für uns leider nicht das richtige. Sonst wär das wohl anders gelaufen.

Guck mal hier rein.
phpBB2/ftopic81733.html
phpBB2/ftopic117905.html

Grüße
Engrid
mit Sohn vom anderen Stern (frühkindlich autistisch)
"Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind, wir sehen sie wie wir sind." (Anais Nin)

HeikeLeo
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Beitrag von HeikeLeo »

Hallo,

auch ich kenne einige autistische Kinder mit schrecklichen Geburten.

Ich hatte wirklich Bilderbuchgeburten und trotzdem mehr oder weniger stark betroffene autistische Kinder. Mein Ältester ist nicht-sprechender Kanner-Autist und die Geburt verlief wie im Lehrbuch und ich war eine junge Mutter. Es ging jedes Mal flott, ich hatte keine Verletzungen, Kind hatte Apgar 10/10 und ich war sehr schnell wieder fit. Allerdings waren bei mir die Schwangerschaften schlecht. Die Geburten waren immer echte Erlösungen.

Liebe Grüße
Heike

Lisaneu
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Beitrag von Lisaneu »

Bei meinem älteren Sohn (Asperger-Autist) hatte ich eine Traum-Schwangerschaft und 4 Wochen vor dem EGT dann einen medizinisch indizierten Kaiserschnitt wegen Gestose. Der war aber auch nicht so dramatisch, Sohnemann war zwar klein und zart (2185g/44cm), aber trotzdem gesund, und wir sind ganz normal nach 5 Tagen heim.

Bei meinem jüngeren Sohn (frühkindlicher Autist) hatte ich zwar in der 12. Woche eine Sturzblutung, sonst aber auch eine unkomplizierte SS. Er wurde 10 Tage vor dem EGT (wo es als Termingeburt gilt) natürlich geboren. Er war das perfekte Durchschnittsbaby mit 50cm und 3200g. Ich war nur ambulant im KK und bin 12 Stunden nach der Geburt mit ihm heim.
Sohn 3/2010 hochfunktionaler Asperger-Autist + ADHS
Sohn 7/2012, gehörlos + kurzsichtig + frühkindlicher Autist
Mama und Papa stark kurzsichtig (Kommentar eines Optikers: Wie habt ihr euch überhaupt gefunden?)

Suza
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Beitrag von Suza »

Hallo,

ich hatte bei beiden Kindern schwierige Geburten.
Mein Sohn (heute 15) hatte sich sehr spät gedreht, dann saß sein Kopf nicht im Becken fest. Die Geburt begann mit dem Platzen der Fruchtblase. Er steckte dann auch im Becken fest was zu einem Not-Kaiserschnitt geführt hat, da die Herztöne schlechter wurden.

Meine Tochter (heute 13) kam rasant schnell. Ich dachte ich schaffe es nicht mehr in die Klinik :D Allerdings war dann fast noch die Saugglocke nötig weil sie nicht rauswollte.

Liebe Grüße
Susa

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Alexandra2014
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Beitrag von Alexandra2014 »

Hallo!

Hier auch Sauerstoffmangel aufgrund mehrerer Behandlungsfehler. Wir haben einen Anwalt eingeschaltet und den Prozess in zwei Instanzen ohne jeden Zweifel gewonnen.

Man hat uns mehrfach gesagt, dass das Kind vielleicht nicht die Nacht überlebt, kaum auszuhalten...
Für mich war auch schlimm, dass ich nicht permanent beim Kind sein konnte. Ich wurde 6 Tage nach Kaiserschnitt entlassen (Klinik war randvoll) und die Entfernung zum Kind war dann knapp 50 km. Ich bin zweimal am Tag hingefahren, aber hatte trotzdem das Gefühl, nicht genug für‘s Kind da sein zu können.
Und dann immer diese Ungewissheit, was in der Entwicklung noch alles komnt und was nicht...

Aber unsere KJP hat uns auch gesagt, dass man inzwischen weiß, dass ein Großteil der Autisten eine kompliziert Geburt hatte.

Mein Neffe (Asperger) gehört auch dazu, auch wenn es bei ihm nicht dramatisch war und er als gesund aus der Klinik entlassen wurde.
Im MRT hat man viel später aber Vernarbungen im Gehirn gesehen.

Gruß
Alex
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral

AnnalenaO
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Beitrag von AnnalenaO »

Hier auch schwierige Geburt beim Asperger Autist. Gesunde Schwester hatte eine Traumgeburt. Apgar vom Sohn war 8/9/10. Also nicht dramatisch aber auch nicht optimal. Als er raus kam war er blau und schrie nicht. Bei der 2. Apgarbestimmung war er dann zwar rosig, schrie aber immer noch nicht. Aber er atmete. Hat dann Sauerstoff bekommen und fing dann an zu "piepsen" richtig gdschrien hat er erst mit so 2 Monaten, vorher eher gepiepst. Er war auch klein und leicht (49 cm, 2800 g). Ich hab selber auch schon öfter daran gedacht dass die Geburt vielleicht an einigen Schwierigkeiten Anteil hat. Und das geringe Geburtsgewicht. Von ärztlicher seite hiess es aber immer das käm nicht von der Geburt. Wer weiss. Es ändert aber nichts, daher hilft näher forschen auch nicht. Die Schwester war übrigens durchschnittsbaby mit 52 cm und 3200g.

Boelle
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Beitrag von Boelle »

Unsere Geburt war auch schwierig. Erst zu starke Wehen, dann gar keine mehr. Hatte 1,5 h deswegen aber er wollte nicht raus. Kristeller und saugglocke. Er ist mit der Schulter stecken geblieben. Kurzzeitiger sauerstoffmangel. Aber wir würden ganz gesund entlassen und er galt bei den Schwestern nur als anstrengend weil er schon da sehr viel geschrien hat. Unser war aber auch sehr groß ( 56cm und 4500g) was auch Grund für die schwere Geburt sein kann

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Engrid
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Beitrag von Engrid »

Hallo Annalena,
8/9/10. ... Als er raus kam war er blau und schrie nicht.
Dann ist aber der erste Apgarwert mit 8 deutlich geschönt worden. :shock:

Grüße
Engrid
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Anjali
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Beitrag von Anjali »

Hallo,
mein Sohn kam unter normalen Umständen zur Welt. Sein Autismus scheint familiär bedingt.
Viele Grüße
Anja

Mutter mit Sohn (18 Jahre / Asperger-Autist)

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