Waren eure Geburten problemlos?

Hier könnt ihr euch rund ums Thema Autismus austauschen.

Moderator: Moderatorengruppe

JennyK
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 385
Registriert: 10.05.2018, 15:23
Wohnort: NRW

Beitrag von JennyK »

Die Geburt vom Großen war, aus meiner Sicht, super. Ganz entspannt (Dauer von der ersten wirklich spürbaren Wehe bis zur Geburt 29 Stunden), ganz ruhig und intim. Zwischendrin wurden die Herztöne etwas schlechter und die Hebamme wollte die Fruchtblase sprengen, aber sie hat mir vorher noch Globuli gegeben und die haben sofort gewirkt. Danach ging es dann zügig weiter und alles war gut, wir sind dann auch ein paar Stunden nach der Geburt wieder nach Hause gefahren. Er war allerdings groß (58cm und 3850gr) und aufgrund des großen Kopfumfangs von 38 cm bin ich sehr stark gerissen.

Die Geburt vom Kleinen war komplett anders, aber auch super schön. Bei 42+1 gingen die Wehen von jetzt auf gleich heftigst los, ich hatte echt Sorge, dass wir es nicht mehr ins Krankenhaus schaffen würden. Nach 2 Stunden war er da, auch groß, aber deutlich kräftiger (57 cm und 4500g)

Beide hatten gute Werte beim Apgar und beide kamen spontan und ohne Eingriffe von außen.
Sohn 1 (2006), ADS und Asperger Autismus; PG 3; SBA 50 mit B, G, H
Sohn 2 (2013), Asperger Autismus, ADHS; PG 3; SBA 70 mit B, G, H

MoniRose
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 478
Registriert: 25.12.2007, 16:23
Wohnort: Baden-Württemberg

Beitrag von MoniRose »

Hallo,
Sohn eins kam nach entspannter Schwangerschaft und toller Geburt 13 Tage über Termin mit 4260 g und 52 cm auf die Welt. War ein ganz ruhiges, gelassenes Kind (Hörschädigung wurde erst mit 4 Jahren festgestellt, ich denke er hat vieles einfach nicht mitbekommen)
Sohn zwei kam nach anstrengender Schwangerschaft (viele Kreislaufprobleme) 5 Tage vor Termin als Sternengucker (hintere Hinterhauptslage)auf die Welt. 4545 g und 57 cm.

Wie man in der Signatur sieht, hat der erste die Besonderheiten eingesammelt, dem zweiten geht es prächtig.
Liebe Grüße
Moni
Moni *10/72; Nico *02/76; Marian *07/03 beidseitig mittelgradig hörgeschädigt, ADHS; Asperger; ausgeprägte Rechtschreibstörung; Jona *09/08

Ninie1988
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 84
Registriert: 27.07.2016, 18:06

Beitrag von Ninie1988 »

Liege Schwangerschaft weil er viel zu früh zu tief im Becken verwurzelt war. Frühgeburt bei 34+0 steckte etwas weil er die Hand am Kopf hatte...
Habe Hashimoto und meine SD ist entgleist als ich SS wurde, dazu Mobbing in der Arbeit! Wir bekommen jetzt mit 3,5 die Diagnose, wies aussieht HFA...

Sein Uropa ist defintiv auch Autist aber nicht diagnositiert. Ich glaube es ist familiär bedingt..

Mein altester Bruder war auch ident wie mein Sohn, Frühgeburt in der selben Woche mit Wahrnehmungsstörungen aber ohne autismusspektrum...

lilli227
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 373
Registriert: 02.02.2015, 09:02
Wohnort: Nürnberg

Beitrag von lilli227 »

Hallo,

Schwangerschaft war prima, Geburt war ein Notkaiserschnitt wegen HELLP Syndrom. Es war recht dramatisch, da meine Werte sehr schlecht waren. Ich war dann 1,5 Tage auf Intensiv und konnte meinen Sohn erst danach sehen.

Ich bin mir heute noch sicher, dass diese Geburt irgendetwas zum negativen hin beeinflusst hat. Aber es gibt auch familiäre Vorbelastung durch vermutliche Autisten väterlicher Seits.

Warum ist mir aber mittlerweile egal. Wird wohl erst wieder interessant, wenn meine Kinder selbst Kinder haben möchten.

Viele liebe Grüße
Lilli
________________________
Sohn 09 -- Asperger und ADHS
Tochter 13

MelSch
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 522
Registriert: 25.02.2016, 07:35

Beitrag von MelSch »

Meine beiden SS waren furchtbar. Gebrochen bis SSW 21 bzw. 27.

Kind1 kam mit Christeller und Saugglocke, blau, aber APGAR 9/9/10. Sie ist jetzt 11, geht auf's Gymnasium und ist etwas speziell. 😊

In meiner 2. SS wurde bei mir Morbus Crohn festgestellt. Ich bekam 2 Bluttransfusionen znd hochdosiert Cortison. Dazu einen insulinpflichtigen Diabetes.

Mein Sohn kam mit Christeller “Bauchpresse“ leblos und doppelter Nabelschnurumschlingung zur Welt. APGAR 3/7/9 und hatte Unterzucker .
Daß er reanimiert wurde, hat uns keiner gesagt!! Ich bekam ihn nach 15 min. lila auf den Bauch gelegt und es hieß “leichte Anpassungsoprobleme“.

Auffällig war er ab Geburt. Wir stecken aber noch mitten in der Diagnistik. Aber ASS ist sehr wahrscheinlich.

LG!

Juli2014
Stamm-User
Stamm-User
Beiträge: 116
Registriert: 04.04.2017, 06:45
Wohnort: Heubach, BW

Beitrag von Juli2014 »

Hallo zusammen,

ich reihe mich mal ein...

Meine Schwangerschaft war relativ normal, der Verdacht auf Blutungen in der 25.SSW (Behandlung im KH mit Wehenhemmer etc.) war unbegründet, da es nur eine leichte vaginale Blutung war. Sollte mich aber trotzdem schonen und viel Magnesium nehmen (bis fast vor der Geburt :roll: , somit hatte ich kaum spürbare Wehen - auch wenig Senkwehen).
Julian kam dann 3 Tage über Termin per Notsectio zur Welt, da seine Herztöne schlechter wurden und er eher wieder "zurückrutschte" während den Presswehen, zudem war er ebenfalls Sternengucker :lol:
APGAR Werte waren 6/9/10 und er war mit 54 cm, 3470 g und 35 cm KU nicht gerade der "Brummer", wie er ständig vom Frauenarzt vermessen wurde!
Aber mir ging es nach der Geburt ziemlich schlecht, hatte Zitteranfälle und wurde ziemlich alleingelassen vom KH, auch was das Stillen anbelangt. Ich wollte dann unbedingt am 4. Tag nach Hause und da war mit meiner Hebamme vieles entspannter! Julian mochte den Schnulli aus dem KH nicht, aber den zu Hause schon und dann schlief er (nur mit Pucksack) endlich mal richtig :wink:
Gestillt habe ich ihn nur 1 Woche, da er schlecht trank und das auch nur mit den blöden Stillhütchen vom KH :evil: Vom Fläschchen konnte er dann aber nicht genug bekommen und hat rasant sein Gewicht erhöht!
Er hatte wohl, lt. seinem jetzigen Kinderarzt, eine kurze und leichte Gedeihstörung - jetzt ist er mit fast allen Werten auf oder sogar über der 97. Perzentile :shock:
Ich nenne ihn schon seit 3 Jahren mein "Riesenbaby" :lol:

Gruß Stephy
Stephanie (1976), Asperger und Julian (2014), atypischer Autist, Gendefekt PTEN, PG 4, SBA 80 mit B, G und H, 1. Klasse im SBBZ GE.
Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar. (Antoine de Saint-Exupéry)

MajaA
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 26
Registriert: 19.05.2018, 20:30
Wohnort: Kiel

Beitrag von MajaA »

Bei uns war ausgerechnet der kleine Asperger-Autist die einfachste und eingriffärmste Geburt... bei uns ist das Asperger-Syndrom aber auch recht eindeutig genetisch, Papa hat es ja auch.
Maja (10/1974)
verheiratet mit einem Asperger-Autisten (11/1969)
Tochter (8/2002), Asperger-Autistin, Sozialphobie
Tochter (8/2004)
Sohn (5/2007), Hochbegabung
Sohn (6/2009), Asperger-Autist

Leoka2010
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 44
Registriert: 07.04.2015, 00:06

Beitrag von Leoka2010 »

Hallo

bei Uns gab es auch Probleme.
Da meine Tochter die Nabelschnur um den Hals hatten und die Herztöne bei jeder wehe sanken, musste man Sie per Notkaiserschnitt holen.

Dachte danach auch lange, dass ihre Beeinträchtigung durch den Sauerstoffmangel ausgelöst wurde, aber dann äusserte eine Klinik den Verdacjt, dass es ( bei Uns) Anlagebedingt sei.

mein Rat:
mach dir nicht allzu grosse Sorgen ode dich ev. beeinflussen / verrückt machen...
1. ändern kann man es leider eh' nicht
und
2. kann man da echt " gaga" werden,
( gerade da es mittlerweile eh zuviele " Aussagen" über die angeblich häufigere Auftretung von Beeinträchtigungen,
wie z.B. Umweltgifte, Naturvergiftung durch Kriege , Pestizide etc. gibt)
lg

Benutzeravatar
Alexandra2014
REHAkids Urgestein
REHAkids Urgestein
Beiträge: 4003
Registriert: 04.12.2014, 14:04

Beitrag von Alexandra2014 »

Hallo Leoka,

das war bei uns genauso. Nur, dass die „Fachleute“ auch immer alles auf den Sauerstoffmangel schoben, obwohl sich unser Kind im ersten Jahr ziemlich unauffällig entwickelt hat.
Bei uns ist es sicher beides, aber der Autismus wurde lange übersehen, weil man es auf die Geburtsumstände schob. Wir fühlten uns oft nicht ernst genommen und „schlecht“ behandelt, a la „die Mutter will es wohl nicht wahrhaben“. :roll:
Insgesamt finde ich, dass sich die Kinderärzte zu sehr auf solchen Geburten ausruhen und gar nicht genau schauen.
Der erste Verdacht auf Autismus kam im Alter von 2,5 Jahren von einer Ergotherapeutin. Die Diagnose haben wir seit gut 3 Wochen und Kind ist nun 10 Jahre alt.
Viel verlorene Zeit... :?

Gruß
Alex
R. *12/2007, Autismus-Spektrum-Störung, okzipitale Epilepsie mit Ausbreitung nach frontozentral

Artemisia
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 13
Registriert: 20.02.2018, 07:01
Wohnort: Berlin

Beitrag von Artemisia »

Die Schwangerschaft mit meiner Tochter (jetzt fast 4, Autismusspektrum) war eigentlich super! Das einzige Problem war ziemlicher Psychostress...
Ich hatte so gut wie keine Beschwerden und auch die Geburt lief total problemlos. Sie war eine Woche über dem Termin, dafür aber recht leicht (knapp über 3000g bei 52cm)

Die zweite Schwangerschaft (Baby, jetzt 6 Monate) war auch total unproblematisch. Die Geburt war 11 Tage nach Termin und etwas länger und anstrengender aber das liegt sehr wahrscheinlich daran, dass mein Sohn viel größer und schwerer war (56cm und über 4kg).

Wodurch die Größenunterschiede der beiden kommen weiß ich nicht so recht. Ich habe in beiden Schwangerschaften etwa gleich viel zugenommen (bei meiner Tochter sogar etwas mehr) und hatte kein Diabetes.

Ich frage mich schon öfter, woher die Auffälligkeiten meiner Tochter kommen und ob mein Sohn sich auch so entwickeln wird. Bei uns gibt es irgendwie gar keine so richtige Vermutung, woher es kommt. In der Verwandtschaft gibt es niemanden, der in Richtung Autismus tendiert und auch sonst gab es halt keinerlei Besonderheiten.

Antworten

Zurück zu „Krankheitsbilder - Autismus“