Ich bin am Ende

Eltern, Geschwister, Großeltern - die ganze Familie ist gefordert, wenn es um die Belange des besonderen Kindes geht. Häufig ist das Familienleben durch die besonderen Bedürfnisse von Sohn oder Tochter großen Belastungen ausgesetzt. Ein Austausch mit Familien, die auch ein besonderes Kind haben, tut gut und kann sehr hilfreich sein.

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IlonaN
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Beitragvon IlonaN » 05.09.2018, 13:06

. Sie kann sich einfach nicht kontrollieren.

Darum geht es, da muß der Arzt ansetzen, zur Not erstmal vielleicht vorübergehend mit Medikamenten damit Sie überhaubt aus dieser erlernten Schleife heraus kommt. Das sie eigentlich auch anders kann zeigt sie ja in der Schule.
Ich 1961 Ösophagusatresie
Großfamilie mit leibl.Kindern/Ado-Kind und Pflegekindern mit FASD, ADHS, Autismus, Bindungsstörung mit Enthemmung ,Asthma, Neurodermitis u.v.m.

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Engrid
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Beitragvon Engrid » 05.09.2018, 14:12

Hallo,

Sie hört nicht, wirklich null. Provoziert ohne Ende, mit Schimpfwörtern, mit Türenknallen, Poltern, einfach nur freche Widerworte.
Das haben wir hier alles auch. Ich mache sehr gute Erfahrungen damit, es nicht persönlich zu nehmen, das an mir abprallen zu lassen, souverän und sachlich zu bleiben.
Das pubertierende Gehirn ist eine Großbaustelle, Stimmungsschwankungen, Launigkeit, Übellaunigkeit, Gift, uam - das ist ganz normal in dem Alter. Bei Kindern mit Schwierigkeiten in der Kommunikation (alle autistischen Kinder und alle Kinder mit geistiger Einschränkung) und/oder sozialen Schwierigkeiten (viele Kinder mit Autismus) kann sich das dann potenzieren. Die Kinder mögen sich manchmal selber nicht.
Darum setzen wir mit eigentlich ganz gutem Erfolg auch bei den Kommunikationsproblemen an, das heißt vor allem sagen es nicht nur (geht da rein und da raus), sondern wir visualisieren viel. Und was wir sagen, formulieren wir sehr bewusst. Sachlich, positiv (zb statt „nicht schreien“: „bitte leise“, dazu haben wir auch ein Schild), ...
Und in der anderen Richtung arbeiten wir dran, dass Junior lernt, seine Befindlichkeiten zu erkennen, zu benennen und sie dem Gegenüber auch zu sagen. Dazu entwickeln wir Alternativen, wie man Gefühle sozialverträglich rauslassen kann (da ist allerdings beim Junior noch eine Menge Luft nach oben :roll: ).

Außerdem habe ich vor kurzem erkannt, dass mein Teenie öfter einen „Erlebniskick“ braucht als früher. Notfalls holt er sich das (unbewusst) über Streit (Adrenalinausstoss), dem komme ich lieber zuvor mit wildem Toben im Wasser, Kitzelorgien, Sport, u.ä.

Grüße und gute Nerven,
Engrid
mit Sohn vom anderen Stern (frühkindlich autistisch)
"Wir sehen die Dinge nicht wie sie sind, wir sehen sie wie wir sind." (Anais Nin)


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