Begleitung zum Schulschwimmen

Hier geht es um Epilepsie und die Behandlung verschiedener Epilepsie-Formen mit Medikamenten.

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Lesslo
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Begleitung zum Schulschwimmen

Beitragvon Lesslo » 29.08.2018, 11:32

Hallo

In der Schule steht in diesem Jahr der Schwimmunterricht an. Dazu benötigte ich für Isa eine Bescheinigung vom Arzt dass sie am Schwimmunterricht bedenkenlos teilnehmen darf. Aufgrund der aktuellen Situation (keine 100%ige Anfallsfreiheit) bekam ich Die natürlich nicht. Somit darf Isa natürlich nicht am Schwimmunterricht teilnehmen.

Wie das fürs Kind ist, interessiert keinen. Für sie ist eine Welt zusammen gebrochen, da sie sich so auf's schwimmen gefreut hat.

Ich habe mir nun einen Termin beim Sozialdienst des SPZ geben lassen und hoffe dass es irgendwie möglich ist noch eine Begleitung zum Schwimmen zu betragen.

Weiß jemand wie ich am besten vorgehe? Wird von der Schule etwas dafür benötigt? Reicht eine ärztliche Stellungnahme? Muss das ADS angegeben werden? Ich befürchte dass dann die Zuständigkeiten hin und her geschoben werden.... und vor allem, wie lang dauert es bis zur Genehmigung?

Lesslo
Tochter * 09.07 mit Epilepsie, Pinealiszyste, ADS, F83, LRS...
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SandyErgo
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Beitragvon SandyErgo » 29.08.2018, 12:51

Ich weiß nicht, ob deine Tochter eine Regel- oder eine Förderschule besucht.
Gibt es keine FSJ oder ähnliches in der Schule, die für die 1-2 h die Betreuung übernehmen kann?
Ich habe auch mal so was ähnliches gemacht, als ich während meiner Ausbildung zur Ergotherapeutin ein Praktikum an einer WfB in einem Epilepsiezentrum gemacht habe und Mitarbeiter zum Schwimmen begleitet werden mussten. Wichtig ist ja, dass jemand für den Fall des FAlles an der Seite des "Betroffenen" ist - besonderes Wissen ist da ja nicht nötig (wurde mir damals zumindest erklärt).
Mama 12/77
mit Tochter 11/06 FG 30+6 (nach HELLP-Syndrom) Kombinierte umschriebene Entwicklungsstörung mit noch leichter Sprachentwicklungsstörung, Hämochromatose (homozygot C282T im HFE-Gen)
und Sohn 08/09 FG 34+1 ADHS und kombinierte umschriebene Entwicklungsstörung mit starker Betonung der aktiven Sprache

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Beitragvon Chrissy1282 » 29.08.2018, 13:08

Bei uns zahlt die Eingliederungshilfe die Begleitung von einem eh vorhandenen FSJ ler beim Schulschwimmen an die Schule. Aber das ist leider in jeder STadt anders.

IlonaN
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Beitragvon IlonaN » 29.08.2018, 13:11

Hallo Lesslo,
ich habe beim Kinderazt 40 €!!!!!!!!!!!!!!!!! damals dafür bezahlt, halbjährlich für eine Bescheinigung das Meine Tochter am Reiten und Schwimmen trotz Epi teilnehmen darf.
Meiner Großen Tochter Anfang der 90ger Jahre bin ich mit zum Schwimmen gefahren, sonnst hätte sie nicht mit gedurft. Das war damals auf einer Regelschule, bei der Jüngeren(vor 4 Jahren) war es eine Förderschule für geistige Entwicklung, da hat das Schreiben gereicht.
Ich 1961 Ösophagusatresie
Großfamilie mit leibl.Kindern/Ado-Kind und Pflegekindern mit FASD, ADHS, Autismus, Bindungsstörung mit Enthemmung ,Asthma, Neurodermitis u.v.m.

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Beitragvon Lesslo » 30.08.2018, 12:09

Danke für eure Antworten 😃

@Ilona, wir haben ja nicht das Problem dass das SPZ mir keine Bescheinigung ausstellt, sondern dass für den Schwimmunterricht eine 1:1 Begleitung notwendig ist.

Ich kann diesen Part nicht übernehmen, da ich zu diesem Zeitpunkt arbeiten bin und nicht freinehmen kann.

Wir werden daher jetzt versuchen einen Antrag für Schulbegleitung zu stellen und brauche dafür Input.

@all, es handelt sich um eine Regelschule. 2 Lehrer und ca. 20 Kinder. Es gibt einen FSJler an der Schule, allerdings glaube ich kaum dass die Schule ihn dafür einsetzen würde, da die FSJler immer in einer anderen Klasse eingesetzt werden.

Ich habe nur allerdings nun auch einen Termin bei der Schulleitung geholt um das dort nochmal zu besprechen.

Hat sonst noch jemand Ideen?

LG Lesslo
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Beitragvon Silvia & Iris » 30.08.2018, 13:01

Hallo Lesslo,

ich begleite auch meine Tochter selbst, aber ich musste dafür den Rettunsschwimmerkurs absolviert haben (zumindest Helfer). Also wenn du jemanden findest, der diesen Kurs hat, dann kann er dein Kind begleiten...

Das ist das, was ich zu diesem Thema weiß - und natürlich einen großen Erste Hilfe Kurs (18 Stunden) der nicht älter als 5 Jahre ist...

LG
Silvia
Liebe Grüße
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Patrick42
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Beitragvon Patrick42 » 30.08.2018, 14:14

Hallo Lesslo,

es handelt sich hierbei m.E. ganz klar um eine Leistung zur Teilhabe an der Schulbildung. Der Schwimmunterricht stellt ein Bildungsangebot der Schule dar, weshalb ich auch unter Berufung auf §75 Abs. 2 Nr. 1 SGB IX einen Antrag für die Begleitung stellen würde. M.E. ist auch kein Rettungsschwimmschein erforderlich, da diesen die begleitende Lehrperson haben muss und ihr auch die Aufsichtspflicht obliegt. Natürlich würde ich mich als Mutter/Vater auch sicherer fühlen, wenn die Begleitung entsprechend ausgebildet ist, ist aber für die Kostenübernahme zunächst nicht weiter relevant.

Damit eine Begleitung auf Grundlage des §75 bewilligt werden kann, muss deine Tochter nach ärztlicher Einschätzung eine Behinderung im Sinne des §2 SGB IX haben.

Probelmatisch könnte werden einen Träger zu finden, der eine Begleitung für nur so wenige Stunden in der Woche stellt, da die Träger i.d.R. daran interessiert sind voll abzurechnen.



In der Freizeit könnte das anders sein.
Herzliche Grüße
Patrick 42

Eine Behinderung ist KEINE Krankheit, ein von Behinderung betroffener Mensch ist nicht krank. Gesundheit ist nicht das Gegenteil von Behinderung.
Danke :)

Silvia & Iris
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Beitragvon Silvia & Iris » 30.08.2018, 17:24

Lieber Patrick,

ich war auch etwas überrascht, dass ich als Mutter im Rahmen der Schulveranstaltung einen solchen Nachweis benötige... - ja, ich bin mit ihr gemeinsam im Wasser und halte sie...


LG

Silvia
die sich auch immer wieder fragt, wie das alles ohne solchen Einsatz weiter geht - wird dann das Schwimmen gestrichen?
Liebe Grüße

Silvia

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Beitragvon Inga » 30.08.2018, 17:48

Patrick42 hat geschrieben:
Probelmatisch könnte werden einen Träger zu finden, der eine Begleitung für nur so wenige Stunden in der Woche stellt, da die Träger i.d.R. daran interessiert sind voll abzurechnen.



In der Freizeit könnte das anders sein.


Hallo, man kann das persönliche Budget beantragen und sich dann selbst jemand suchen, der da mit geht und den man dann selbst (mit dem Geld aus dem PB) zahlt.

Gruß, Inga
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Beitragvon Lesslo » 31.08.2018, 14:09

Nochmal vielen Dank für die Antworten.

Ich habe jetzt Kontakt zu dem Träger aufgenommen, der hier in der
Gegend die Schulassistenz stellt. Die waren ganz zuversichtlich eine Kostenzusage, bis nach den Herbstferien zu bekommen.

Habt ihr euch von den Ärzten extra Bescheinigungen ausstellen lassen oder komplette Arztberichte zur Verfügung gestellt? Es geht ja hier jetzt eigentlich nur um die Epilepsie. In den Arztbericht vom SPZ sind ja aber alle Diagnosen aufgelistet. Bin mir unsicher ob es nicht kontraproduktiv ist wenn ich die beim Antrag mitgebe.....

LG Lesslo
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