rechnen üben - wird es irgendwann mal besser?

Integrative Kindertagesstätte oder Sonderkindergarten? Kann mein Kind die Regelschule schaffen oder muss es doch eine Sonderschule besuchen? Hier dreht sich alles um Kindergarten- und Schulbesuch.

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Annileinchen
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Beitragvon Annileinchen » 09.09.2018, 10:36

Und wenn der IQ nicht testbar ist oder unter 70 liegt?
Dann sind wir doch wieder bei der Ergotherapie.

Der Link regt mich gerade auf. Als ob Ergos nur Hängemattenschaukeln machen würden...Was in solchen Artikeln steht, ist immer nur ein Teil der Wahrheit.

Letztlich hat es die Eltern nicht zu interessieren, ob oder was in irgendwelchen Heilmittelrichtlinien steht. Das ist die Sache des verordnenden Arztes und des Heilmittelerbringers.

Probiert es doch einfach schon mal aus, wo das Rezept doch schon da ist.

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UrsulaK
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Beitragvon UrsulaK » 09.09.2018, 11:13

@Annileinchen Es ging mir nicht darum die Ergotherapie an für sich in Frage zu stellen. Ergotherapie kann bei vielen Dingen sehr helfen. Katrin geht es jedoch in diesem Thread um Hilfstellung bei der Rechenschwäche ihres Sohnes. Und da gibt es eben erhebliche Zweifel, daß Ergotherapie der richtige Ansatz ist.

Und wenn der IQ nicht testbar ist oder unter 70 liegt?

Bei Karins Sohn wurde er ja schon zweimal gemessen, ist also messbar.

Das Idealste wäre wirklich man könnte so einen Antrag auf Übernahme der Kosten einer Dyskalkulie - Therapie stellen. Ich würde das auf jeden Fall probieren. Aber natürlich ist das Karins Entscheidung.

Gruß,
Ursula
Eric, (März 2005), Autismus Spektrum Störung, Verbale Dyspraxie, Dysgrammatismus

Annileinchen
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Beitragvon Annileinchen » 09.09.2018, 12:12

@Ursula: Wir reden aneinander vorbei:
Klar, wenn der Test einen IQ > 70 liefert und die Eingliederungshilfe die Dyskalkukietherapie bewilligt, ist man da gut aufgehoben.

Bis dahin ist aber Ergotherapie eine gute Alternative, man weiß ja, wie lange alles dauert, und nie, wie es ausgeht...

Mellie
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Beitragvon Mellie » 09.09.2018, 12:20

Hallo Karin,

in der dritten Klasse wird doch auch der Stoff aus der zweiten Klasse wiederholt. Das geht solange bis Dein Kind es versteht. Ich kann Dich verstehen, dass Du zu Hause das Wissen wiederholen, verfestigen, etc. möchtest. Um die Grundrechenarten zu lernen hat Dein Sohn noch mindestens bis zur zehnten Klasse Zeit. Mit dem zusätzlichen zu Hause lernen kann man auch viel kaputt machen. Umgang mit Geld wird wahrscheinlich immer schwierig werden, gerade bei einem Menschen mit niedrigem IQ. Das sehe ich bei meinem Sohn. Am bestehen lernen die Kinder im Alltag und wenn sie merken, dass es keine Aufgabe ist.  8)
Viele Grüße,
Mellie

Angela77
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Beitragvon Angela77 » 10.10.2018, 13:17

Hallo Karin,
habe den Theread mit dem Lesetandem gelesen und glcih mal fragen, wie nun mit dem Rechnen aussieht :wink: ?

Liebe Grüße
Angie
Bene (2008): regressiver Autismus, schwerste expressive Sprachentwicklungsstörung (bei sehr gutem Sprachverständnis!), Bildung von Casiomorphin und Gliadorphin
Vorstellung plus Diäteffekte:
http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic73493.html

Primär nächtliche Epilepsie im motorischen Sprachzentrum (leider erst erkannt im März 2015!!!)

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MarenRuth
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Beitragvon MarenRuth » 10.10.2018, 18:01

Hallo Ihr Lieben

wir haben auch alles mögliche durch, von Montessori über Recheninstitut bis hin zur Wasserglasmehtode. Letzteres war für Mila das Durchbruch dahingehend, selber nach Lösungen zu suchen nicht nur auswendig zu lernen. Da war sie aber schon in der 5ten Klassen.
Daheim hatten wir noch das Programm Calcularis installiert. Das ist von schweizer Neurologen entwickelt und soll die Wahrnehmung von Größen und Zahlen vertiefen. Ich fand das hat Mila in dem Stadium wo für sie 17 und 71 dieselbe Zahl war sehr geholfen. Es ist leider sehr teuer, das ist schade. Aber gerade die Darstellung von Zahlen und Größen in Relation zueinander war für sie wirklich gut. Man kann es auch erstmal testen. Ist von Dybuster.

Liebe Grüße
Maren
Maren und Felix (*05/02, ✝08/16) Mukolipidose Typ II, entwicklungsverzögert, kleinwüchsig, extrem weitsichtig, muskuläre Hypotonie, schwere Lungenbelastung, Tracheostoma, Heimbeatmung, PEG und Mila (09/04) gesund

Karin850
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Beitragvon Karin850 » 14.10.2018, 13:29

Hallo Angela77,

wir haben zum neuen Schuljahr hin einen neuen Lehrer, der über viele verschiedene Ansätze versucht herauszufinden, wie die Kinder am besten rechnen lernen können. Man sieht es bei den Hausaufgaben. Es wird wieder auf den Zahlenstrahl zurückgegangen, Hunderterhaus, aber ansonsten möchte er keine Materialien anwenden.
Jetzt warten wir mal ab.

LG
Karin mit
Daria 10/04 (gesund und Pubertier)
Martin 03/08 (primäre Microcephalie, Intelligenzminderung, SBA GdB 80 GBH / Pflegegrad 2, ADHS)
Carla 12/12 (gesund)

Angela77
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Beitragvon Angela77 » 14.10.2018, 14:31

Hallo Karin,
Klingt nach einem engagierten Lehrer :wink: Berichte doch gerne weiter!
Liebe Grüße
Angie
Bene (2008): regressiver Autismus, schwerste expressive Sprachentwicklungsstörung (bei sehr gutem Sprachverständnis!), Bildung von Casiomorphin und Gliadorphin

Vorstellung plus Diäteffekte:

http://www.REHAkids.de/phpBB2/ftopic73493.html



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itsy
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Beitragvon itsy » 15.10.2018, 09:20

Hi,

unsere Tochter geht inklusiv, sie macht die verlängerte Eingangsphase. Ihr IQ ist unter 70.
Erst hätte man nicht gedacht, das sie über den 10er Raum hinaus kommt. Heute fängt sie an im 100er Raum zu rechnen.

Wir haben viel mit den Montessori Rechenstäbchen gemacht, alles plastisch eben. Dazu haben wir die Sternchenhefte ich kann rechnen, das klappt sehr gut. Die Lehrerin hat mit ihr den Rechenweg immer erst lange Zeit schriftlich erarbeitet und danach erst quasi auswendig bzw im Kopf ,damit sie die Wege nachvollziehen konnte.

Vielleicht sind die Hefte auch eine Möglichkeit oder eine Ergänzung, ich habe immer die leichten Hefte für sie zu freien Verfügung und in den schwereren üben wir.

Lieben Gruß
versuche nichts zu erzwingen, sondern spielerisch zu bleiben
ines


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