Therapiedreirad Momo abgelehnt

Hier könnt ihr die Hilfsmittel eurer Kinder vorstellen, z. B. Reha-Buggy, Pflegebett, Stehtrainer, Therapieliege usw. - gerne auch mit Foto.
Ihr könnt hier übrigens auch Fragen bezüglich Technik und Anwendung verschiedener Hilfsmittel stellen.

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DaniundKids
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Beitragvon DaniundKids » 22.08.2018, 15:31

@ Jörg75

Wäre es denn überhaupt theoretisch möglich das Therapiedreirad auch über die Eingliederungshilfe finanziert zu bekommen?
Daniela *78
L.(m) *04 Stoffwechseldefekt (VLCAD),ADS, überempfindliche Lungen
A.(w) *05 gesund, E.(w) *07 gesund, C.(m) *08 gesund
M.(m) *13 Stoffwechseldefekt (VLCAD), shuntversorgter HC, Entwicklungs- und Sprachstörung, erhöhte Anfallsbereitschaft, Verdacht einer ICP, Frühkindlicher Autismus

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DaniundKids
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Beitragvon DaniundKids » 22.08.2018, 15:35

Michaela.Sandro hat geschrieben:Hallo zusammen, das Eingliederungshilfe ein Thema sein könnte, ist mir jetzt völlig neu! Meine KK hat kein Wort zur Zuständigkeit gesagt und mir direkt geschrieben, dass sie den MDK einbeziehen, was nach meiner Erfahrung ein gutes Zeichen ist, weil sonst eine sofortige Ablehnung gekommen wäre. Da habe ich aber offensichtlich viel Glück gehabt, weil ich alles rund um die Teilhabe/soziale Kontakte usw. sehr ausführlich erläutert habe. Mein Kinderarzt hat übrigens in seiner Stellungnahme erwähnt, dass die Gefahr von Rückschritten besteht, wenn Sandro nicht weiter Fahrrad fahren kann, weil er durch das Fahren große Fortschritte gemacht hat, fand ich ziemlich cool 😎, allerdings ging es da schon um unser zweites Rad.
Vermutlich ist es wie immer davon abhängig, bei welcher Kasse man ist und welcher Sachbearbeiter/in den Antrag bearbeitet. L. G. Michaela


Ich denke auch, das es sehr am zuständigen Bearbeiter liegt. Mit der Kasse selbst hatten wir bisher keine Probleme. Rehabuggy und Autositz wurden problemlos genehmigt, bei unserem Badewannensitz gab es damals nur eine telefonsiche Rückfrage und wurde dann auch anstandslos genehmigt. Selbst seine Einlagen wurden bisher immer genehmigt, auch wenn es seit neuestem immer eine Einzelfallentscheidung ist. Selbst unsere Nachlagerungsschienen wurden ratz fatz bewilligt. :roll:

Ich weis echt nicht, woran die das immer fest machen. :roll:
Daniela *78
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DaniundKids
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Beitragvon DaniundKids » 22.08.2018, 15:37

Leela hat geschrieben:Hi,
wir haben dieses:
Hauck Typhoon Tricycle
https://www.amazon.de/Hauck-T92002-Typh ... n+Tricycle

Mein Sohn fährt gerne damit.
Dieses sieht auch gut aus:
https://www.amazon.de/Berg-24-30-01-00- ... E5A8DV7B9R

LG


Danke für deine Tipps. Wir haben hier aber das Problem das er das treten an sich noch nicht versteht und wir somit etwas brauchen, womit wir ihn schieben können und er gleichzeitig lernt zu treten. Normales Dreirad und Trettraktor waren hier leider ein Reinfall. :?
Daniela *78
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NicoleS.79
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Beitragvon NicoleS.79 » 22.08.2018, 20:44

Hallo!

Habt ihr ein Video, wie er auf dem Momo fährt? Oder einen Erprobungsbericht?
Wir haben es auch endlich durch, war aber auch ein langer Weg.

Erst hat es die Kasse abgelehnt (ohne MDK), daraufhin habe ich die Dame angerufen und gefragt, was sie denn braucht.

Naja, sie hat es eben abgelehnt, weil sie dem MDK nicht erklären kann, warum wir eine Schiebestange brauchen und ein Fahrrad ist doch zum Selbstfahren da. :evil:
Der habe ich so einiges erzählt :oops: und plötzlich durfte ich alles nachreichen, Video, Stellungnahme etc.

Und nun ist es durch. der MDK hat es durchgewunken. Der MDK will immer sehen, dass das Kind es kann (teilweise).
Wir haben schon viel mit Videos gearbeitet - Rollstuhl und jetzt das Momo wurden so letztendlich vom MDK genehmigt.

Habt ihr die Möglichkeit ein Momo zu testen, einen Bericht zu schreiben bzw., ein Video zu machen?

Viel Durchhaltevermögen.
Lieben Gruß
Nicole mit Sohn, Tochter und kleinem Kämpfer 05/13(29SSW.) - ICP, HB 3. Grades, Shuntversorgt, stolzer Rollifahrer und Sonnenschein

Michaela.Sandro
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Beitragvon Michaela.Sandro » 22.08.2018, 21:25

Hallo zusammen, ich habe bei der Schiebestange damit argumentiert, dass ich Sandro an vielbefahrenen Straßen, bei engen Kurven und bergauf/-ab unterstützen muss, weil seine Reaktionszeit und Bremsfähigkeit noch nicht ausreichen, um solche Situationen zu meistern. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass er auf ruhigen geraden Strecken alleine fahren kann und das ist auch genau so. Mein Lieferant hat mit dem Kostenvoranschlag auch eine kurze Beschreibung der Probefahrt beigefügt und ich habe sie ebenfalls ausführlich beschrieben und zwei Fotos beigefügt. L. G. Michaela
Michaela alleinerziehend, Teilzeit berufstätig (Bj. 12/67) und Sohn Sandro (19.01.07.) Herz-OP nach Geburt, geistige Behinderung, Diagnose, evtl. ein unbekanntes Syndrom. Er kann laufen, einigermaßen sprechen, PG 4 , 100% SB aber ein Schatz!

konik
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Beitragvon konik » 23.08.2018, 09:36

Hey ,


Bei uns ein ähnliches Problem und inzwischen beim Ausschuss.
Ich hab Alles gemacht , wir leben sogar auf dem Dorf in einer Spielstraße also auch noch das Umfeld passt .
Das Gefahrenbewusstsein ! ist ein Todschlagargumennt dazu fällt einem nicht mehr viel ein . Ich verstehe es auch nicht es wäre so wichtig sich ein bisschen zu bewegen , ganz davon zu schweigen das die Kinder durch ein Therapierad überhaupt die Möglichkeit bekommen sich zu integrieren!
Es ist so traurig , ich bin nicht sicher ob da wirklich gelesen wird was eingereicht ist. Wir hatten ebenfalls den Erprobungsbericht und Bilder davon.

Die Therapieräder könnte so viel verändern und nach Vorne bringen !

Ich drücke euch die Daumen das es besser läuft wie bei uns .

LG

Konik

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Beitragvon NinaP » 23.08.2018, 11:00

@konik

Hallo Konik,

zur Kostenübernahme trotz Fremdgefährdung hat Kaja neulich ein Gerichtsurteil von 2010 verlinkt:

Kaja hat geschrieben:...

3. Das SG Fulda hat am 16.12.2010 entschieden (S 11 KR 7/09), dass die KK auch übernehmen muss, wenn Selbst- und/oder Fremdgefährdung vorliegt

https://www.schuchmann-reha.de/fileadmi ... person.pdf

Die soziale Integration in die Gruppe Gleichaltriger wird bei Kindern im Grundschulalter nicht dadurch ausgeschlossen, dass das Hilfsmittel nur bei Anwesenheit von Erwachsenen genutzt werden kann.

Viele Grüße Kaja

(Ganzer Beitrag siehe hier: https://www.REHAkids.de/phpBB2/viewtopic.php?p=2144470#2144470)

Vielleicht hilft Euch das weiter.

Viele Grüße
NinaP

konik
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Beitragvon konik » 23.08.2018, 13:01

Hallo NinaP ,

Danke für das noch mal verlinken. Ich kenne das Urteil kommt auch in meinen Widersprüchen vor , trotzdem vergebens..

Leider.
Ich werde weiter dran bleiben hab echt Alles gemacht.

Leider , bin ich ja nicht die Einzige wo eben genau damit argumentiert wird.


Das zieht sich so sehr seit über einem Jahr schon .....

Ich werde wohl noch mal versuchen einen Brief zu schreiben ...
Wenn der Ausschuss auch ablehnt was leider meist so ist dann wird es wieder eine Klage....

LG

Konik

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Beitragvon EvaHH » 30.08.2018, 10:54

Hallo Ihr Lieben,

bei uns hat die KK den Antrag an das Amt geschickt.
bin gespannt wie das endet.

Eingliederungshilfe ist einkommensabhängig: d.h. man muss erstmal das Geld verwenden, was man hat bevor man diese in Anspruch nehmen kann.

Die Leistung der KK ist einkommensunabhängig. Deshalb muss ich sehen, wie ich das Ganze wieder an die KK bringe...

LG
Eva
Eva mit Sohn 2012 (MRD7 bei Mutation im DYRK1A-Gen, ASD II, Veränderung der weißen Substanz mit Hypomyelinisierung, ASS, expressive Sprachstörung, Krampfanfälle...)

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Irmengardelisabeth
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Beitragvon Irmengardelisabeth » 30.08.2018, 14:31

Hallo Eva,

Im Flohmarkt gibt es gerade ein Momo Therapierad. Vielleicht passt es ja, auch von den Kosten.
Dann habt ihr es schneller und mit weniger Ärger...
Liebe Grüße
Irmi


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