Finanzamt will Aufstellung von Fahrtkosten

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

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Stoffi100
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Beitragvon Stoffi100 » 16.08.2018, 20:59

Wo steht eigentlich im Gesetz das jede Fahrt einzeln aufzulisten ist? Fahrten sind Glaubhaft zu machen das ist klar, aber dann könnte ich denen auch von jedem Doc u jeder Therapie ein Wisch bringen wann ich da war u fertig. Bzw immer die Zettel den die Ärzte für die Fahrtkosten von der Kk unterschreiben müssen kopieren u sammeln. Müsste doch auch reichen

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Emilia2009
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Beitragvon Emilia2009 » 16.08.2018, 21:20

Also wir sammeln immer alle Krankenhausbestätigungen, Eintrittskarten, Fewo-Buchungen, Restaurantquittungen usw.
Dann tacker ich alles auf, erstelle eine Liste dazu + Nachweise der Werkstatt und schicke das zum Finanzamt. Das ist dann so ein dicker Ordner, dass es wahrscheinlich den Finanzbeamten total erschlägt. :roll: Bisher ist alles so durchgegangen. Hoffe, das bleibt so....
Gruß, Claudia

sandra8374
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Beitragvon sandra8374 » 16.08.2018, 21:48

Ja, Glaubhaftmachung. Aber wenn der Finanzbeante sagt: Fahrtenbuch - was willst du machen. Mir hat es die Arbeit deutlich erleichtert.
LG Sandra

S+F mit PT(*00 FAS, Microdelitation 16p11.2, ADHS, GB, Z.n.Absencen?, Sehfehler, Lordierung LWS, Skoliose 17,8%, Beckenschiefstand, Hüftkontraktur, Korsettversorgung, mit SBA 90 HBG) u. PS (*01 ADS, GB, Sehfehler, Knick-Senk-Füße, Z.n.Epilepsie, mit SBA 60)

kati543
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Beitragvon kati543 » 16.08.2018, 23:39

Hallo,
Fahrten zum Arzt, Therapien, ins Krankenhaus zählen NICHT mit unter die 15.000km. Die sind extra noch zusätzlich. Diese Fahrten darf man sich auch einfach vom Arzt,... bestätigen lassen und entsprechend abrechnen. Das darf aber JEDER. Das hat mit dem SBA nix zu tun.
LG
Katrin
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Chantal-Marie
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Beitragvon Chantal-Marie » 17.08.2018, 00:26

Bisher habe ich immer die Kilometer aufgeschrieben, Einkaufen, Freizeit, Besuche bei Verwandten etc. Nachweise wie Tankquittungen wurden noch nie verlangt. Könnte allerdings auch daran liegen dass wir sehr ländlich leben und im Finanzamt persönlich bekannt sind...........Allerdings lief das Auto bis dato auf unser Kind. Das neue Auto läuft nun auf meinen Mann. Ich bin ja gespannt wie die Kilometer anerkannt werden. Wenn alle Stricke reißen melde ich das Auto einfach um.

Mal abwarten ob wir auch zu einem Fahrtenbuch verdonnert werden, das wird dann lustig.
Liebe Grüße von Chantal-Marie und Mama

Stoffi100
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Beitragvon Stoffi100 » 17.08.2018, 07:06

Zu einem Fahrtenbuch verdonnern kann dich keiner. Sollen sie mal die gesetzliche Grundlage für ein Fahrtenbuch benennen. Wir man es glaubhaft Nachweist ist ja immer noch jedem selbst überlassen.

sandra8374
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Beitragvon sandra8374 » 17.08.2018, 07:11

Ich finde das Fahrtenbuch wie gesagt nicht schlimm. So kann ich problemlos alle Fahrten der gesamten Familie nachweisen und absetzen.
LG Sandra



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kati543
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Beitragvon kati543 » 17.08.2018, 09:01

Hallo,
selbstverständlich bist du nicht zu einem richtigen Fahrtenbuch verpflichtet. Allerdings dürfte es echt schwierig werden dem Finanzamt zu beweisen, dass dein Kind am Tag X, Y und Z im Kindergarten war und am Tag Z eben krank zu Hause. Wie beweist du Fahrten zu Schulfreunden? Mit Fotos? Therapien fallen oft genug aus. Kein Mensch denkt all die Jahre daran, das jedesmal vom Therapeuten gegenzeichnen zu lassen. Gerade diese "kurzen" Fahrten sind es aber, die am Ende die Strecken ausmachen.
Lässt du das Fahrtenbuch weg, "vergisst" du eben auch oft die ganzen kleinen Fahrten, die du für und mit deinem Kind unternommen hast.
Ich habe 2 Kinder (beide SBA mit H), die von uns täglich in die gleiche Schule gebracht werden - 15 km eine Strecke, die uns das Amt nicht ersetzt (eine andere Baustelle). Das ist eine Ganztagesschule, normalerweise haben die Kinder immer gemeinsam Schulbeginn und Schulschluss, aber es passiert auch oft genug, dass wir ein Kind eher abholen oder gar nicht bringen aus gesundheitlichen Gründen. Das kann man nur im Fahrtenbuch erfassen.
Und wie gesagt, die 15.000km sind eh die gefahrenen Kilometer, die sich eher schwer nachweisen lassen (das Fahrtenbuch ist da schon der leichteste Weg). Die Fahrten zum Arzt und sonstige medizinisch notwendige Fahrten zählen da nicht mit rein! Für Alle, die die 15.000km im Jahr behinderungsbedingt "locker" schaffen....da DARF das Finanzamt nicht kürzen.
LG
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MiriamP
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Beitragvon MiriamP » 17.08.2018, 12:35

Hallo,
ich führe auch ein Fahrtenbuch. Digital auf meinem Handy. Fahre ich los, klicke ich eben auf "Starten", gebe den Grund ein (wobei ich hier aus verschiedenen selbst erstellten Einträgen, z.B. KG, Ergo, KH, etc pp) auswählen kann. Dauer: gerade mal 3 Sek.
Bin ich am Ziel angekommen, klicke ich auf Fahrt beenden, gebe (je nach App geht es auch automatisch mit GPS) den Tachstand an.
Macht pro Fahrt weniger als 10 Sekunden -- also deutlich weniger Zeit als für das Eingeben von einer Zieladresse beim Navi. Am Jahresende wird das einmal ausgedruckt und mit der Steuererklärung dem Finanzamt übergeben.
Ist für mich der tatsächlich einfachste Weg und ich musste auch bisher noch nie ein Nachweis von z.B. einer Werkstatt einreichen, dass der Tachostand stimmt. Unterschriften bei Therapeuten holen oder Ausdrucke vom Arzt, wann man da ist, sind deutlich aufwendiger zu besorgen.


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