Finanzamt will Aufstellung von Fahrtkosten

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

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Stoffi100
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Beitragvon Stoffi100 » 16.08.2018, 14:52

Hallo,

dabke erstmal für eure Antworten. Das Auto ist seit April diesen Jahres aufs Kind zugelassen da wir da erst den Ausweis in der Hand hatten( er zählt sber Rückwirkend zur Antragstellung).

Ich habe alles im Kalender stehen wann wir wo waren es sollte kein Problem sein das auf Papier zu bringen.

Eine ärztliche Notwendigkeitsbescheinigung hab ich zwar aber da das Kind unter 1 Jahr war zu dem Zeitpunkt dürfen sie es nicht verlangen.

Das Einkaufsfsfshrten oder Fahrten in den Urlaub/ zu Oma nicht anrechenbar sind wäre mir neu.

Grundsätzlich habe ich Fahrten zu Ärzten/ Therapeuten/ Besuchsfahrten zu Familie und halt die Besuchsfahrten ins Kh angegeben u werde dies auch in der Aufstellung auch so tun.
Mal sehen was das Finanzamt drauß macht.

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monika61
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Beitragvon monika61 » 16.08.2018, 16:56

Stoffi100 hat geschrieben:Das Einkaufsfsfshrten oder Fahrten in den Urlaub/ zu Oma nicht anrechenbar sind wäre mir neu.

.


Hallo Stoffi100.

Im Steuermerkblatt vom bvkm steht dazu:

…". Laut einer BFHEntscheidung gilt für Fahrten mit der Familie allerdings folgende Einschränkung: Allgemeine Familienfahrten, die nicht in erster Linie im Interesse des behinderten Kindes unternommen werden, stellen keine außergewöhnliche Belastung dar (BFH-Urteil vom 21.12.2007, Az. III B 154/06). Eine Ausflugsfahrt der Eltern mit ihrem behinderten Kind und dem nicht behinderten Geschwisterkind in den Zoo oder eine gemeinsame Urlaubsfahrt der Familie, an der auch das Kind mit Behinderung beteiligt ist, können daher z. B. in der Regel nicht geltend gemacht werden, weil sie im Interesse aller Familienmitglieder liegen. "...

Komplette Info zu den Fahrtkosten auf Seite 10:
https://bvkm.de/wp-content/uploads/Steu ... 7_2018.pdf

https://bvkm.de/wp-content/uploads/Steu ... 017-18.pdf

LG
Monika

Stoffi100
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Beitragvon Stoffi100 » 16.08.2018, 17:27

Da sagte mir das Finanzamt aber was ganz anderes. Na mal sehen. Ich reiche es einfach mit ein u fertig. Auf allen Seiten wo ich bisher gelesen habe stand das erholungs/besuchsfahrten absetzbar sind. Natürlich keine 5 die Woche

kati543
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Beitragvon kati543 » 16.08.2018, 19:39

Hallo,
ich glaube du missverstehst das.
GRUNDSÄTZLICH sind natürlich Fahrten in den Urlaub & Co. absetzbar. Eine Ausnahme wird nur bei behinderten Kindern gemacht, wenn nicht zufällig zeitgleich zumindest ein Großteil der restlichen Familie ebenfalls ein SBA mit Merkzeichen hat.
Die Erwachsene Person mit SBA und H darf das durchaus absetzen, selbst wenn sie noch die komplette Familie mit in den Urlaub mitnimmt. Aber wenn ein Kind (SBA mit H) in Urlaub fährt, dürfen die Eltern das nicht absetzen.
Etwas anderes wäre es natürlich, wenn du dein Kind zur Oma bringst und es würde dort bleiben und du fährst ohne Kind zurück. Das kann ja dann kein Familienurlaub sein.
LG
Katrin
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D. (geistige Behinderung, Frühk. Autismus, Epilepsie, Esstörung, Trigonoceph., Hypertonie, Opticushypoplasie, Amblyopie, Mikrodeletion 3p26.3, Vd. Valproatembryopathie, Z.n. Schädelbasisfraktur)

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Beitragvon Stoffi100 » 16.08.2018, 19:56

Bei uns hat keiner ein SBA außer unsere Tochter. Heißt ich kann weder Fahrten zu Oma, Urlaub, Einkaufen, etc abrechnen? Versteh zwar den Sinn nicht dahinter aber gut. Wenn ich als Erwachsener einen SBA mit h hätte u meine Familie mit in den Urlaub nehme dann würde es auch gehen warum soll es nicht umgekehrt gehen?

MoniRose
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Beitragvon MoniRose » 16.08.2018, 20:13

Hallo,

ich glaub das ist von Finanzamt zu Finanzamt unterschiedlich. Wir haben im ersten Jahr ein Fahrtenbuch geführt. Und danach nur noch eine Aufstellung gemacht, wo wir waren (nicht mal mehr mit Datum) und die Kilometer. Dazu kommt der Kilometeranfangsstand vom Jahr und der Endstand.
Und wir rechnen auch alle Ausflugs-,Besuchs-, und Urlaubsfahrten ab. Da wurde noch nie was weggestrichen oder in Frage gestellt. Im Haus gibt es aber nur ein Kind mit Merkzeichen H...
Was uns allerdings mal gesagt wurde, dass unsere aufgeführten Fahrten im Verhältnis zur Gesamtkilometerleistung im Jahr sein müssen. Also nicht 16.750 km abrechenen (ich weiß bei 15000 ist eh Schluss) und insgesamt nur 19.000 gefahren sein. Da kann was nicht stimmen. Wir haben aber gesamt immer 26.000 - 28.000, da passt das dann schon.
Mein Tipp: versucht es einfach mal, ihr werdet bestimmt bald merken, wie euer Sachbearbeiter drauf ist und auf was ihr euch für die Zukunft verständigen könnt.
Liebe Grüße
Moni
Moni *10/72; Nico *02/76; Marian *07/03 beidseitig mittelgradig hörgeschädigt, ADHS; Asperger; ausgeprägte Rechtschreibstörung; Jona *09/08

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Beitragvon sandra8374 » 16.08.2018, 20:36

Wir sind 20000km gesamt gefahren und an die 15000km für die Große. Beim Kleinen und uns kamen dann nochmal rund 3000km dazu. Da wir Fahrtrnbuch führen - kein Problem.

Ein neuer Finanzbeamter meinte zwar mal, Reha der Großen würden die Fahrten nicht zählen, weil Familie. Aber da sind wir gegen an gegangen. Reha war von der Großen, ich Begleitperson und Vater hat uns hin gefahren und abgeholt, Da wir 6 Wochen weg waren, kam uns die Restfamilie auch Besuchen. Dies wurde von der Rehaklinik als wichtig eingestuft und bestätigt. Seid dem, geht alles durch.

Denn wenn ich nicht für oder mit der Großen gefahren bin oder dem Kleinen, blieb das Auto fast immer stehen. Einige Therapien etc. waren halt weiter weg und mit ÖPNV nicht zu bewerkstelligen. Wohne eher ländlich.

Und ein Fahrtenbuch zu führen ist nicht so ein riesiger Aufwand.
LG Sandra

S+F mit PT(*00 FAS, Microdelitation 16p11.2, ADHS, GB, Z.n.Absencen?, Sehfehler, Lordierung LWS, Skoliose 17,8%, Beckenschiefstand, Hüftkontraktur, Korsettversorgung, mit SBA 90 HBG) u. PS (*01 ADS, GB, Sehfehler, Knick-Senk-Füße, Z.n.Epilepsie, mit SBA 60)

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Beitragvon Stoffi100 » 16.08.2018, 20:44

Wenn ich zb für mein Kind 9.000km abrechne u nur 11.000km gefahren bin im Jahr laut Tacho ksnn mir doch keiner was. Wer sagt den das ich das Auto außer für Einkäufe u fahrten für mein Kind benötige?

kati543
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Beitragvon kati543 » 16.08.2018, 20:47

Hallo,
entweder der Sachbearbeiter kennt das Urteil, oder er kennt es nicht. Dagegen kommt man nicht an. Falls er es kennt, ist es halt Pech. Und leider kennen es zunehmend mehr Finanzämter und Sachbearbeiter. Das Urteil ist ja nun auch schon aus 2007.
Versuch es einfach. Du kennst jedenfalls, dass Urteil. Rein rechtlich geht es nicht.
LG
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MarthasAnja
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Beitragvon MarthasAnja » 16.08.2018, 20:54

Hi.
Also bei uns kommen wir auf fast auf eine 1:1 Rechnung bei den gefahrenen Kilometern, da wir vermutlich ohne Marthas Behinderung garkein Auto mehr hätten ... somit kommen neben den Fahrten mit und für sie kaum Kilometer dazu.
Ich muss dazu noch schreiben, dass wir die 15000km immer eingereicht haben und keinen Nachweis erbringen mussten. Das ist sicher Glück in Bezug auf den Sachbearbeiter (erspart einfach einen Teil Arbeit) ... aber wie einige Vorschreiberinnen ja schon feststellten, das handhabt wohl jeder etwas anders (trotz bestehender Urteile und Gesetzestexten...).
VG Anja
Anja (*79) mit M. (*Dezember 2012) unbalancierte Translokation 7p/13q entwicklungsverzögert, (korregierte) Poly- und Syndaktylien, angeborener Polstar (links operiert und Linsen-korrigiert), Diabetes MODY 2 und G. (*2007) und W. (*2015) dazu noch Mann mit 2 Großen (*2000 und 2002)


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