PG-Antrag - bevorstehende Internatsunterbringung angeben?

In dieser Kategorie geht es um rechtliche Dinge, Fragen zur Krankenversicherung, Pflegegeld etc.

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TinaJanet
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PG-Antrag - bevorstehende Internatsunterbringung angeben?

Beitragvon TinaJanet » 16.08.2018, 11:03

Wir haben nächste Woche die Erstbegutachtung vom MDK.
Ab September ist Sohnemann in einer Jugendhilfeeinrichtung mit Internat an 230 Tagen im Jahr.
Muss ich dies schon bei der Begutachtung angeben oder wäre es sinnvoller dies erst dann zu tun wenn es soweit ist?
Welche Vor-/Nachteile bringt das?
Vorweg: Mir ist klar dass ich dann wahrscheinlich nur einen Anteil bekomme und den Rest der Kostenträger (JA). Oder ist das auch falsch und ich bekomm nix? Dann wäre nämlich auch der Antrag sinnlos.

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HollysAnne
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Beitragvon HollysAnne » 16.08.2018, 15:07

Hallo TinaJanet,

wenn eine(r) einen Pflegegrad bekommt, dann deshalb, weil er Pflege braucht. Das Pflegegeld soll dazu dienen, dass diese Pflege gewährleistet wird. Wo derjenige wohnt und wer ihn pflegt, ist für die Begutachtung unerheblich. Denn der Pflegebedürftige nimmt seine Pflegebedürftigkeit ja mit, egal wo er hingeht.

Abgesehen davon kann es gut möglich sein, dass ihr das ganze oder anteilige Pflegegeld der Einrichtung geben müsstet, falls dein Sohn einen PG bekommt. Die Pflege machen dann ja an 230 Tagen andere. Und warum sollten sie dafür nicht auch was bekommen?

LG Anne
Anne (*83, Logopädin) mit Holly (*3/2012) Abszess zerstörte 2. HW, heute Dystrophie, beinbetonte Spastik, Skoliose,u.v.m. Fröhliche Rollipilotin und meine größte kleine Heldin, Labertasche und Dramaqueen :)
There are still faint glimmers of civilisation in this barbaric slaughterhouse that was once called humanity.

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LasseUndJohannes
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Beitragvon LasseUndJohannes » 16.08.2018, 15:14

Hi,
das Geld bekommt der, der das Kind pflegt. Wenn es also X Tage im Jahr bei dir ist, dann bekommst du auch dafür das anteilige Pflegegeld.

Ich denke es kann schon sinnvoll sein es anzugeben. Du hast ja sicherlich Unterlagen und Gutachten dazu, warum das für deinen Sohn notwendig ist. Es unterstreicht für den Gutachter, das entsprechende Auffälligkeiten, vom Jugendamt geprüft (weil sonst würden sie nicht zahlen) tatsächlich vorliegen.
Johannes 2008, SBA 50% B H, PG3, extremes ADHS (nach Fehldiagnose Autismus)
Benedikt 2014, PG 3, SBA 80% B H G, non verbal, auto aggressiv, ADHS, atypischer Autismus


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